Glossar Gesundheitswesen und Gesundheitsmanagement: Fachbegriffe von A bis Z
150 Begriffe
Von der Bedarfsplanung über DRG und Leistungsgruppen bis zum betrieblichen Gesundheitsmanagement: Dieses Glossar erklärt Begriffe aus Gesundheitssystem, Krankenhaus- und Praxismanagement, Pflege, Qualität und Studium. Jeder Eintrag nennt die Definition, die Rechtsgrundlage mit Stand und die Bedeutung für die Praxis.
A
- Akkreditierung von Studiengängen Externes Qualitätssicherungsverfahren für Bachelor- und Masterstudiengänge oder hochschulinterne QM-Systeme, über das seit 2018 die Stiftung Akkreditierungsrat auf Grundlage eines Staatsvertrags der Länder und von …
- Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) Eigener Versorgungsbereich nach § 116b SGB V, in dem Vertragsärztinnen, Vertragsärzte und Krankenhäuser komplexe, seltene oder hochspezialisiert zu behandelnde Erkrankungen in interdisziplinären Teams ambulant …
- Ambulantes Operieren (AOP-Katalog) Ambulante Durchführung von Operationen, stationsersetzenden Eingriffen und Behandlungen nach § 115b SGB V; der AOP-Katalog von GKV-Spitzenverband, DKG und KBV legt fest, welche Leistungen …
- Anrechnung beruflicher Kompetenzen Ersatz von Studien- und Prüfungsleistungen durch Kenntnisse und Fähigkeiten aus Berufsausbildung, Fortbildung oder Berufspraxis; nach dem KMK-Beschluss vom 28. Juni 2002 nur bei Gleichwertigkeit …
- Arbeitsfähigkeit (Work Ability Index) Fähigkeit eines Menschen, die Anforderungen seiner Arbeit mit seinen körperlichen und psychischen Ressourcen zu bewältigen; sie entsteht im Zusammenspiel von Person und Arbeit und …
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) Bundesgesetz von 1996, das in allen Tätigkeitsbereichen verpflichtet, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern, mit Gefährdungsbeurteilung, …
B
- Balanced Scorecard Steuerungskonzept, das Vision und Strategie einer Organisation in Ziele und Kennzahlen aus mehreren Perspektiven übersetzt und finanzielle mit nicht finanziellen Größen verbindet; im Gesundheitswesen …
- Bedarfsplanung Steuerungsinstrument der vertragsärztlichen Versorgung: Kassenärztliche Vereinigungen stellen nach § 99 SGB V und der Bedarfsplanungs-Richtlinie des G-BA Bedarfspläne auf, aus denen sich Versorgungsgrade, Zulassungssperren …
- Behandlungspfad (Clinical Pathway) Einrichtungsintern festgelegter, interdisziplinärer Ablaufplan für eine bestimmte Diagnose oder Behandlung, der Schritte, Zuständigkeiten und Zeitpunkte vom Aufnahme- bis zum Entlasstag beschreibt und Leitlinienwissen in …
- Benchmarking im Krankenhaus Systematischer, wiederkehrender Vergleich eigener Kennzahlen zu Kosten, Leistungen, Prozessen und Qualität mit anderen Krankenhäusern oder Referenzwerten, um Abweichungen zu erkennen und Verbesserungen abzuleiten; gestützt …
- Beschwerdemanagement Geregelter Umgang einer Gesundheitseinrichtung mit Beschwerden von Patientinnen und Patienten, von Annahme und Bearbeitung über die Rückmeldung bis zur Auswertung; für Krankenhäuser nach § …
- Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) Leistung der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20b SGB V, mit der sie in Betrieben gesundheitsförderliche Strukturen aufbauen: Gemeinsam mit Beschäftigten, Leitung, Betriebsärztinnen, Betriebsärzten und …
- Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) Klärungsverfahren nach § 167 Abs. 2 SGB IX: Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig, klärt die Arbeitgeberseite mit der Interessenvertretung …
- Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) Systematische Steuerung aller betrieblichen Aktivitäten zur Gesundheit der Beschäftigten, die den verpflichtenden Arbeitsschutz, das gesetzlich vorgeschriebene Eingliederungsmanagement und freiwillige Gesundheitsförderung in einem gemeinsamen Managementprozess …
- Bewertungsrelation (Relativgewicht) Bundeseinheitliche Kennzahl, die den durchschnittlichen Aufwand einer DRG im Verhältnis zu einer Bezugsleistung ausdrückt. Multipliziert mit dem Landesbasisfallwert ergibt sie den Preis der Fallpauschale; …
