Pohl-Boskamp Digital Health GmbH

Auf einen Blick

Standorte
Dägeling
Konzern
G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Hohenlockstedt (verantwortlich für Website und Vermarktung)
Zertifizierungen
ISO 27001; Kalmeda im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet (Stand Oktober 2026, dauerhaft)
Mitgliedschaften
Förderer der Stiftung Tinnitus & Hören Charité
Zielgruppen
Arztpraxen und MVZ, Therapiepraxen
Schwerpunkte
Digitale Verhaltenstherapie bei chronischem Tinnitus

Die Pohl-Boskamp Digital Health GmbH mit Sitz in Dägeling in Schleswig-Holstein ist Herstellerin der Kalmeda Tinnitus-App. Die Anwendung setzt eine kognitive Verhaltenstherapie bei chronischem Tinnitus digital um und orientiert sich an europäischen Leitlinien. Sie ist im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet (Stand Oktober 2026, dauerhafte Aufnahme, PZN 16876740). Website und Vermarktung verantwortet die G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG aus Hohenlockstedt. Fachliche Zielgruppen sind Arztpraxen und MVZ sowie Therapiepraxen.

Nach einem Einstieg führt die App über mehrere Monate durch fünf aufeinander aufbauende Level: Aufmerksamkeitslenkung, Entspannung, Achtsamkeit, Akzeptanz und Selbstwirksamkeit. Methodische Grundlage sind das Zürcher Ressourcenmodell und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie. Wissensinhalte, eine Soundbibliothek, geführte Meditationen und Entspannungsübungen ergänzen das Programm.

Rund um die Verordnung bietet Kalmeda eine Umkreissuche nach HNO-, Hausarzt- und psychotherapeutischen Praxen, bei denen Betroffene einen Termin anfragen können, sowie einen Online-Fragebogen, mit dem sie den Schweregrad ihres Tinnitus in zwölf Fragen selbst einschätzen und den Arzttermin vorbereiten. Für Fachkreise stehen zertifizierte eCME-Fortbildungen zu DiGA bei chronischem Tinnitus und in der Hausarztpraxis bereit; sie bringen zwei bis drei Punkte und werden von Fachverlagen durchgeführt.

Zur App liegen eine randomisierte kontrollierte Studie über drei Monate, deren Ergebnisse 2023 publiziert wurden, und Langzeitdaten über insgesamt neun Monate Nutzung vor. Das Informationssicherheitsmanagement ist nach ISO 27001 zertifiziert, der Nachweis ist im Impressum hinterlegt. Kalmeda zählt außerdem zu den Förderern der Stiftung Tinnitus & Hören Charité.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Kalmeda Tinnitus-App Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) Dauerhaft gelistete DiGA mit kognitiver Verhaltenstherapie bei chronischem Tinnitus in fünf aufeinander aufbauenden Leveln.
Begleitfunktionen der App Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) Wissensinhalte, Soundbibliothek, geführte Meditationen und Entspannungsübungen als Ergänzung zum Therapieprogramm.
Arztsuche für die Verordnung Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) Umkreissuche nach HNO-, Hausarzt- und psychotherapeutischen Praxen mit Terminanfrage für die Verordnung.
Videosprechstunde über Partner Telemedizin und Videosprechstunde Vermittlung ärztlicher Videosprechstunden bei Tinnitus über TeleClinic zur Klärung einer möglichen Verordnung.
Tinnitus-Fragebogen Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) Online-Selbsteinschätzung des Tinnitus-Schweregrads mit zwölf Fragen zur Vorbereitung auf den Arzttermin.
CME-Fortbildungen für Fachkreise Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) Zertifizierte eCME-Fortbildungen mit zwei bis drei Punkten zu DiGA bei Tinnitus und in der Hausarztpraxis.

Häufige Fragen

Wer kann Kalmeda verordnen?

Verordnen können HNO-Ärztinnen und HNO-Ärzte, Hausarztpraxen sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Die Verordnung erfolgt mit der PZN 16876740 zulasten der gesetzlichen Krankenkassen und ist laut Website budgetneutral.

Welche Studiendaten liegen vor?

Eine prospektive randomisierte kontrollierte Studie mit 187 Patienten über drei Monate, publiziert 2023, sowie eine Langzeitbeobachtung mit 95 Patienten über insgesamt neun Monate. Ausgewertet wurde mit validierten Fragebögen, darunter Tinnitusfragebogen, PSQ-20, PHQ-9 und SWOP-K9.

Ist eine Verordnung auch ohne Praxisbesuch möglich?

Über den Partner TeleClinic vermittelt Kalmeda eine ärztliche Videosprechstunde bei Tinnitus. In diesem Termin klären Betroffene mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob eine Verordnung der App in Frage kommt.

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