Konjunkturbarometer: 14 Prozent der Kliniken sehen ihre Lage gut

Meldung · Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V., 11.08.2026

Im zweiten Quartal 2026 haben 14 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland ihre wirtschaftliche Lage als gut eingeschätzt, 58 Prozent als unbefriedigend. Das zeigt das Krankenhaus-Konjunkturbarometer, das das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) herausgeben. Die DKG hat die Ergebnisse am 11. August 2026 veröffentlicht. Ausgewertet wurde eine repräsentative Online-Umfrage unter 274 Häusern mit mehr als 100 Betten; das Barometer erscheint seit dem ersten Quartal 2026.

In ländlichen Regionen bewerten rund zwei von drei Kliniken ihre Lage als unbefriedigend, unter den Häusern mit über 600 Betten trifft das auf 77 Prozent zu. 61 Prozent rechnen damit, dass sich ihre Lage im zweiten Halbjahr 2026 weiter verschlechtert. Der Geschäftsklima-Index, berechnet nach der Methodik des ifo-Instituts mit möglichen Werten zwischen minus 100 und plus 100, steht für die Kliniken bei minus 51. Er liegt damit 18 Punkte unter dem Handel, der unter den vom ifo-Institut untersuchten Wirtschaftszweigen mit minus 32,7 den niedrigsten Wert aufweist.

„Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser ist nicht nur schlecht, sondern dramatisch“, sagte DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß. Der Verband hält Entbürokratisierung und Deregulierung für unverzichtbar, damit Kliniken mit gekürzten Budgets wirtschaften können, ohne Versorgung deutlich einzuschränken oder Personal abzubauen. Nach seiner Darstellung werden die Kürzungen im Krankenhausbereich durch das GKV-Spargesetz die Unsicherheit der Häuser zusätzlich erhöhen. Von der Politik verlangt die DKG Sofortprogramme und verweist darauf, dass sich der neue Gesundheitsminister in der Vergangenheit für weniger Bürokratie ausgesprochen habe. Im Krankenhaussektor arbeiten laut DKG 1,7 Millionen Menschen.

Originalmitteilung: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V., 11.08.2026

Stand: 11.08.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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