- Bologna-Prozess Zwischenstaatlicher Prozess, der seit der Bologna-Erklärung von 1999 einen Europäischen Hochschulraum mit gestuften Abschlüssen, ECTS-Leistungspunkten, gemeinsamer Qualitätssicherung und erleichterter Anerkennung aufbaut; ihm gehören 49 …
- Budgetierung (morbiditätsbedingte Gesamtvergütung) Begrenzung der vertragsärztlichen Vergütung durch die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung nach § 87a SGB V: Die Krankenkassen zahlen jeder Kassenärztlichen Vereinigung einen vorab vereinbarten Betrag für …
- Budgetverhandlung (Erlösbudget) Jährliche Verhandlung zwischen Krankenhausträger und Krankenkassen über Budgets und Entgelte eines einzelnen Hauses für einen künftigen Zeitraum, mit dem Erlösbudget aus Fallpauschalen und Zusatzentgelten …
C
- Case Management Methode der Einzelfallsteuerung, bei der eine verantwortliche Stelle den Bedarf einer Person erhebt, einen Versorgungsplan erstellt, Leistungen verschiedener Träger koordiniert, die Umsetzung überwacht und …
- Case Mix Index (CMI) Kennzahl des DRG-Systems für die durchschnittliche ökonomische Fallschwere: Case Mix, also die Summe der effektiven Bewertungsrelationen aller Fälle, geteilt durch die Fallzahl eines Krankenhauses, …
- Critical Incident Reporting System (CIRS) Berichts- und Lernsystem, in dem Beschäftigte kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden freiwillig, anonym und sanktionsfrei melden; nach § 136a Abs. 3 SGB V und der …
D
- Datenschutz im Gesundheitswesen Gesamtheit der Regeln, nach denen Krankenhäuser, Praxen, Pflegeeinrichtungen, Kassen und Forschende Gesundheits- und Sozialdaten verarbeiten dürfen; sie stützt sich auf DSGVO, BDSG, Sozialgeheimnis nach …
- Deckungsbeitragsrechnung Teilkostenrechnung, die von den Erlösen eines Bezugsobjekts die ihm zurechenbaren oder variablen Kosten abzieht; der verbleibende Deckungsbeitrag zeigt, was ein Fall, eine Leistung oder …
- Deutsche Kodierrichtlinien (DKR) Jährlich vereinbartes Regelwerk von DKG, GKV-Spitzenverband und PKV-Verband mit dem InEK, das die einheitliche Verschlüsselung von Diagnosen nach ICD-10-GM und Prozeduren nach OPS bei …
- Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) Medizinprodukte niedriger oder höherer Risikoklasse mit digitaler Hauptfunktion, die nach Aufnahme in das Verzeichnis des BfArM zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet oder genehmigt werden …
- DIN EN 15224 Europäische Norm mit Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme in der Gesundheitsversorgung; sie überträgt die EN ISO 9001:2015 auf Gesundheitseinrichtungen, beschreibt elf grundlegende Qualitätsaspekte und ist Grundlage …
- DIN EN ISO 9001 Internationale, branchenübergreifende Norm mit Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme, in Deutschland als DIN EN ISO 9001:2015 übernommen; im Gesundheitswesen eine freiwillige Grundlage, um das gesetzlich verlangte …
- Disease-Management-Programme (DMP) Strukturierte Behandlungsprogramme der gesetzlichen Krankenversicherung für chronisch Kranke nach §§ 137f und 137g SGB V: Der G-BA legt Krankheiten und Anforderungen fest, das Bundesamt …
- DRG-System (aG-DRG) Pauschalierendes Vergütungssystem für allgemeine Krankenhausleistungen nach § 17b KHG: Jeder Fall wird genau einer Fallgruppe mit bundeseinheitlicher Bewertungsrelation zugeordnet; seit 2020 ohne Pflegepersonalkosten der …
- Duale Krankenhausfinanzierung Finanzierungsprinzip nach § 4 KHG: Die Länder fördern die Investitionskosten der Plankrankenhäuser, die Kostenträger finanzieren die Betriebskosten über leistungsbezogene Entgelte wie Fallpauschalen und Pflegeentgelte.
- Duales Krankenversicherungssystem Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung in Deutschland: Die GKV finanziert sich über einkommensabhängige Beiträge mit Familienversicherung, die PKV über risikobezogene Prämien mit Alterungsrückstellungen.
