Auf einen Blick
- Gründung
- 2015 in München
- Mitarbeiter
- nach eigenen Angaben rund 120 (Stand 2026)
- Standorte
- München (Hauptsitz)
- Zertifizierungen
- zertifizierter Datenschutz (TÜV Saarland, geprüft 10/2024)
- Zielgruppen
- Arztpraxen und MVZ, Apotheken, Krankenkassen
- Schwerpunkte
- Videosprechstunde, E-Rezept und eAU, Telemedizin für Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen
Eine Juristin, ein Arzt und ein Softwareentwickler gründeten 2015 in München die TeleClinic GmbH. Über ihre Telemedizin-Plattform werden Patientinnen und Patienten per Video, Chat oder Telefon ärztlich behandelt; die Behandlung übernehmen approbierte, in Deutschland tätige Ärztinnen und Ärzte, nach eigenen Angaben mehr als 7.000 (Stand 2026). TeleClinic selbst versteht sich als Serviceplattform und nicht als Leistungserbringer. Eigene Angebote richten sich an Ärztinnen und Ärzte, Apotheken, Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen.
Die Videosprechstunde deckt über 100 Behandlungsthemen ab und ist laut Website rund um die Uhr an allen Tagen und in 22 Sprachen erreichbar. Im Anschluss stellen die Behandelnden Kassen-, Privat- und Empfehlungsrezepte sowie elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus, für Partner aus dem Bereich digitaler Gesundheitsanwendungen auch Kurzatteste für Gesundheits-Apps. Ärztinnen und Ärzte übernehmen Patientenanfragen über ein eigenes Portal und legen ihre Verfügbarkeit auf der Plattform selbst fest. Elektronische Privatrezepte gehen an die Apotheke, die der Patient oder die Patientin auswählt, und werden dort direkt im Browser angenommen.
Ein weiterer Bereich sind Angebote für Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen. 2024 baute TeleClinic die Partnerschaften mit mehreren gesetzlichen Krankenkassen aus, seit 2025 erbringt das Unternehmen telemedizinische Leistungen im ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Partner erhalten Auswertungen zu Nutzung und Versorgungsthemen bis hin zur Messung der Versorgungsqualität; als Ökosystempartner nennt TeleClinic BITMARCK.
Nach eigenen Angaben beschäftigt TeleClinic rund 120 Mitarbeitende und zählt über 6,0 Millionen Behandlungen; mehr als 13.000 Apotheken haben bereits E-Rezepte über die Plattform empfangen (Stand 2026). Der Datenschutz der Plattform ist vom TÜV Saarland zertifiziert, zuletzt geprüft im Oktober 2024. 2016 startete die Online-Arztberatung, 2018 kamen private E-Rezepte hinzu, 2019 rechtsgültige digitale Krankschreibungen und 2023 die vollständig in die ärztliche Behandlung integrierte eAU.
Auf der Karriereseite waren im Oktober 2026 Stellen unter anderem in KI und Automatisierung, Produktmanagement, Partnermanagement und UI/UX-Design ausgeschrieben.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Videosprechstunde | Telemedizin und Videosprechstunde | Ärztliche Behandlung per Video, Chat oder Telefon zu über 100 Themen, laut Website rund um die Uhr. |
| eRezept und digitale Krankschreibung | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Kassen-, Privat- und Empfehlungsrezepte sowie eAU nach ärztlichem Ermessen im Anschluss an die Sprechstunde. |
| Rezeptempfang für Apotheken | Telemedizin und Videosprechstunde | Elektronische Privatrezepte mit qualifizierter Signatur an die gewählte Apotheke, mit Schutz vor Doppeleinlösung. |
| Plattform für Ärztinnen und Ärzte | Telemedizin und Videosprechstunde | Portal, über das approbierte Ärztinnen und Ärzte Anfragen übernehmen und ihre Verfügbarkeit selbst steuern. |
| Integrationslösungen für Krankenkassen und KVs | Telemedizin und Videosprechstunde | Digitale Sprechstunde in Kassen-Apps und Webangeboten sowie Videosysteme im Branding Kassenärztlicher Vereinigungen. |
| Telemedizin im ärztlichen Bereitschaftsdienst | Telemedizin und Videosprechstunde | Telemedizinische Leistungen im Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, gestartet im Jahr 2025. |
| Kurzatteste für Gesundheits-Apps | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | Ärztliche Kurzatteste für die Nutzung von Gesundheits-Apps als Leistung für Partner aus dem DiGA-Bereich. |
| Daten und Reporting für Partner | Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software | Auswertungen zu Nutzung, Versorgungsthemen und Versorgungsqualität für Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen. |
Häufige Fragen
Wie nehmen Apotheken Rezepte aus der Videosprechstunde an?
Nach der Auswahl durch die Patientin oder den Patienten geht das Privatrezept elektronisch und qualifiziert signiert an die Apotheke. Diese identifiziert sich per IK-Nummer und nimmt das Rezept im Browser an; ein Schutz vor Doppeleinlösung ist eingebaut.
Wie lässt sich TeleClinic in Angebote von Krankenkassen und KVs einbinden?
Laut der Seite für Partner können Krankenkassen die digitale Sprechstunde in ihre bestehenden Apps und Webangebote integrieren. Kassenärztlichen Vereinigungen stellt TeleClinic zertifizierte, webbasierte Videosysteme in deren eigenem Branding bereit.
Wie ist die Videosprechstunde technisch abgesichert?
Seit 2022 läuft die Videosprechstunde über ein externes, zertifiziertes und DSGVO-konformes Videomodul. Elektronische Privatrezepte erhalten eine qualifizierte elektronische Signatur über den Partner sproof sign; die Datenschutzzertifizierung des TÜV Saarland wurde zuletzt im Oktober 2024 geprüft.
Wer entscheidet über Rezepte und Krankschreibungen?
Ausschließlich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte nach ärztlichem Ermessen. TeleClinic versteht sich laut Website als Serviceplattform und ist selbst weder Arzt noch MVZ oder Apotheke; die Behandlung liegt bei approbierten, in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzten.