Gesundheitsmanagement Studium

Das Portal rund um ein Studium oder eine Weiterbildung im Bereich Gesundheitsmanagement

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Aktuelles - Blog

Was ist Gesundheitsmanagement?

Das Gesundheitsmanagement befasst sich mit Maßnahmen, die dem Aufbau und Erhalt der Gesundheit und der Lebensqualität in der Bevölkerung dienen.

Unterschieden werden zwei große Bereiche:
Einerseits das Management von Gesundheitseinrichtungen wie:
  • Kliniken
  • Arztpraxen
  • anderen Versorgungseinrichtungen
Andererseits das betriebliche Gesundheitswesen. Dieses umfasst Unternehmen, die Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit ihres Personals einführen. Um als Gesundheitsmanager oder generell in diesem Bereich tätig zu sein und Führungspositionen übernehmen zu können, ist es oft vorteilhaft, ein abgeschlossenes Studium vorweisen zu können.

 

Was sind die Studieninhalte?

Das Studium im Gesundheitsmanagement ist interdisziplinär und handlungsorientiert angelegt und vereint die Bereiche Medizin, Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitswissenschaft. Auch Inhalte aus den Bereichen Recht und das Erwerben von Sozialkompetenzen gehören dazu. Der thematische Schwerpunkt liegt an den meisten Hochschulen auf der Gesundheitswissenschaft.

Fundierte Kenntnisse über das Gesundheitssystem, Konzepte zur Gesundheitsförderung und Prävention und psychologische Aspekte des Gesundheitsverhaltens stehen im Mittelpunkt.

Um gezielte und individuelle Strategien für einen Patienten entwickeln zu können, sind grundlegende Kenntnisse der Anatomie des Körpers, Wissen über Trainingsmethoden in verschiedenen Situationen, zum Beispiel zum Kraftaufbau oder in der Rehabilitationsphase, und das Beherrschen von Ernährungskonzepten unabdingbar.

 

Kompetenzen aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich bereiten die Studierenden auf die Übernahme von Führungsaufgaben vor und ermöglichen dienstleistungsorientiertes Handeln in ihrer täglichen Arbeit. Marketing, Service und Vertrieb spielen vor allem im Kontext des betrieblichen Gesundheitsmanagement eine wichtige Rolle. Um den für sich passenden Tätigkeitsbereich zu finden, werden im Studium verschiedene Lebenswelten, zum Beispiel die Arbeit von Kliniken, Unternehmen, aber auch Kindergärten und Schulen, vorgestellt. Direkt mit den betriebswirtschaftlichen Kompetenzen verbunden ist das Qualitätsmanagement. Maßnahmen zur Kontrolle und Erhaltung der Qualität der Gesundheitsförderung in unserem Gesundheitswesen müssen regelmäßig in vielen Kontexten durchgeführt werden.

 

Neben fachlichen Inhalten werden auch allgemeine Kompetenzen geschult, zum Beispiel das Präsentieren von Inhalten und eine strukturierte Arbeitsplanung. Absolventen des Studiengangs Gesundheitsmanagement sind in der Lage, Projekte in der Gesundheitsförderung selbstständig zu planen und ihre Qualität zu sichern. Sie können Kampagnen zu gesundheitsrelevanten Themen initiieren und die erlernten Präsentationstechniken erlauben ihnen, Vorträge zu halten. Sie kennen Instrumente der Organisation und Koordinierung von Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement und können diese ganzheitlich umsetzen.

 

Dank ihrer Kenntnis verschiedener Lebenswelten, zum Beispiel im öffentlichen, schulen und betrieblichen Bereich, können sie Akteure der Gesundheitsförderung gezielt vernetzen und so beispielsweise positiv auf die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen wirken. Schließlich erhalten sie einen genauen Überblick über das Gesundheitswesen in Deutschland und sind in der Lage, als Koordinator für die optimale Versorgung ihrer Patienten mit medizinischen und präventiven Leistungen zu sorgen.

Welche Studienformen gibt es?