E
- E-Rezept Elektronisch ausgestellte, signierte und über die Telematikinfrastruktur übermittelte vertragsärztliche Verordnung; § 360 SGB V regelt Pflichten und Stichtage für Arzneimittel, DiGA, häusliche Krankenpflege, Heil- …
- ECTS (Leistungspunkte) Europäisches Leistungspunktesystem für Studiengänge, in dem jedem Modul nach dem studentischen Arbeitsaufwand Punkte zugeordnet werden; ein Punkt entspricht in Deutschland 25 bis höchstens 30 …
- Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM) Verzeichnis der abrechnungsfähigen vertragsärztlichen Leistungen mit ihrem in Punkten ausgedrückten Wertverhältnis; der Bewertungsausschuss aus KBV und GKV-Spitzenverband legt ihn nach § 87 SGB V …
- Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) Digitales Verfahren, bei dem Vertragsärztinnen und Vertragsärzte festgestellte Arbeitsunfähigkeiten über die Telematikinfrastruktur an die Krankenkasse melden und Arbeitgeber die Daten dort elektronisch abrufen; Grundlage …
- Elektronische Gesundheitskarte (eGK) Chipkarte, die jede Krankenkasse nach § 291 SGB V ausgibt; sie dient als Versicherungsnachweis und Abrechnungsmittel, ermöglicht Authentifizierung und Verschlüsselung in der Telematikinfrastruktur und …
- Elektronische Patientenakte (ePA) Versichertengeführte elektronische Akte, die Krankenkassen seit dem 15. Januar 2025 allen gesetzlich Versicherten ohne Widerspruch bereitstellen; Praxen und Krankenhäuser müssen sie mit Befunden, Arztbriefen …
- Employee Assistance Program (EAP) Vertrauliches Beratungsangebot, das ein Unternehmen seinen Beschäftigten über einen externen Dienstleister bereitstellt; es dient als erste, meist telefonische Anlaufstelle, etwa bei beginnenden psychischen Beschwerden, …
- Entlassmanagement Teil der Krankenhausbehandlung nach § 39 Abs. 1a SGB V, der den Übergang in die Anschlussversorgung organisiert: Bedarfserhebung, Entlassplan, Überbrückungsverordnungen für bis zu sieben …
- Erlösmanagement Gesamtheit der Aufgaben, mit denen ein Krankenhaus Erlöse plant, vollständig abrechnet, gegen Prüfungen absichert und dem vereinbarten Budget gegenüberstellt. Es reicht von der Leistungsplanung …
- Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS) EU-Rahmen nach Verordnung (EU) 2025/327 für den Zugang zu eigenen elektronischen Gesundheitsdaten, ihren grenzüberschreitenden Austausch in der Versorgung (Primärnutzung) und ihre Weiternutzung für Forschung, …
- Expertenstandards in der Pflege Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zu einzelnen pflegerischen Themen wie Dekubitusprophylaxe oder Schmerzmanagement; die frühere gesetzliche Grundlage in § 113a SGB XI ist weggefallen, die Standards …
F
- Fallpauschale Festes Entgelt je Behandlungsfall nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 KHEntgG, berechnet aus der effektiven Bewertungsrelation der zugeordneten DRG und dem Landesbasisfallwert, unabhängig …
- Fernstudium Studienform, bei der Lehrende und Studierende überwiegend räumlich getrennt arbeiten und das Lernen auf angeleitetem Selbststudium mit wenigen Präsenzphasen beruht; rechtlich sind Hochschulrecht der …
- Frühe Nutzenbewertung (AMNOG) Verfahren nach § 35a SGB V, in dem der G-BA den Zusatznutzen neuer Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bewertet; das Ergebnis …
G
- Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) Rechtsverordnung der Bundesregierung nach § 11 Bundesärzteordnung, nach der Ärztinnen und Ärzte privatärztliche Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen; sie legt Leistungen, Punktzahlen und …
- Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung Teil der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG, in dem Betriebe Gefährdungen aus Arbeitsinhalt, Organisation, Arbeitszeit, sozialen Beziehungen und Arbeitsumgebung ermitteln, bewerten und daraus Gestaltungsmaßnahmen …
- gematik Gesellschaft für Telematik nach §§ 306, 310 und 311 SGB V, die im Auftrag von Bund und Selbstverwaltung die Telematikinfrastruktur spezifiziert, Komponenten und Dienste …
- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) Rechtsfähiges Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung nach § 91 SGB V, getragen von KBV, KZBV, DKG und GKV-Spitzenverband; seine Richtlinien legen fest, welche Leistungen die …
- Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Zweig der Sozialversicherung nach dem SGB V, in dem Krankenkassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts die Gesundheitsversorgung ihrer Versicherten einkommensabhängig und solidarisch finanzieren; am …
- Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Zweig der Sozialversicherung nach dem SGB VII, der Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten verhüten, nach einem Versicherungsfall die Gesundheit wiederherstellen und Folgen entschädigen soll; Träger …
- Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) Bundesgesetz vom 22. März 2024, das die Weiterverarbeitung von Gesundheitsdaten für Forschung, Qualitätssicherung und weitere Gemeinwohlzwecke regelt, eine Datenzugangs- und Koordinierungsstelle beim BfArM vorsieht …
- Gesundheitsfonds Sondervermögen nach § 271 SGB V, das das Bundesamt für Soziale Sicherung seit dem 1. Januar 2009 verwaltet; es sammelt Beiträge und Bundesmittel der …
- Gesundheitsökonomie Wirtschaftswissenschaftliche Disziplin, die Angebot, Nachfrage, Finanzierung und Effizienz von Gesundheitsleistungen untersucht und mit Methoden wie der Kosten-Nutzen-Bewertung Entscheidungen über knappe Mittel im Gesundheitswesen vorbereitet.
