Auf einen Blick
- Gründung
- 1999 in Stuttgart, seit 2017 Partnerschaftsgesellschaft mbB
- Mitarbeiter
- 7 Personen laut Teamseite (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Standorte
- Kernen im Remstal
- Mitgliedschaften
- Architektenkammer Baden-Württemberg (laut Impressum)
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Öffentliche Verwaltung
- Schwerpunkte
- Projektsteuerung, Klinik- und Pflegebauten, Sanierung im Bestand, HOAI-Leistungsphasen 1 bis 9
In den meisten Gesundheitsprojekten auf ihrer Referenzliste übernimmt die Jeggle Architekten und Partner mbB aus Kernen im Remstal die Projektsteuerung für den Bauherrn, während die Architektur von einem Partnerbüro stammt. Daneben erbringt das Büro selbst Architekturleistungen in allen Leistungsphasen der HOAI, etwa für Stationen einer Suchtklinik oder als Generalplaner eines Pflegeheimneubaus mit betreutem Wohnen. Auftraggeber sind Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und die öffentliche Verwaltung; außerhalb des Gesundheitswesens plant das Büro Schul- und Sonderbauten.
Neubauvorhaben beginnen mit der Prüfung von Machbarkeit, Flächenbedarf, Nutzergruppen und möglichen Erweiterungen. Für Klinikneubauten entwickelt das Büro Raum- und Funktionsprogramme, begleitet Architektenwettbewerbe und Genehmigungsverfahren und führt das Projekt mit Kosten- und Terminkontrolle bis zur Objektüberwachung, in der es Fachfirmen beauftragt und koordiniert. Die Planung umfasst Architektur, Tragwerk, Haustechnik und Innenraum.
Bei Sanierungen steht am Anfang eine detaillierte Bestandsanalyse, gefolgt von Machbarkeitsstudien und einer energetischen oder denkmalgerechten Planung. Der Erhalt der Bausubstanz hat Vorrang vor Abriss und Neubau, begründet mit der grauen Energie und der Wirtschaftlichkeit. Bestehende Brandschutzkonzepte schreibt das Büro in Abstimmung mit allen Beteiligten fort, Zugänge und Aufzüge werden barrierefrei angepasst. Zu den Referenzen gehören Umbauten in denkmalgeschützten Klinikgebäuden, darunter eine Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in einem Schloss.
Inhaltlich reichen die Gesundheitsprojekte von der Psychiatrie, etwa einem Klinikneubau mit 27 vollstationären Betten, vier Tageskliniken mit 72 Plätzen, Institutsambulanz und MVZ, bis zu Funktionsbereichen wie einer auf 49 Betten erweiterten Neonatologie und einer Apherese-Station mit neun Behandlungsplätzen. 2025 erfolgte der Spatenstich für eine Bewegungstherapiehalle an einem Klinikum, im März 2026 das Richtfest für ein Pflegeheim mit 83 Pflegeplätzen, 13 betreuten Seniorenwohnungen und Tagespflege. Die Projektseite führt nach eigenen Angaben 14 Referenzen, davon acht Kliniken und Pflegeeinrichtungen (Stand Oktober 2026).
Gegründet wurde das Büro 1999 in Stuttgart; über Winnenden (2003) kam es 2008 an den heutigen Sitz in Kernen im Remstal, 2017 folgte die Umfirmierung in die heutige Partnerschaftsgesellschaft. Laut Impressum sind die Verantwortlichen Mitglieder der Architektenkammer Baden-Württemberg. Im Oktober 2026 waren auf der Karriereseite vier Stellen ausgeschrieben, unter anderem in der Projektsteuerung im Hochbau und für die Leistungsphasen 6 bis 9.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Projektsteuerung für Klinik- und Pflegebauten | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Steuert Neubau, Umbau und Erweiterung im Auftrag des Bauherrn, häufig parallel zu einem eigens beauftragten Architekturbüro. |
| Architektur- und Generalplanung (HOAI-Leistungsphasen 1 bis 9) | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Architekturleistungen über alle Leistungsphasen, zum Beispiel für Suchtklinik-Stationen und einen Pflegeheimneubau mit betreutem Wohnen. |
| Projektentwicklung mit Raum- und Funktionsprogramm | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Raum- und Funktionsprogramme für Klinikneubauten, Begleitung von Architektenwettbewerben und Weiterführung bis zur Objektüberwachung. |
| Sanierung und Modernisierung im Bestand | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Bestandsanalyse, Machbarkeit sowie energetische und denkmalgerechte Sanierung öffentlicher Gebäude möglichst ohne Störung des laufenden Betriebs. |
| Brandschutz und Barrierefreiheit | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Fortschreibung vorhandener Brandschutzkonzepte mit allen Beteiligten und barrierefreie Anpassung von Zugängen und Aufzügen. |
| Neubauplanung öffentlicher und nichtöffentlicher Einrichtungen | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Von Flächenbedarf und Nutzergruppen über Wettbewerb und Genehmigung bis zur Umsetzung mit Kosten- und Terminkontrolle. |
| Fördermittelberatung | Fördermittel, Bau- und Investitionsplanung | Beratung zu Fördermitteln bei Neubauvorhaben, verknüpft mit Projektmanagement und Kostenkontrolle über die Planungsphasen. |
| Objektüberwachung und Koordination | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Beauftragung und Koordination der ausführenden Fachfirmen sowie Bauüberwachung in den späten Leistungsphasen eines Projekts. |
Häufige Fragen
Übernimmt Jeggle Architekten die Projektsteuerung auch dann, wenn ein anderes Büro plant?
Ja. Bei mehreren Klinik- und Pflegeprojekten lag die Projektsteuerung bei Jeggle, die Architektur bei anderen Büros, so beim zweiten Bauabschnitt eines Pflegezentrums mit 100 Pflegeplätzen, der 2023 fertiggestellt wurde. Diese Rolle übernimmt das Büro bei Neubau, Umbau und Erweiterung.
Kann bei laufendem Klinik- oder Heimbetrieb gebaut werden?
Ja, Referenzen wie ein Pflegezentrum und ein Seniorenwohnprojekt wurden bei laufendem Betrieb umgesetzt. Im zweiten Bauabschnitt des Pflegezentrums entstanden 58 neue Pflegeplätze, 42 weitere wurden saniert, während der Betrieb weiterlief.
Welche Gebäudetypen im Gesundheitswesen gehören zum Leistungsspektrum?
Kliniken und Krankenhäuser, Pflegeheime und Senioreneinrichtungen sowie Wohngruppen. Hinzu kommen Tageskliniken, Umbauten einzelner Stationen und Funktionsbereiche, etwa der Neubau eines Herzkatheterlabors in Modulbauweise an einem Stuttgarter Krankenhaus.
Berät das Büro auch zu Fördermitteln für Neubauten?
Fördermittelberatung nennt das Büro als Teil seiner Leistungen bei Neubauvorhaben. Sie wird mit Projektmanagement sowie Kosten- und Terminkontrolle über die Planungsphasen hinweg verbunden, von der Bedarfsanalyse bis zur Umsetzung.