Auf einen Blick
- Standorte
- Pullach im Isartal (Hauptsitz)
- Zertifizierungen
- ISO/IEC 27001:2013, ISO 9001:2015
- Zielgruppen
- Arztpraxen und MVZ, Krankenkassen
- Schwerpunkte
- Telemonitoring bei Herzinsuffizienz, Plattform für Risikoprognosen aus medizinischen und psychosozialen Daten
Medizinische und psychosoziale Patientendaten auf einer IT-Plattform zusammenzuführen und daraus Risikoprognosen und Handlungsempfehlungen abzuleiten, ist der Ansatz der Health Care Systems GmbH (HCSG) aus Pullach im Isartal. Bei ergebnisorientierten Verträgen arbeitet das Unternehmen mit Kostenträgern sowie Pharma- und Medizintechnikherstellern zusammen. Für kardiologische Praxen betreibt HCSG unter dem Namen hedy ein Telemonitoring-Programm bei Herzinsuffizienz.
Im hedy-Programm erfassen Patientinnen und Patienten täglich Körpergewicht, EKG, Blutdruck und ihre Einschätzung des eigenen Befindens; ein vorkonfiguriertes Gerät mit eigenem WLAN überträgt die Werte an das Telemedizinische Zentrum (TMZ). Zur Ausstattung gehören Waage, Tablet sowie Blutdruck- und EKG-Messgerät. HCSG unterstützt kardiologische Praxen beim Aufbau eines eigenen TMZ mit einem regulatorischen Konzept, Hilfe beim KV-Antrag und einer Systemkonfiguration nach der QS-V TmHi. Die Praxis sichtet die Daten selbst oder setzt dafür Pflegefachkräfte der HCSG nach eigenen Vorgaben ein. Hinzu kommen ein Webportal mit Warnmeldungen bei Grenzwertüberschreitungen, Quartalsberichte an die primär behandelnden Ärzte, QS-Analysen, Abrechnungsdaten und Statistiken sowie der Versand der Messgeräte, die Einweisung der Patienten und technischer Support.
Methodisch arbeitet HCSG mit einer psychosozialen Stratifizierung, nach der die Betreuungspfade je Indikation angepasst werden; als Ziel nennt das Unternehmen eine Verhaltensänderung der Teilnehmenden. Nach eigener Angabe ist die Plattform nicht an einen Gerätehersteller gebunden und lässt sich für weitere chronische Erkrankungen anpassen; Datenquellen von Drittanbietern werden über Standardschnittstellen angebunden. Das Managementsystem ist nach ISO/IEC 27001:2013 und ISO 9001:2015 zertifiziert. Der Internetauftritt liegt in Länderversionen für sechs europäische Märkte vor.
Auf seinem Newsportal berichtet HCSG über die Konformitätserklärung zur QS-V TmHi und den Start des Telemonitorings in einer ersten kardiologischen Praxis, über eine gemeinsam mit IMPLICITY entwickelte Komplettlösung für Kardiologen und über einen Service zum Filtern und Einschreiben geeigneter TmHi-Patienten. Außerdem war das Unternehmen auf der 88. DGK-Jahrestagung vertreten.
Bewerbungen nimmt HCSG über das eigene Stellenportal initiativ entgegen, als Arbeitsmodell nennt das Unternehmen hybrides Arbeiten (Stand Oktober 2026).
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| hedy Telemonitoring | Telemedizin und Videosprechstunde | Telemonitoring bei Herzinsuffizienz mit täglicher Übertragung von Gewicht, EKG, Blutdruck und Befinden an ein TMZ. |
| Aufbau eines Telemedizinischen Zentrums | Praxis- und MVZ-Beratung | Regulatorisches Konzept, Unterstützung beim KV-Antrag und Systemkonfiguration nach QS-V TmHi für kardiologische Praxen. |
| Datensichtung durch Pflegefachkräfte | Telemedizin und Videosprechstunde | Pflegefachkräfte der HCSG sichten die Telemonitoringdaten nach den Vorgaben der Praxis, alternativ sichtet die Praxis selbst. |
| Webportal und Berichte | Telemedizin und Videosprechstunde | Portal mit Grenzwert-Warnmeldungen, Quartalsberichten, QS-Analysen, Abrechnungsdaten und Statistiken, ohne zusätzliche IT-Infrastruktur in der Praxis. |
| Gerätelogistik und Patienteneinweisung | Telemedizin und Videosprechstunde | Versand der Messgeräte, Einweisung der Patienten und technischer Support, Übertragung über ein vorkonfiguriertes Gerät mit WLAN. |
| Plattform für digitale Präzisionsmedizin | Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software | Verknüpfung medizinischer und psychosozialer Daten zu Risikoprognosen, Datenquellen von Drittanbietern über Standardschnittstellen angebunden. |
Häufige Fragen
Welche Patientinnen und Patienten kommen für das Telemonitoring infrage?
Menschen mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II oder III und einer EF unter 40 %, die in den vergangenen zwölf Monaten wegen einer Dekompensation stationär behandelt wurden oder ein ICD, CRT-D oder CRT-P tragen.
Was muss eine Praxis für ein eigenes TMZ mitbringen?
Erforderlich sind die Facharztanerkennung für Kardiologie, eine vertragsärztliche Zulassung nach § 95 SGB V und der Nachweis der technischen Anforderungen aus der QS-V TmHi. Beim KV-Antrag und bei der Systemkonfiguration unterstützt HCSG.
Wie schnell muss die Praxis auf eine Warnmeldung reagieren?
Der behandelnde Arzt bestätigt den Erhalt einer Warnmeldung innerhalb von 48 Stunden und teilt mit, welche Maßnahmen er ergreift. Die übermittelten Daten werden werktäglich gesichtet, in der Praxis selbst oder durch Pflegefachkräfte der HCSG.
Wie wird das Telemonitoring vergütet?
Die Leistung wird extrabudgetär vergütet. Grundlage sind die Gebührenordnungspositionen im EBM, die der Erweiterte Bewertungsausschuss am 15.12.2021 beschlossen hat; vorausgegangen war der Beschluss des G-BA vom 17.12.2020.