- Gesundheitszirkel Moderierte Kleingruppe von Beschäftigten, die arbeitsbedingte Belastungen im eigenen Bereich benennt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet; ein beteiligungsorientiertes Verfahren der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20b SGB …
- GKV-Spitzenverband Spitzenverband Bund der Krankenkassen nach § 217a SGB V und zugleich der Pflegekassen; Körperschaft des öffentlichen Rechts, in der alle gesetzlichen Krankenkassen Mitglied sind …
- Grenzverweildauer (Verweildauer) Je DRG im Fallpauschalen-Katalog festgelegte Unter- und Obergrenze der Verweildauer. Innerhalb des Korridors gilt die Fallpauschale unverändert, darunter fällt ein Abschlag an, darüber ein …
H
- Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) Besondere hausärztliche Versorgung nach § 73b SGB V, die jede Krankenkasse anbieten muss: Versicherte binden sich freiwillig an eine gewählte Hausarztpraxis als erste Anlaufstelle, …
- HL7 FHIR Internationaler Standard für den Austausch von Gesundheitsdaten, der Informationen in standardisierte Bausteine (Ressourcen) zerlegt und über Web-Schnittstellen bereitstellt; in Deutschland Grundlage etwa für den …
- Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte Zulassung zum Studium ohne Abitur oder Fachhochschulreife: Meister- und gleichgestellte Fortbildungsabschlüsse eröffnen nach dem KMK-Beschluss vom 6. März 2009 alle Fächer, eine Berufsausbildung mit …
- Hybrid-DRG (sektorengleiche Vergütung) Fallpauschale nach § 115f SGB V, mit der ausgewählte Eingriffe gleich vergütet werden, ob sie ambulant oder stationär mit Übernachtung erbracht werden; abrechnen dürfen …
I
- ICD-10-GM Amtliche deutsche Fassung der Internationalen Klassifikation der Krankheiten in der 10. Revision, herausgegeben vom BfArM. Mit ihr verschlüsseln Praxen und Krankenhäuser Diagnosen für Abrechnung, …
- InEK-Kalkulation (Kalkulationshandbuch) Jährliche Kostenerhebung des InEK in einer Stichprobe von Krankenhäusern, die fallbezogene Ist-Kosten nach einheitlichem Kalkulationshandbuch ermittelt. Aus diesen Daten entstehen die bundeseinheitlichen Bewertungsrelationen der …
- Innovationsfonds Beim Bundesamt für Soziale Sicherung verwaltete Fördermittel, mit denen der Innovationsausschuss beim G-BA neue Versorgungsformen und Versorgungsforschung in der GKV finanziert; Rechtsgrundlage sind §§ …
- Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) Von den Selbstverwaltungspartnern beauftragte GmbH, die nach § 17b KHG das DRG-System kalkuliert und weiterentwickelt, die Datenstelle nach § 21 KHEntgG führt und seit …
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Fachlich unabhängiges wissenschaftliches Institut nach § 139a SGB V, das im Auftrag des G-BA oder des BMG Nutzen und Kosten medizinischer Leistungen nach Standards …
- Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) Fachlich unabhängiges wissenschaftliches Institut nach § 137a SGB V, das im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses Qualitätsindikatoren und QS-Verfahren entwickelt, an deren Durchführung mitwirkt und …
- Integrierte Versorgung (besondere Versorgung) Versorgung auf Grundlage eines Einzelvertrags nach § 140a SGB V, in dem eine Krankenkasse mit Leistungserbringern eine sektoren- oder fachübergreifende Behandlung vereinbart, die vom …
- Interoperabilität Fähigkeit von IT-Systemen im Gesundheitswesen, Daten technisch, syntaktisch und semantisch so auszutauschen, dass das empfangende System sie ohne Nacharbeit verarbeitet; das SGB V sichert …
- IT-Sicherheit im Krankenhaus Organisatorische und technische Vorkehrungen, mit denen Krankenhäuser Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit ihrer IT-Systeme schützen; Pflicht für alle Häuser nach § 391 SGB V, für …
K
- Kassenärztliche Vereinigung (KV) Körperschaft des öffentlichen Rechts, in der die Vertragsärztinnen, Vertragsärzte, Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten eines Landes organisiert sind; sie stellt die ambulante Versorgung der GKV-Versicherten sicher, …
- KI-Verordnung im Gesundheitswesen Anwendung der europäischen Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz auf Medizin, Pflege und Gesundheitsverwaltung; sie stuft KI in Medizinprodukten mit Konformitätsbewertung durch Dritte als …
- Klinisches Risikomanagement Systematisches Erkennen, Bewerten, Bewältigen und Überwachen von Risiken in der Patientenversorgung; nach der QM-RL Führungsaufgabe der Krankenhausleitung und verbindlicher Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements auf …
