Auf einen Blick
- Mitarbeiter
- 17 Personen auf der Teamseite (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Standorte
- Erlangen
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Arztpraxen und MVZ
- Schwerpunkte
- Medizintechnik, Telematikinfrastruktur, MDR und DiGA, Fördermittelakquise, Startup-Services
Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg bündelt der Medical Valley EMN e. V. mit Sitz in Erlangen. Seit 2007 übernimmt der Verein die Funktion der Clustermanagement-Organisation; nach eigenen Angaben gehören ihm mehr als 250 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Netzwerken und Politik an (Stand 2026). Neben Industrie, Hochschulen und Investoren bezieht das Netzwerk ausdrücklich Kliniken, Pflegemanagement und Krankenkassen ein. Die Services sind nach Zielgruppen gegliedert, von Industriepartnern, Startups und Forschenden über Gesundheitsversorger bis zu Politik, Investoren sowie Bürgerinnen und Bürgern.
Unmittelbar mit der Versorgung verbunden ist die TI-Modellregion Franken. Im September 2023 erhielt ein Konsortium, dem der Verein gemeinsam mit einem bayerischen Partner und einem Ärztenetz angehört, den Zuschlag der gematik für die zweite TI-Modellregion Deutschlands in Mittel-, Ober- und Unterfranken. Ein Pilotierungsnetzwerk aus Leistungserbringern, Krankenkassen und Primärsystemherstellern erprobt dort TI-Anwendungen wie E-Rezept, KIM, TI-Messenger und eMedikationsplan im Versorgungsalltag. Die Erfahrungen werden wissenschaftlich ausgewertet und in Leitfäden und User Journeys überführt.
Mit einem Partner koordiniert der Verein das Bayerische Cluster Medizintechnik, das die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen vor allem für kleine und mittlere Medizintechnikunternehmen voranbringen soll. Im Cross-Cluster-Projekt MEDSEC werden Stand und Bedarfe bei der Cybersecurity vernetzter Medizinprodukte und medizinischer Software in Bayern erhoben und in einen Wegweiser überführt. Im Versorgungsforschungsprojekt digiDEM Bayern für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige übernimmt das Cluster Projektcontrolling und die Auswahl von IT-Partnern. Die Medical Valley GmbH dient als kommerzielle Plattform für Marktzugangs- und Handelsberatung sowie Kapitalvermittlung; auf europäischer Ebene ist der Verein Konsortialpartner von EIT Health.
Im Januar 2010 ernannte das Bundesforschungsministerium die Region zum nationalen Spitzencluster für Medizintechnik. 2017 wurde Medical Valley gemeinsam mit dem Gründerzentrum ZOLLHOF als einer von zwölf nationalen Digital Hubs ausgewählt und ist seitdem Digital Hub Health. 2021 entstand das Institute for Healthcare Robotics and Automation als Baustein des Medical Valley Centers Bamberg, im September 2022 startete die Medical Valley Academy mit Online- und E-Learning-Formaten. Von 2022 bis 2025 beteiligte sich der Verein am Gaia-X-Projekt TEAM-X, im Juni 2023 begann das Projekt EDIH DigiCare. 2026 beging Medical Valley sein 20-jähriges Bestehen. Die Teamseite nennt nach eigenen Angaben 17 Personen (Stand Oktober 2026).
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Clustermanagement Medical Valley | Netzwerke und Initiativen | Clustermanagement seit 2007 für Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft der Metropolregion Nürnberg, mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Versorgung und Politik. |
| TI-Modellregion Franken | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Erprobung von E-Rezept, KIM, TI-Messenger und eMedikationsplan im Versorgungsalltag seit 2023, mit Leitfäden aus der Auswertung. |
| Fördermittelakquise im Gesundheitswesen | Fördermittel, Bau- und Investitionsplanung | Auswahl geeigneter Förderprogramme, Einschätzung der Erfolgsaussichten und Vorbereitung von Anträgen für Startups, Industrie und Versorger. |
| Zertifizierung, Zulassung und Kostenerstattung | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | Begleitung bei MDR-Konformitätsbewertung, Risikoklasse, DiGA-Fast-Track nach § 139e SGB V und Erstattungsfähigkeit. |
| Services für Gesundheitsversorger | Netzwerke und Initiativen | Einbindung ambulanter und stationärer Versorger in Innovationsprojekte, Veranstaltungen, Weiterbildung und Wissenstransfer. |
| Bayerisches Cluster Medizintechnik | Netzwerke und Initiativen | Landescluster zur Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen, besonders für kleine und mittlere Medizintechnikunternehmen. |
| MEDSEC (Medical Device and Software Security) | IT-Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen | Bestandsaufnahme zur Cybersecurity vernetzter Medizinprodukte und medizinischer Software in Bayern, mit Wegweiser als Ergebnis. |
| digiDEM Bayern | Netzwerke und Initiativen | Digitales Versorgungsforschungsprojekt zu Demenz, in dem das Cluster Projektcontrolling und IT-Partnerauswahl übernimmt. |
| Startup-Services und Medical Valley Award | Netzwerke und Initiativen | Gründungsberatung, Inkubatorflächen, Zugang zu Kapital und ein Vorgründungsprogramm für fünf akademische Teams je Runde. |
Häufige Fragen
Begleitet Medical Valley Hersteller von DiGA und Medizinprodukten auf dem Weg in den Markt?
Ja. Das Cluster unterstützt bei der Zertifizierungsstrategie, der MDR-Konformitätsbewertung und der Einordnung der Risikoklasse. Bei digitalen Gesundheitsanwendungen gehört das Fast-Track-Verfahren nach § 139e SGB V dazu, außerdem die Klärung der Erstattungsfähigkeit.
Welche Angebote gibt es für Kliniken und Praxen?
Ambulante und stationäre Versorger erhalten Unterstützung bei der Fördermittelakquise, von der Auswahl passender Programme bis zur Antragsvorbereitung. Hinzu kommen die Beteiligung an Innovationsprojekten und Veranstaltungen, Angebote zur Aus- und Weiterbildung sowie der Wissenstransfer aus der Modellregion.
Was bietet Medical Valley Gründerinnen und Gründern?
Neben Gründungsberatung gibt es Zugang zu Startup-Programmen, Inkubatorflächen und Risikokapital. Der Medical Valley Award ist ein staatlich gefördertes Vorgründungsprogramm für fünf akademische Forschungsteams pro Runde. Nach eigenen Angaben hat das Cluster in den letzten fünf Jahren rund 200 Startups aus dem Ausland unterstützt (Stand 2026).
Wie gelangen Medien in den Presseverteiler?
Die Aufnahme erfolgt per formloser E-Mail, in der Name, Medium und Ressort genannt werden. Pressemitteilungen und Downloads für die Berichterstattung stellt der Verein im Pressebereich seiner Website bereit.