Auf einen Blick
- Standorte
- Chemnitz (Hauptsitz)
- Schwerpunkte
- DiGA zu Endometriose, Wechseljahresbeschwerden, PMS/PMDS und Regelschmerzen
- Zertifizierungen
- CE-Kennzeichnung der vier Apps als Medizinprodukt; zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem; Endo-App dauerhaft, Vera-, isi- und Pia-App vorläufig im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet (Stand Oktober 2026)
- Zielgruppen
- Arztpraxen und MVZ, Krankenkassen
Vier digitale Gesundheitsanwendungen, alle aus dem Feld der Frauengesundheit: Darauf konzentriert sich die Endo Health GmbH aus Chemnitz. Die Apps richten sich an Patientinnen mit Endometriose, Wechseljahresbeschwerden, prämenstruellen Beschwerden (PMS und PMDS) oder primärer Dysmenorrhoe und sind laut Website auf Rezept über die gesetzlichen Krankenkassen erhältlich.
Inhaltlich folgen die Anwendungen einem multimodalen Selbstmanagement-Ansatz mit Elementen aus Gynäkologie, Physiotherapie, Psychologie, Schmerz- und Ernährungstherapie; gedacht sind sie als Ergänzung zur leitlinienbasierten Therapie. Die Endo-App enthält Übungsmodule unter anderem zu Autogenem Training, Progressiver Muskelrelaxation, Yin-Yoga, Schlaf und Beckenboden sowie Lernmodule zu Ernährung, Operation und Reha. Nach eigenen Angaben umfasst sie 85 Kurse, mehr als 80 Stunden Video- und Audiomaterial und 100 Rezepte (Stand Oktober 2026). Ergänzend bietet das Unternehmen einen Support durch Fachpersonal, werktags von 8 bis 17 Uhr per Telefon und E-Mail, sowie ein persönliches Onboarding mit Bildschirmfreigabe.
Im DiGA-Verzeichnis des BfArM ist die Endo-App seit März 2024 dauerhaft gelistet. Vorläufig gelistet sind die Vera-App vom 20.01.2026 bis 19.01.2027, die isi-App vom 10.08.2026 bis 09.08.2027 und die Pia-App vom 23.09.2026 bis 22.09.2027 (Stand Oktober 2026). Alle vier Apps tragen eine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt, zudem nennt die Website ein zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem. Fachlich begleitet ein wissenschaftlicher Beirat mit neun Mitgliedern aus Fachärzteschaft, Klinikleitungen, Hochschullehre sowie Industrie und Versorgung die Arbeit. Zur Endo-App führt der Hersteller vier Studien an, darunter eine Beobachtungsstudie mit 106 Teilnehmerinnen und die randomisierte kontrollierte ELEA-Studie mit 300 Personen über zwölf Wochen.
Seit 2020 entwickelt das Unternehmen Anwendungen für die Frauengesundheit. Im Oktober 2022 wurde die Endo-App auf Rezept erhältlich, 2023 war sie für den MSD Gesundheitspreis nominiert, und im März 2024 folgte die dauerhafte Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis. 2026 kamen Vera, isi und Pia mit vorläufiger Listung hinzu. Als Förderungen und Programme nennt die Produktwebsite EFRE-Mittel der EU in Sachsen, EIT Health Germany, das Startup-Programm Telekom TechBoost und den INVEST-Zuschuss für Wagniskapital des Bundes.
Auf der Karriereseite nennt Endo Health Remote-Arbeit aus ganz Europa, flexible Arbeitszeiten, eine Mitarbeiterbeteiligung über virtuelle Anteile (VSOP), ein Weiterbildungsbudget und ein einwöchiges Company-Treffen pro Jahr in Deutschland.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Endo-App | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | App bei Endometriose (ICD-10 N80) mit Symptomtagebuch, Kursen und Übungen, seit März 2024 dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistet. |
| Vera-App | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | Anwendung bei Wechseljahresbeschwerden (ICD-10 N95.1), laut Hersteller begleitend zur Hormontherapie oder als Alternative einsetzbar. |
| isi-App | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | Programm mit multimodalen Selbstmanagement-Strategien bei PMS und PMDS (ICD-10 N94.3), vorläufig gelistet bis 09.08.2027. |
| Pia-App | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | App bei primärer Dysmenorrhoe (ICD-10 N94.4) mit Tagebuch, Kursen sowie Entspannungs- und Bewegungsübungen, vorläufig gelistet seit September 2026. |
| Testzugang und Material für Fachkreise | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | Testzugang, Infomaterial und zweiseitige Verschreibungshilfe als PDF, bestellbar über ein Formular für Fachkreise. |
| Support und Onboarding | Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) | Fachpersonal beantwortet werktags Fragen per Telefon und E-Mail, dazu persönliches Onboarding mit Bildschirmfreigabe. |
Häufige Fragen
Welche Angaben braucht das Rezept für eine der Apps?
Verordnet wird auf Muster 16 mit dem Vermerk „Gebühr frei“, der Bezeichnung „Digitale Gesundheitsanwendung“, dem App-Namen und der PZN. Pro Rezept ist eine DiGA vorgesehen. Ein E-Rezept ist möglich, das Unternehmen empfiehlt dafür zusätzlich einen Papierausdruck.
Welche Patientinnen kommen für eine Verordnung infrage?
Voraussetzung sind eine Diagnose mit ICD-10-Code, ein Alter zwischen 18 und 65 Jahren und die Möglichkeit, die App regelmäßig zu nutzen. Die Codes reichen je nach App von N80 bei Endometriose bis N95.1 bei Wechseljahresbeschwerden.
Wie lange gilt eine Verordnung, und was ist danach möglich?
Jede Verordnung gilt 90 Tage, anschließend ist eine Folgeverordnung möglich. Alternativ zur ärztlichen Verordnung können Patientinnen die App mit einem Diagnosenachweis direkt bei ihrer Krankenkasse beantragen.
Können Praxen die Apps vor einer Verordnung kennenlernen?
Ja. Über ein Bestellformular auf der Fachkreisseite erhalten Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten einen Testzugang zu den Apps. Mitgeliefert werden Infomaterial und eine zweiseitige Verschreibungshilfe im PDF-Format.