- Kommunikation im Medizinwesen (KIM) Sicherer E-Mail-Dienst der Telematikinfrastruktur, über den Praxen, Krankenhäuser, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Krankenkassen Arztbriefe, Befunde und Bescheinigungen verschlüsselt und signiert austauschen; Grundlage ist das von …
- Konsekutiver und weiterbildender Master Die zwei Profile von Masterstudiengängen nach der Musterrechtsverordnung der KMK: Der konsekutive Master vertieft, verbreitert oder ergänzt ein vorangegangenes Studium, der weiterbildende setzt in …
- Kostenstellenrechnung Teil der Kosten- und Leistungsrechnung, der Kosten nach dem Ort ihrer Entstehung erfasst. Krankenhäuser gliedern ihre Kostenstellen nach § 8 KHBV mindestens entlang des …
- Kostenträgerrechnung Stufe der Kosten- und Leistungsrechnung, die Kosten den erbrachten Leistungen zurechnet, im DRG-Krankenhaus dem einzelnen Behandlungsfall. Sie zeigt, was ein Fall kostet, und erlaubt …
- Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) Bundesverordnung, die Rechnungs- und Buchführungspflichten von Krankenhäusern unabhängig von Rechtsform und Kaufmannseigenschaft regelt: doppelte Buchführung nach eigenem Kontenrahmen, Gliederung des Jahresabschlusses und Kosten- und …
- Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) Bundesgesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser. Es trennt die öffentliche Investitionsförderung von der Finanzierung laufender Kosten über Pflegesätze und setzt den Rahmen für Krankenhausplanung, …
- Krankenhausinformationssystem (KIS) Zentrales Primärsystem eines Krankenhauses, das Aufnahme, Dokumentation, Leistungsanforderung, Kodierung und Abrechnung verbindet; das SGB V verlangt darin offene, standardisierte Schnittstellen und von zugelassenen Krankenhäusern …
- Krankenhausplan (Krankenhausplanung) Steuerung des stationären Angebots durch die Länder: Der Krankenhausplan legt fest, welche Häuser an welchen Standorten versorgen. Die Aufnahme entscheidet über Investitionsförderung und Kassenzulassung, …
- Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) Artikelgesetz vom 5. Dezember 2024 zur Krankenhausreform: Es führt bundeseinheitliche Leistungsgruppen mit Qualitätskriterien, ein Vorhaltebudget und einen Transformationsfonds für 2026 bis 2035 ein; das …
- Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) Gesetz, mit dem der Krankenhauszukunftsfonds nach § 14a KHG beim Bundesamt für Soziale Sicherung geschaffen wurde; er fördert Digitalisierung, Notaufnahmen und Informationssicherheit, und Kliniken …
- KTQ-Zertifizierung Freiwilliges Zertifizierungsverfahren der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ), mit dem Krankenhäuser und andere Einrichtungen ihr Qualitätsmanagement anhand eines eigenen Kriterienkatalogs bewerten …
L
- Landesbasisfallwert Landesweit einheitlicher Preis für eine Bewertungsrelation von 1,0. Multipliziert mit der effektiven Bewertungsrelation ergibt er die Fallpauschale; die Vertragsparteien auf Landesebene vereinbaren ihn jährlich …
- Leistungsgruppen Bundeseinheitlich definierte Bündel stationärer Leistungen mit Mindestanforderungen an Ausstattung, Personal und Struktur. Die Länder weisen sie Krankenhausstandorten zu; ab 2028 sind sie auch Bezugsgröße …
- Leistungskatalog der GKV Gesamtheit der Leistungen, auf die gesetzlich Versicherte Anspruch haben; festgelegt in §§ 11 und 27 SGB V und konkretisiert durch Richtlinien des G-BA nach …
- Leistungsplanung (Leistungsportfolio) Festlegung, welche Leistungen ein Krankenhaus an welchen Standorten in welcher Menge erbringen will. Seit der Krankenhausreform richtet sie sich an zugewiesenen Leistungsgruppen, deren Qualitätskriterien …
- Leitfaden Prävention Vom GKV-Spitzenverband nach § 20 Abs. 2 SGB V festgelegtes Regelwerk mit einheitlichen Handlungsfeldern und Qualitätskriterien für Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen der Krankenkassen; Maßnahmen, die …
M
- Master of Business Administration (MBA) Mastergrad für weiterbildende, managementorientierte Studiengänge, der nach der Musterrechtsverordnung der KMK von Standardbezeichnungen wie M.A. oder M.Sc. abweichen darf; er setzt in der Regel …
- MD-Prüfung (Krankenhausabrechnungsprüfung) Begutachtung einzelner Krankenhausrechnungen durch den Medizinischen Dienst im Auftrag einer Krankenkasse. Umfang und Ablauf regeln § 275c SGB V mit quartalsbezogener Prüfquote und § …
- Medizincontrolling Funktion im Krankenhaus, die Dokumentation, Kodierung und Abrechnung medizinischer Leistungen steuert und prüft. Sie sichert regelgerechte Verschlüsselung, die Datenübermittlung nach § 301 SGB V …