Das Studium des Gesundheitsmanagement wird in unterschiedlichen Formen angeboten:

Studieninteressierte sollten sich vor Studienbeginn überlegen, welches Modell am besten zu ihrem Lerntyp und Lebensstil passt.

Als Vollzeitstudium wird der Studiengang meist in modularisierter Form im Bachelor-/Master-System angeboten. Das bedeutet, dass die Inhalte anhand verschiedener Themengebiete vermittelt werden und jedes Modul mit einer gewissen Anzahl an Punkten, den sogenannten ECTS-Punkten (European Credit Transfer System), versehen ist. Diese sind international anerkannt und vergleichbar.

 

Das Studium verlangt die Präsenz an einer Universität und wird abgesehen von kleineren Nebenbeschäftigungen in Vollzeit absolviert. Pro Semester werden in der Regel 30 ECTS-Punkte erworben. Der Bachelor umfasst Module im Umfang von 180 ECTS-Punkten und dauert 6 Semester. Der Master stellt das Aufbaustudium dar und kann nach erfolgreichem Abschluss des Bachelors absolviert werden. Er baut auf die erworbenen Kenntnisse auf und stellt eine Vertiefung und Spezialisierung dar. Er umfasst 120 ECTS und wird normalerweise binnen 4 Semestern abgeschlossen.

 

Ein duales Studium wird ebenfalls in Vollzeit absolviert, bringt aber neben theoretischen Inhalten auch schon viel Praxiserfahrung. Voraussetzung ist der Vertrag mit einem Ausbildungspartner. Das duale Konzept beinhaltet einen wöchentlichen Wechsel zwischen der theoretischen Ausbildung an der Hochschule und der praktischen Ausbildung im Betrieb. Dort können gelernte Inhalte direkt umgesetzt und vertieft werden. Das duale Studium bietet den Vorteil, dass das Praxisunternehmen in der Regel die Studiengebühren unternimmt und der Student eventuell schon Geld verdient.

 

Auch ein Fernstudium im Gesundheitsmanagement kommt in Frage. Ein großer Pluspunkt ist, dass man ortsunabhängig studieren kann. Prüfungen werden in dafür vorgesehenen Zentren abgelegt und abgesehen von Einzelterminen, die die Präsenz an der Hochschule erfordern, kann der Student seine Zeit frei einteilen und in seinem Tempo lernen. Ein Fernstudium in Vollzeit dauert wie ein Präsenzstudium 6 Semester. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, das Fernstudium anderen Beschäftigungen anzupassen und pro Semester zum Beispiel 25 oder 15 ECTS-Punkte zu erwerben.

 

Das Studium verlängert sich dann entsprechend auf 8 bzw. 12 Semester. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass man ein Fernstudium jederzeit starten kann und nicht den Beginn des Wintersemesters im Oktober abwarten muss. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass ein Fernstudium Eigenmotivation, Durchhaltevermögen und ein gewisses Organisationstalent voraussetzt. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, das Studium des Gesundheitsmanagement berufsbegleitend, zum Beispiel in Form eines Abendstudiums, zu absolvieren.

 

Der Unterschied zum Fernstudium besteht darin, dass die Studierenden das Studium neben einer anderen Beschäftigung ablegen, aber zu bestimmten Zeit, oft abends oder am Wochenende, an der Hochschule präsent sind. Das berufsbegleitende Studium richtet sich an Personen, die bereits einen Abschluss im medizinischen und gesundheitlichen Bereich haben und sich entweder weiterbilden oder neue Karrierewege mit mehr Managementaufgaben einschlagen wollen. Oft gehen sie bereits einer Tätigkeit im medizinischen Bereich nach und absolvieren das Studium nebenbei. Ein berufsbegleitendes Studium dauert zwischen 7 und 12 Semestern.

