aidminutes.org gUG (haftungsbeschränkt)

Auf einen Blick

Standorte
Hamburg
Zielgruppen
Arztpraxen und MVZ, Krankenhäuser, Öffentliche Verwaltung
Schwerpunkte
Mehrsprachige Anamnese in Rettungsdienst, Notaufnahme und Hausarztpraxis; mehrsprachige Information in der Schwangerschaft

Mehrsprachige Anamnese für Rettungsdienst, Notaufnahme und Arztpraxis sowie Informationen für die Schwangerenversorgung bietet die aidminutes.org gUG (haftungsbeschränkt) aus Hamburg in Form mehrerer Apps an. Als gemeinnützige Gesellschaft verwendet sie Lizenzeinnahmen laut Website ausschließlich für Betrieb und Weiterentwicklung der Anwendungen. Zielgruppen sind Arztpraxen und MVZ, Krankenhäuser und die öffentliche Verwaltung.

Mit aidminutes.rescue stehen Rettungsdienst und Notaufnahme über 500 Fragen und Hinweise in mehr als 40 Sprachen sowie in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung. Die Fragen sind geschlossen formuliert und lassen sich mit Gesten oder Mimik beantworten; über 50.000 Audio- und Videoausgaben und eine Offline-Funktion mit Tonausgabe gehören dazu. aidminutes.anamnesis führt in über 30 Sprachen durch 38 strukturierte Beschwerdeabfragen mit Zusatzmodulen etwa zu Allergien, Bluthochdruck und Diabetes. Das Ergebnis erscheint als deutsche Zusammenfassung im Arztbrief-Format und wird per QR-Code ins Praxisverwaltungssystem übernommen. DimeA ermöglicht eine solche Abfrage ohne App-Installation für Zugewanderte in Unterkünften, HEDI bündelt mehrsprachige Informationen zu Schwangerschaft und Geburt in über 160 Artikeln.

Die Inhalte entstehen in einem medizinischen Qualitätszirkel mit Fachrichtungen wie Innerer Medizin, Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Pädiatrie und durchlaufen einen standardisierten Übersetzungsprozess. Die Datensicherheit der Rescue-App prüfte das Zentrum für Telematik und Telemedizin im Auftrag des Deutschen Ärzteblatts. Entwickelt wurden rescue und anamnesis mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen, die Notfall-App zudem mit Rettungsdiensten. Mit dem Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen arbeitet aidminutes bei der Anamnese-App und in einem Modellprojekt im Landkreis Hildesheim zusammen; DimeA wird vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband Schleswig-Holstein und von DigitalHub.sh unterstützt.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
aidminutes.rescue Patientenportale und Terminmanagement Notfall-Anamnese für Rettungsdienst und Notaufnahme mit über 500 Fragen in mehr als 40 Sprachen und Gebärdensprache.
aidminutes.anamnesis Patientenportale und Terminmanagement Strukturierte Eigen-Anamnese in über 30 Sprachen mit deutscher Zusammenfassung im Arztbrief-Format.
Datenübernahme per QR-Code Patientenportale und Terminmanagement Übernahme der Anamnese-Synopse oder des Einsatzprotokolls per QR-Code-Scan in Praxis- und Rettungsdienstsoftware.
Organisationslizenzen für Rettungsdienst und Notaufnahme Patientenportale und Terminmanagement Zentrale Installation per Mobile-Device-Management, Teamnutzung ohne Personenbindung und Protokollexport für Organisationen.
HEDI: Begleitung in der Schwangerschaft Patientenportale und Terminmanagement Mehrsprachige Plattform zu Schwangerschaft und Geburt mit über 160 Artikeln, Glossar und mehr als 1.000 Kontakten.
DimeA: mehrsprachige Anamnese ohne App-Installation Patientenportale und Terminmanagement Abfrage per QR-Code für Zugewanderte in Unterkünften; die Hausarztpraxis übernimmt das deutsche Ergebnis ins PVS.

Häufige Fragen

Erheben die Apps personenbezogene Daten?

Laut Anbieter folgen die Apps dem Prinzip Privacy by Design und erheben oder verarbeiten keine personenbezogenen Daten. Eine Zuordnung der Angaben zu einzelnen Personen ist damit nicht möglich.

Gibt es wissenschaftliche Evaluationen?

Ja. Die cluster-randomisierte DASI-Studie zur Anamnese-App in ärztlichen Bereitschaftspraxen wurde 2026 in BMC Health Services Research veröffentlicht. Zum Modellprojekt im Landkreis Hildesheim erschien 2025 ein Fachartikel in der Zeitschrift Der Landkreis.

Können Rettungsdienste die App zentral lizenzieren?

Ja. Organisationslizenzen für Rettungsdienst und Notaufnahme erlauben die zentrale Installation per Mobile-Device-Management, eine Nutzung ohne Personenbindung im Team und den Export von Protokollen. Das Einsatzprotokoll lässt sich per QR-Code in Rettungsdienst- und Notaufnahme-Software übernehmen.

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