- Medizinischer Dienst (MD) Sozialmedizinischer und pflegefachlicher Begutachtungsdienst der Kranken- und Pflegeversicherung; in jedem Land als Körperschaft des öffentlichen Rechts nach § 278 SGB V errichtet, prüft er …
- Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Ärztlich geleitete Einrichtung der vertragsärztlichen Versorgung nach § 95 SGB V, in der Ärztinnen und Ärzte angestellt oder mit eigener Zulassung tätig sind; gründen …
- Mindestmengen Jährliche Mindestfallzahlen für planbare Krankenhausleistungen, bei denen das Behandlungsergebnis von der Leistungsmenge abhängt; der G-BA legt sie nach § 136b SGB V fest, und …
- Mitbestimmung im Gesundheitsschutz Beteiligungsrechte von Betriebs- und Personalräten bei Regelungen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten und zum Gesundheitsschutz, vor allem nach § 87 Abs. 1 Nr. …
- Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) Finanzausgleich zwischen den gesetzlichen Krankenkassen nach § 266 SGB V: Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds richten sich nach Alter, Geschlecht, Morbidität, regionalen Merkmalen und Krankengeldanspruch …
N
- Nachbesetzungsverfahren Verfahren nach § 103 Abs. 3a und 4 SGB V, in dem der Zulassungsausschuss entscheidet, ob ein Vertragsarztsitz in einem gesperrten Planungsbereich weitergeführt wird, …
- Notfallstufen (gestuftes System von Notfallstrukturen) Vom G-BA nach § 136c Abs. 4 SGB V festgelegte Stufen der stationären Notfallversorgung mit Mindestvorgaben zu Fachabteilungen, Personal und Verfügbarkeit. An die Einstufung …
- NUB-Entgelte (Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden) Befristete, krankenhausindividuell vereinbarte Entgelte für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die über Fallpauschalen und Zusatzentgelte noch nicht sachgerecht vergütet werden. Voraussetzung ist eine Anfrage beim …
O
- Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) Amtliche Klassifikation des BfArM zur Verschlüsselung von Operationen, Prozeduren und allgemein medizinischen Maßnahmen. Krankenhäuser und ambulant operierende Vertragsarztpraxen nutzen den OPS nach §§ 301 …
P
- Patientensicherheit Abwesenheit unerwünschter, schädlicher Ereignisse in der Versorgung; im SGB V über Mindeststandards für Risiko- und Fehlermanagement, Qualitätsmanagement und Berichtspflichten verankert und für Einrichtungen eine …
- PDCA-Zyklus Vierstufiger Regelkreis aus Planen, Umsetzen, Überprüfen und Anpassen, mit dem Einrichtungen ihre Qualitätsziele schrittweise verfolgen; die QM-Richtlinie des G-BA nennt ihn als methodisches Prinzip …
- Personalbemessung in Pflegeeinrichtungen (PeBeM) Bundeseinheitliches Verfahren zur Bemessung des Pflegepersonals in vollstationären Pflegeeinrichtungen: § 113c SGB XI legt seit 1. Juli 2023 Personalanhaltswerte je Pflegegrad für Hilfs-, Assistenz- …
- Pflegebedürftigkeitsbegriff Gesetzliche Definition in § 14 SGB XI: pflegebedürftig ist, wer gesundheitlich bedingt in Selbstständigkeit oder Fähigkeiten beeinträchtigt ist, dauerhaft Hilfe braucht und in sechs …
- Pflegeberufegesetz (PflBG) Bundesgesetz über die Pflegeberufe: regelt die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, die generalistische Ausbildung, das primärqualifizierende Pflegestudium, vorbehaltene Aufgaben und seit …
- Pflegebudget Krankenhausindividuelles, zweckgebundenes Budget für die Pflegepersonalkosten der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen. Es ist seit 2020 aus den Fallpauschalen ausgegliedert, wird nach § 6a …
- Pflegegrade Fünf Stufen der sozialen Pflegeversicherung, die nach § 15 SGB XI die Schwere der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit abbilden; ermittelt über ein Begutachtungsinstrument mit sechs …
- Pflegekammer Berufsständische Körperschaft des öffentlichen Rechts für Pflegefachpersonen, die ein Land per Gesetz errichtet; sie sieht Pflichtmitgliedschaft vor und übernimmt Berufsvertretung, Berufsförderung und Berufsaufsicht. Im …
- Pflegepersonaluntergrenzen (PpUGV) Schichtbezogene Mindestbesetzung mit Pflegepersonal in pflegesensitiven Krankenhausbereichen, ausgedrückt als Höchstzahl von Patientinnen und Patienten je Pflegekraft; Grundlage sind § 137i SGB V und die …
- Pflegesatz Entgelt einer teil- oder vollstationären Pflegeeinrichtung für allgemeine Pflegeleistungen, Betreuung und medizinische Behandlungspflege nach § 84 SGB XI; nach Pflegegraden gestaffelt, ohne Unterkunft, Verpflegung …
- Pflegesatzverfahren (Pflegesatzvereinbarung) Verfahren nach §§ 85 und 86 SGB XI, in dem der Träger eines zugelassenen Pflegeheims mit Pflegekassen und Sozialhilfeträgern Art, Höhe und Laufzeit der …