Persönliche und formale Voraussetzungen

Um ein Studium, egal ob in Voll- oder Teilzeit, als Fern- oder Präsenzstudium, aufzunehmen, ist in der Regel das Abitur oder Fachabitur Voraussetzung. An vielen Hochschulen kann man sich auch mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung oder mit einer passenden Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung einschreiben. Manche Hochschulen setzen eine berufliche Tätigkeit oder eine Ausbildung mit Bezug zum Gesundheitswesen voraus. Dazu zählen Tätigkeiten in einer Klinik, Arztpraxis, einem mobilen Pflegedienst oder anderen medizinischen Berufen. Auch eine ehrenamtliche Tätigkeit kann die Aufnahme an einer Hochschule für ein Studium im Gesundheitsmanagement begünstigen.

Wer diese formalen Voraussetzungen erfüllt und sich für einen Beruf im Gesundheitssektor interessiert, kommt für das Studium in Frage. Durchhaltevermögen und Stressresistenz sind sowohl im Studium als auch in den daran anschließenden Berufen wichtige Charaktereigenschaften. Berufe als Gesundheitsspezialist setzen eine hohe Belastbarkeit voraus und der menschliche Kontakt spielt eine große Rolle, wenn individuelle Strategien mit einem Patienten entwickelt werden.

Berufschancen nach einem Studium im Gesundheitsmanagement

Der Gesundheitsmarkt zeichnet sich durch ein starkes Wachstum aus und bietet mit einem Marktanteil von 10% ein großes Aufgabenfeld mit vielfältigen Berufsmöglichkeiten. Spezialisten im Bereich des Gesundheitsmanagement entwickeln Strategien zur Prävention und Gesundheitsförderung und nehmen aktiv Einfluss auf die Lebensqualität von Einzelpersonen und Personengruppen. Viele der in den westlichen Industrienationen verbreiteten Leiden sind auf den Lebensstil der Menschen zurückzuführen: Bewegungsmangel, schlechte Ernährung und Gewohnheiten wie das Rauchen beeinflussen die Gesundheit negativ.

Das Erkrankungsrisiko kann in diesem Fall durch Einflussnahme auf das gesundheitsschädigende Verhalten deutlich verringert werden. Der Studiengang ,,Gesundheitsmanagement“ befähigt Absolventen dazu, maßgeschneiderte Strategien in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung/ Stressbewältigung für bestimmte Personengruppen zu entwickeln. Verschiedene Strukturen und Einrichtungen, die sich mit Prävention und Gesundheitsförderung beschäftigen, kommen als Arbeitsfeld in Frage:

  • Traditionelle Einrichtungen im Gesundheitssektor: Krankenhäuser, Krankenkassen, Apotheken, Arztpraxen, Kur- und Rehakliniken, Physiotherapiepraxen
  • Pflegeeinrichtungen, Seniorenresidenzen und mobile Pflegedienste
  • Behörden, Verbände und Sportvereine
  • Arzneimittelhersteller und Hersteller von medizinischen Geräten
  • Betriebe mit eigenem Gesundheitsmanagement
  • Verwaltungen im Gesundheitswesen
  • Medizinische Einrichtungen mit Schwerpunkt auf präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung
  • Fitness- und Gesundheitsstudios
  • Lebensmittelindustrie und Ernährungsberatung
  • Verlage und Redaktionen mit Schwerpunkt auf Fitness, Gesundheit und Ernährung
  • Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, sowie Volkshochschulen und Beratungsgesellschaften
  • Hotels und Ferienanlagen mit Wellnessbereich

Es besteht für Gesundheitsexperten auch die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten und Menschen zu einem gesundheitsfördernden Ernährungs- und Lebensstil zu verhelfen, eine Berufsform dabei ist der Gesundheitsmanager. Absolventen können als Berater, Trainer oder Projektleiter Dienstleistungen im Gesundheitsbereich anbieten.

Kunden benötigen Unterstützung und Motivation bei der schrittweisen Veränderung ihres Lebensstils und zur Erstellung eines individuellen Programms, das die Bereiche Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung umfasst. Der Studiengang vermittelt Kenntnisse und Qualitäten aus dem Bereich des Managements, die für die Selbstständigkeit oder für eine Tätigkeit mit viel Verantwortung und Führungsaufgaben unverzichtbar sind.

 

 

 

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