Mesalvo GmbH

Auf einen Blick

Gründung
2021 als Zusammenschluss von fünf Healthcare-IT-Unternehmen
Mitarbeiter
rund 460 (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
Standorte
Hauptsitz Freiburg im Breisgau, Gesellschaften in Deutschland, Belgien und Spanien
Zertifizierungen
Klinische Module als Medizinprodukte Klasse IIa bzw. Klasse I (MDD) gemäß Art. 120 EU-MDR 2017/745
Zielgruppen
Krankenhäuser
Schwerpunkte
KIS-Plattform HealthCentre, Ablösung von IS-H und i.s.h.med, klinische Dokumentation, Medikation, Krankenhaus-ERP

Kliniken, die von SAP IS-H und i.s.h.med auf eine neue KIS-Generation wechseln, begleitet die Mesalvo GmbH aus Freiburg im Breisgau mit der Plattform HealthCentre. Sie bündelt klinische und administrative Abläufe vom Patientenmanagement über die Stationsdokumentation bis zu Abrechnung und Controlling. Seit dem Verkauf des Radiologie-Informationssystems RadCentre zum 1. Oktober 2026 richtet sich das Unternehmen vollständig auf diese Plattform aus.

Den administrativen Kern bildet HealthCentre | Admin & Billing mit multimedialer Patientenakte, Patientenmanagement sowie ambulanter und stationärer Abrechnung. Klinische Module ergänzen ihn: eine digitale Kurve für Normalstationen und ein Workflow-Management für die Notaufnahme, beide auf Basis der Meona-Curve-Technologie, dazu ein Patientendatenmanagement für Intensivstationen mit Fluid Management und Unterstützung der totalen parenteralen Ernährung sowie ein Modul für den elektronischen Medikationsprozess. Die Krankenhausapotheke organisiert mit HealthCentre | Oncology auf Basis von Zenzy die Zytostatikaherstellung. Das ERP-Modul HealthCentre | Financials deckt Materialwirtschaft, Kostenrechnung und Finanzbuchhaltung samt Cost- und Revenue-Cycle-Management ab.

Die Lösungen folgen dem Best-of-Suite-Ansatz Meona Continuity-of-Care (MC³), der nach eigenen Angaben 14 Fachbereiche abdeckt (Stand Oktober 2026). Technisch beruht HealthCentre auf einer offenen Microservices-Architektur. HealthCentre | Cortex und Connect führt als cloudbasiertes Clinical Data Repository Daten verschiedener Systeme zusammen und tauscht sie über FHIR und ISiK bidirektional und synchron mit externen Systemen und Geräten aus, die Infrastruktur stellt der Partner AWS. Mehrere klinische Module sind als Medizinprodukte nach Art. 120 EU-MDR ausgewiesen.

Neben dem Hauptsitz in Freiburg im Breisgau bestehen Gesellschaften und Standorte in Deutschland, Belgien und Spanien. Nach eigenen Angaben arbeiten rund 460 Mitarbeitende für Mesalvo (Stand Oktober 2026). Auf dem Karriereportal waren im Oktober 2026 zehn Stellen ausgeschrieben, etwa in Leistungsabrechnung und Kodierung, Support, IT-Sicherheit und KIS-Projektmanagement.

Die Produktgeschichte reicht bis 1968 zurück, als die Vorgängerlösung des KIS ClinicCentre auf den Markt kam. 1998 entstand das ERP-System BusinessCentre, 2001 begann in Belgien die Entwicklung der Notaufnahmesoftware E.care, 2008 ging das klinische Arbeitsplatzsystem Meona in den Einsatz. 2021 schlossen sich fünf Healthcare-IT-Unternehmen, darunter i-SOLUTIONS Health und Meona, zu Mesalvo zusammen, 2023 wurden ClinicCentre und Meona zusammengeführt.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
HealthCentre | Admin & Billing Krankenhausinformationssysteme (KIS) KIS-Kern mit multimedialer Patientenakte, Patientenmanagement sowie ambulanter und stationärer Abrechnung, anpassbar an das Krankenhausmanagement.
HealthCentre | Curve General Ward Krankenhausinformationssysteme (KIS) Digitale Kurve für Pflege- und Behandlungsdokumentation auf Normalstationen, eingestuft als Medizinprodukt der Klasse IIa.
HealthCentre | Medication Krankenhausinformationssysteme (KIS) Medikationsprozess von Verordnung bis Vergabe mit Entscheidungsunterstützung, Scanning for Safety und Unit-Dose-Anbindung.
HealthCentre | ICU Krankenhausinformationssysteme (KIS) Intensivdokumentation mit automatischer Gerätedatenübernahme, Fluid Management und Unterstützung der totalen parenteralen Ernährung.
HealthCentre | Emergency Krankenhausinformationssysteme (KIS) Workflow-Management für die Notaufnahme auf Meona-Curve-Basis, als Medizinprodukt der Klasse IIa ausgewiesen.
HealthCentre | Cortex und Connect Krankenhausinformationssysteme (KIS) Cloudbasiertes Clinical Data Repository, das Daten aus Fremdsystemen über FHIR- und ISiK-Schnittstellen zusammenführt.
HealthCentre | Financials Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software Krankenhaus-ERP für Materialwirtschaft, Kostenrechnung und Finanzbuchhaltung mit Cost- und Revenue-Cycle-Management für das Controlling.
HealthCentre | Oncology Krankenhausinformationssysteme (KIS) Apothekenlösung auf Zenzy-Basis für die digitale Organisation der Zytostatikaherstellung, Medizinprodukt der Klasse I.
Ablösung von SAP IS-H und i.s.h.med Krankenhausinformationssysteme (KIS) Schrittweiser Umstieg auf HealthCentre, beginnend mit Administration und Abrechnung, danach folgen die klinischen Prozesse.

Häufige Fragen

Wie verläuft der Umstieg von SAP IS-H und i.s.h.med auf HealthCentre?

Mesalvo setzt auf eine schrittweise Migration statt eines Komplettumstiegs. Zuerst wird der administrative und abrechnungsrelevante Kern umgestellt, danach folgen die klinischen Prozesse. Das Angebot zur Ablösung beider Systeme hat das Unternehmen 2024 veröffentlicht.

Welche HealthCentre-Module sind als Medizinprodukt eingestuft?

Ambulatory, Curve General Ward, Medication, ICU, Psychiatry und Emergency Care sind als Medizinprodukte der Klasse IIa (MDD) ausgewiesen. Zenzy, die Basis von HealthCentre | Oncology, gilt als Klasse I (MDD), jeweils gemäß Art. 120 EU-MDR 2017/745.

Was ändert sich für Krankenhäuser, die RadCentre nutzen?

Produkt, Team und Verträge von RadCentre sind zum 1. Oktober 2026 auf die EDL Software Deutschland GmbH übergegangen. Die Schnittstellen zwischen RadCentre und HealthCentre bleiben laut Mesalvo bestehen, sodass beide Systeme weiterhin Daten austauschen.

Wie bildet HealthCentre die Arzneimittelversorgung auf Station ab?

HealthCentre | Medication führt den Closed Loop von der Verordnung über Bestellung und Stellen bis zur Vergabe. Integrierte Entscheidungsunterstützung, die Prüfung der 6R-Regel per Scanning for Safety, mobiles Medikationsmanagement am Patientenbett und die Anbindung an Unit-Dose-Systeme gehören dazu.

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