- Pflegestützpunkt Wohnortnahe Beratungsstelle nach § 7c SGB XI, die Pflege- und Krankenkassen auf Bestimmung eines Landes gemeinsam mit weiteren Trägern einrichten, um Auskunft, Pflegeberatung und …
- PPR 2.0 (Pflegepersonalbemessung im Krankenhaus) Pflegepersonalregelung 2.0: Instrument zur Ermittlung des Soll-Pflegepersonalbedarfs auf Normalstationen für Erwachsene, von Juli 2024 bis Juli 2026 per Pflegepersonalbemessungsverordnung verpflichtend; das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vom 24. …
- Präventionsgesetz (PrävG) Artikelgesetz vom 17. Juli 2015, das Gesundheitsförderung und Prävention der Sozialversicherung neu ordnete: Kassenleistungen in Lebenswelten und Betrieben, eine Nationale Präventionsstrategie mit Präventionskonferenz und …
- Praxisnetz Regionaler, vertraglich geregelter Zusammenschluss eigenständiger vertragsärztlicher und psychotherapeutischer Praxen mehrerer Fachgruppen; nach Anerkennung durch die Kassenärztliche Vereinigung gemäß § 87b SGB V kann es …
- Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention Einteilung vorbeugender Maßnahmen nach dem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf: Primärprävention vor Krankheitsbeginn, Sekundärprävention im Frühstadium, etwa durch Früherkennung, und Tertiärprävention nach Manifestation, um Folgen und …
- Private Krankenversicherung (PKV) Krankenversicherung bei privaten Versicherungsunternehmen auf Vertragsbasis; als substitutive Vollversicherung ersetzt sie den gesetzlichen Schutz, wird nach § 146 VAG nach Art der Lebensversicherung mit …
- Public Health Fachgebiet aus Wissenschaft und Praxis, das durch organisierte Anstrengungen der Gesellschaft Krankheiten verhüten, das Leben verlängern und Gesundheit fördern soll und dabei die Gesundheit …
Q
- QS-Verfahren (datengestützte einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung) Verpflichtende, datengestützte Verfahren der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung nach § 136 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V und DeQS-RL, in denen Indikatorergebnisse von Krankenhäusern …
- Qualitätsbericht der Krankenhäuser Jährlicher, standortbezogener Pflichtbericht jedes nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhauses über Struktur-, Leistungs- und Qualitätsdaten; Inhalt, Umfang und Datenformat legt der G-BA nach …
- Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen Systematische und fortlaufende Gestaltung von Organisation, Abläufen und Ergebnissen in Praxen, MVZ, Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen; nach § 135a Abs. 2 Nr. 2 …
- Qualitätsmanagement-Richtlinie (QM-RL) Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 136 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V, die sektorenübergreifend die grundsätzlichen Anforderungen an das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement …
- Qualitätsprüfung in der Pflege Externe Prüfung zugelassener Pflegeeinrichtungen nach §§ 114 bis 114c SGB XI durch den Medizinischen Dienst oder den PKV-Prüfdienst im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen, …
S
- Sachleistungsprinzip Grundsatz der GKV nach § 2 Abs. 2 SGB V: Versicherte erhalten Leistungen als Sach- und Dienstleistung ohne Vorleistung, die Kasse vergütet die Leistungserbringer …
- Sektorenübergreifende Versorgung Sammelbegriff für Versorgungsformen und Vergütungsregeln, die ambulante und stationäre Leistungen über die Grenze zwischen Praxis und Krankenhaus hinweg verbinden, etwa ambulantes Operieren, Hybrid-DRG, ASV …
- Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung Krankenhausstandort, den die Landesbehörde nach § 6c KHG eigens bestimmt hat und der vereinbarte stationäre Leistungen der Inneren Medizin und Geriatrie mit ambulanten Leistungen …
- Selbstverwaltung im Gesundheitswesen Organisationsprinzip, nach dem Sozialversicherungsträger sowie Verbände von Krankenkassen und Leistungserbringern ihre Aufgaben innerhalb eines gesetzlichen Rahmens in eigener Verantwortung erfüllen; Grundlage sind § 29 …
- Selektivvertrag Vertrag, den eine Krankenkasse unmittelbar mit ausgewählten Leistungserbringern oder deren Gemeinschaften schließt, statt die Versorgung über den Kollektivvertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung zu regeln; …
- Sicherstellungsauftrag Gesetzliche Pflicht der Kassenärztlichen Vereinigungen und Bundesvereinigungen nach § 75 SGB V, die vertragsärztliche Versorgung einschließlich Terminvermittlung und Notdienst zu gewährleisten und gegenüber den …
- Solidarprinzip Grundsatz der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 1 SGB V: Beiträge richten sich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, Leistungen nach dem medizinischen Bedarf; Familienangehörige sind unter …
