Auf einen Blick
- Gründung
- 2018
- Mitarbeiter
- mehr als 20 in Berlin (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Standorte
- Berlin (HELIX HUB)
- Mitgliedschaften
- Aktionsbündnis Patientensicherheit, BDI-Initiative Gesundheit digital, VisionZero (Gründungsmitglied), GLOHRA, Berliner Anwaltsverein
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Krankenkassen, Apotheken
- Schwerpunkte
- Gesundheitsdaten, Cloud und KI, Telemedizin, Marktzugang und EU-HTA, Gesundheitspolitik
Rechtsberatung und Strategieberatung für das Gesundheitswesen und die Life Sciences in einem Mandat zu verbinden, ist das Modell der Dierks+Company Operations GmbH in Berlin. Unter der gemeinsamen Marke arbeiten eine Rechtsanwaltsgesellschaft, eine nichtjuristische Consulting GmbH und die Operations GmbH dauerhaft zusammen. Zu den Mandanten zählen Krankenhäuser, Krankenkassen und andere Kostenträger, Apotheken, Hersteller und Anbieter digitaler Gesundheitslösungen; Themen sind Gesundheitsdaten, Marktzugang, Versorgungsmodelle und Gesundheitspolitik.
Beim Umgang mit Gesundheitsdaten in Versorgung und Forschung berät das Team rechtlich, strategisch und kommunikativ, etwa zu Datenschutz, Forschungsdatennutzung, Telemedizin und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz. Kliniken, Krankenkassen und DiGA-Hersteller, die Gesundheitsdaten in der Cloud verarbeiten wollen, begleitet es in fünf Stufen von Learn über Plan, Implement und Evaluate bis zu einer Unterstützung auf Abruf. Für Hersteller kommt die Vorbereitung auf die neue europäische Nutzenbewertung hinzu.
Rechtsberatung, Strategie und politische Kommunikation greifen ineinander, um Positionen von Mandanten in Gesetzgebungs- und Meinungsbildungsprozesse einzubringen. 2023 initiierte Dierks+Company die EHDS-Koalition, die 2023 und 2024 die Umsetzung des European Health Data Space in Deutschland begleitete und deren Website als Dokumentation online bleibt. Daneben begleitet das Unternehmen die TeleHealth-Koalition. Fachbeiträge erschienen 2024 zum Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz und seinen Folgen für die Telemedizin in Kliniken sowie 2025 zur EuGH-Rechtsprechung über pseudonymisierte Daten.
Je Mandat entstehen Projektteams aus Juristinnen und Juristen, Strategieberatern, Gesundheitsökonomen, Kommunikationsfachleuten und Projektmanagern. Das Büro liegt im HELIX HUB, einem Berliner Standort für Healthcare- und Life-Sciences-Unternehmen. Laut Website führt Legal 500 das Unternehmen 2025 in Tier 2 der Kategorie „Healthcare and Lifesciences in Germany“. Mitgliedschaften bestehen unter anderem im Aktionsbündnis Patientensicherheit und in der BDI-Initiative Gesundheit digital.
Gegründet wurde Dierks+Company 2018. 2024 erweiterte das Unternehmen seine Medizinrechtspraxis um einen langjährigen Justiziar des Gemeinsamen Bundesausschusses als Partner und einen früheren Präsidenten des Bundessozialgerichts als Of Counsel. Im Oktober 2026 waren vier Stellen ausgeschrieben, darunter für Rechtsanwälte, wissenschaftliche Mitarbeit, Referendariat und Teamassistenz.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Rechtsberatung zu Gesundheitsdaten | Medizin- und Krankenhausrecht | Juristische, strategische und kommunikative Begleitung bei der Nutzung von Gesundheitsdaten für Versorgung und Forschung. |
| Cloud-basierte Datenlösungen | Medizin- und Krankenhausrecht | Begleitung von Kliniken, Kassen und DiGA-Herstellern bei Cloud-Projekten mit Gesundheitsdaten bis zur Compliance-Bestätigung. |
| Telemedizin | Medizin- und Krankenhausrecht | Rechtliche Unterstützung bei Konzeption und Umsetzung telemedizinischer Projekte im Rahmen des geltenden Gesundheitsrechts. |
| Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen | Medizin- und Krankenhausrecht | Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn KI-Anwendungen für das deutsche Gesundheitswesen entwickelt oder eingeführt werden. |
| EU Health Technology Assessment | Medizin- und Krankenhausrecht | Strategische und wissenschaftliche Vorbereitung auf die europäische Nutzenbewertung mit gemeinsamer klinischer Bewertung und wissenschaftlicher Beratung. |
| TeleHealth-Koalition | Netzwerke und Initiativen | Begleitete Initiative für ein regelhaftes telemedizinisches Versorgungsangebot mit Patientensteuerung, Vergütung und TI-Anbindung. |
Häufige Fragen
Welche Rechtsgrundlagen prüft Dierks+Company bei Cloud-Projekten von Kliniken und Krankenkassen?
Geprüft werden unter anderem § 203 StGB, die Landeskrankenhausgesetze, § 80 SGB X, die DiGAV sowie KRITIS-Anforderungen nach BSIG. Die Begleitung richtet sich ausdrücklich an Krankenhäuser, Krankenkassen und Anbieter von Gesundheitsprodukten und reicht von der Planung bis zur Compliance-Bestätigung.
Was hat es mit der TeleHealth-Koalition auf sich?
Die von Dierks+Company begleitete Initiative hat ein Konzept erarbeitet, das TeleHealth-Anbieter als zusätzliche Säule der ambulanten Versorgung vorsieht. Bestandteile sind Patientensteuerung, Vergütungsstrukturen und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur.
Wie unterstützt das Unternehmen Hersteller bei der europäischen Nutzenbewertung?
Dierks+Company berät strategisch und wissenschaftlich zum neuen EU Health Technology Assessment. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame klinische Bewertung (JCA) und die gemeinsame wissenschaftliche Beratung (JSC) auf europäischer Ebene.
Wie groß ist das Team in Berlin?
Nach eigenen Angaben arbeiten mehr als 20 Mitarbeitende in Berlin (Stand Oktober 2026). Neben Juristinnen und Juristen gehören Strategieberater, Gesundheitsökonomen und Kommunikationsfachleute dazu, die je nach Mandat gemeinsam eingesetzt werden.
In welchen Netzwerken ist Dierks+Company Mitglied?
Genannt werden das Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Berliner Anwaltsverein, die BDI-Initiative Gesundheit digital, das DiagnosticsNetwork Berlin Brandenburg, die German Alliance for Global Health Research und der Verband der Chemischen Industrie. Bei VisionZero ist das Unternehmen Gründungsmitglied.