- Soziale Pflegeversicherung (SGB XI) Eigenständiger Zweig der Sozialversicherung nach dem SGB XI, der das Risiko der Pflegebedürftigkeit als Teilleistungssystem absichert; Träger sind die Pflegekassen bei den Krankenkassen, versichert …
- Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) Fünftes Buch des Sozialgesetzbuchs, das seit dem 1. Januar 1989 die gesetzliche Krankenversicherung regelt: versicherter Personenkreis, Leistungen, Beziehungen zu Leistungserbringern, Organisation und Finanzierung der …
- STOP-Prinzip (Rangfolge der Schutzmaßnahmen) Rangfolge für die Auswahl von Schutzmaßnahmen im Arbeitsschutz: Substitution vor technischen, organisatorischen und zuletzt persönlichen Maßnahmen; abgeleitet aus § 4 ArbSchG, konkretisiert in § …
- Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität Dreiteilige Betrachtung der Versorgungsqualität nach den Voraussetzungen einer Leistung (Struktur), ihrer Erbringung (Prozess) und ihrem Resultat (Ergebnis); das SGB V nutzt die Begriffe für …
- Strukturprüfung Prüfung des Medizinischen Dienstes, ob ein Krankenhausstandort die im OPS festgelegten Strukturmerkmale für bestimmte Komplexbehandlungen erfüllt; die Bescheinigung ist Voraussetzung, um diese Leistungen zu …
T
- Tarifbindung in der Pflege (Tariftreue) Zulassungsvoraussetzung nach § 72 Abs. 3a und 3b SGB XI: Pflegeeinrichtungen erhalten seit 1. September 2022 nur dann einen Versorgungsvertrag, wenn sie Pflege- und …
- Telematikinfrastruktur (TI) Gesetzlich vorgeschriebene, interoperable Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur nach § 306 SGB V, über die Praxen, Krankenhäuser, Apotheken, Pflege, Kassen und Versicherte Anwendungen wie ePA, …
- Telemedizin Medizinische Beratung, Diagnostik und Behandlung über räumliche Distanz mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik, etwa als Videosprechstunde, Telekonsil oder Telemonitoring; geregelt im Berufsrecht (§ 7 …
- Transformationsfonds Förderinstrument beim Bundesamt für Soziale Sicherung nach § 12b KHG, aus dem 2026 bis 2035 Vorhaben der Länder an zugelassenen Krankenhäusern finanziert werden, die …
V
- Verhaltens- und Verhältnisprävention Begriffspaar für zwei Ansatzpunkte der Prävention: Verhaltensprävention richtet sich an das gesundheitsbezogene Handeln einzelner Menschen, Verhältnisprävention gestaltet Arbeits- und Lebensbedingungen. Im Arbeitsschutz haben verhältnisbezogene …
- Versorgungsforschung Wissenschaftliches Feld, das untersucht, wie Gesundheitsleistungen unter Alltagsbedingungen bei Versicherten ankommen, welche Strukturen, Prozesse und Kosten dabei entstehen und welche Ergebnisse die Versorgung erzielt.
- Versorgungsmanagement Gesetzlicher Anspruch der GKV-Versicherten nach § 11 Abs. 4 SGB V auf Unterstützung beim Wechsel zwischen Versorgungsbereichen, etwa von der Klinik in Reha, Pflege …
- Vorhaltevergütung (Vorhaltebudget) Fallzahlunabhängiger Vergütungsteil für die Bereitstellung von Personal, Räumen und Technik je Leistungsgruppe. Ab 1. Januar 2028 erhalten Krankenhäuser dafür ein Vorhaltebudget nach § 6b …
W
- Wirtschaftlichkeitsgebot Grundsatz des § 12 SGB V, nach dem Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen und das Maß des Notwendigen nicht …
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- Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung Entscheidung des Zulassungsausschusses, mit der eine Ärztin, ein Arzt oder ein Medizinisches Versorgungszentrum an einem bestimmten Vertragsarztsitz gesetzlich Versicherte behandeln und abrechnen darf und …
- Zusatzbeitrag Kassenindividueller, einkommensabhängiger Beitragsanteil nach § 242 SGB V, den eine gesetzliche Krankenkasse per Satzung erhebt, wenn die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ihre Ausgaben und …
- Zusatzentgelte Entgelte, die ein Krankenhaus neben der DRG-Fallpauschale für bestimmte Leistungen, Leistungskomplexe oder Arzneimittel abrechnet, die die Pauschale nicht sachgerecht abbildet; bundeseinheitlich bewertet oder krankenhausindividuell …
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- § 21-Datensatz (Datenübermittlung nach KHEntgG) Jährliche Pflichtlieferung struktur- und fallbezogener Daten der Krankenhäuser im Geltungsbereich des KHEntgG an die vom InEK geführte Datenstelle. Die Daten dienen der Weiterentwicklung des …
- § 3 Nr. 34 EStG (steuerfreie Gesundheitsförderung) Steuerbefreiung für zusätzlich zum Arbeitslohn erbrachte Arbeitgeberleistungen zur Gesundheitsförderung bis 600 Euro je Beschäftigten und Kalenderjahr (Höchstbetrag seit 2020), sofern sie den Qualitäts- und …