MTI Medizintechnische Ingenieurplanung GmbH

Auf einen Blick

Gründung
1977 als GbR, seit 2003 GmbH
Standorte
Polling (Bayern)
Zielgruppen
Krankenhäuser
Schwerpunkte
Medizin- und Labortechnikplanung, MED-IT, Funktions- und Raumprogramme nach DIN 13080, Zielplanung, Simulationsanalyse

Herstellerneutral plant die MTI Medizintechnische Ingenieurplanung GmbH aus Polling die Medizin- und Labortechnik von Krankenhäusern. Gegründet 1977 als GbR und seit 2003 eine GmbH, bezeichnet sich das Büro als unabhängig von Geräteherstellern. Neben der Technikplanung befasst es sich mit Betriebsorganisation, Funktions- und Raumprogrammen, Zielplanung und Medizin-IT und übernimmt Generalplanungsleistungen bei Sanierung und Neubau.

Die Medizintechnikplanung umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 der HOAI, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung, mit medizintechnischem Raumbuch, Kostenschätzung und Kostenberechnung nach DIN 276 sowie Leistungsverzeichnissen. Bei Ersatzbeschaffungen vergleicht MTI Hersteller nach den Vorgaben der VgV, begleitet Ausschreibung und Vergabe und prüft vorhandene Planungen und Kostenaufstellungen auf Plausibilität. Labortechnik plant das Büro für Krankenhäuser, Labore und Institute, außerdem für Apotheken und die chemische und pharmazeutische Industrie. Im Bereich MED-IT entstehen Strategien und Planungen für klinische IT-Systeme samt Schnittstellen zu Medizintechnikgeräten und Bestandssystemen.

Funktions- und Raumprogramme stellt MTI nach DIN 13080 aus Ist- und Planzahlen auf, etwa aus OP-Zahlen, Patientenkontakten und Betten. Zielplanungen gliedern ein Vorhaben in Realisierungsstufen und stützen sich auf Soll-Ist-Vergleich und Schwachstellenanalyse. In der Betriebsorganisation prüft das Büro bestehende Abläufe oder erarbeitet System- und Bereichsplanungen, um Engpässe zu beseitigen. Für die Simulationsanalyse werden Räume und Leistungsdaten in eine Software eingespielt und als laufende Bilddarstellung abgespielt; so zeigen sich Engpässe sowie Über- und Unterkapazitäten, bevor neu oder umgeplant wird.

Nach eigenen Angaben hat MTI mehr als 150 Planungen umgesetzt (Stand Oktober 2026); auf der Website sind 38 Referenzkliniken mit 40 bis 1.707 Betten aufgeführt, überwiegend mit Leistungen über alle neun HOAI-Leistungsphasen. 2023 begann die Medizintechnikplanung für die Gesamtsanierung eines Krankenhauses der Grund- und Regelversorgung mit 270 Betten, die Notaufnahme, Bildgebung und Sterilgutversorgung einschließt. 2024 kamen weitere Planungen über alle Leistungsphasen hinzu, unter anderem mit Palliativstation und Notfallpraxis.

Auf der Karriereseite waren im Oktober 2026 zwei Stellen ausgeschrieben, eine Teamleitung für Zeichner und eine Stelle als technischer Zeichner. Initiativbewerbungen nimmt das Büro unter anderem aus Medizin- und Elektrotechnik, Architektur und Bauingenieurwesen entgegen.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Medizintechnikplanung nach HOAI (Leistungsphasen 1 bis 9) Medizintechnik-Management und -Service Neutrale Gerätetechnikplanung mit Raumbuch, Kostenermittlung nach DIN 276 und Leistungsverzeichnissen bis zur Objektbetreuung.
Labortechnikplanung Medizintechnik-Management und -Service Labortechnik für Kliniklabore und Institute, daneben für Apotheken sowie chemische und pharmazeutische Betriebe.
MED-IT Medizintechnik-Management und -Service Strategie und Planung von PDMS, RIS/PACS, LIS und KIS einschließlich der Anbindung von Medizintechnikgeräten.
Ersatzbeschaffung und Ausschreibung Medizintechnik-Management und -Service Herstellervergleiche nach VgV, Begleitung von Ausschreibung und Vergabe sowie Plausibilitätsprüfung vorhandener Kostenaufstellungen.
Funktions- und Raumprogramm Fördermittel, Bau- und Investitionsplanung Raumprogramme nach DIN 13080 auf Basis von OP-Zahlen, Patientenkontakten und Betten, ausgerichtet auf Förderfähigkeit.
Zielplanung Fördermittel, Bau- und Investitionsplanung Stufenweise Entwicklungsplanung mit Soll-Ist-Vergleich und Schwachstellenanalyse als Basis für Genehmigung und Förderung.
Betriebsorganisation Planung und Bau von Gesundheitsbauten Analyse bestehender Abläufe sowie System- und Bereichsplanungen, um Funktionsbereiche wirtschaftlich zu organisieren.
Simulationsanalyse Planung und Bau von Gesundheitsbauten Softwaregestützte Ablaufsimulation, die Engpässe und Über- oder Unterkapazitäten vor einer Neuplanung sichtbar macht.
Generalplanung Planung und Bau von Gesundheitsbauten Generalplanungsleistungen bei Sanierung und Neubau, die Betriebsorganisation, Architektur und Medizintechnik zusammenführen.

Häufige Fragen

Ist MTI an bestimmte Medizintechnikhersteller gebunden?

Nein. Das Büro bezeichnet sich als unabhängig und plant herstellerneutral. Bei Ersatzbeschaffungen stellt es Hersteller mit ihren Vor- und Nachteilen gegenüber und richtet sich dabei nach den Vorgaben der VgV.

Kann MTI Grundlagen für Förderanträge erarbeiten?

Ja. Die Zielplanung und das Funktions- und Raumprogramm nach DIN 13080 dienen als Grundlage für Genehmigungen, Förderanträge und Mittelbewilligungen. Ziel sind nachvollziehbare und förderfähige Werte, abgeleitet aus Ist- und Planzahlen des jeweiligen Hauses.

Welche Medizin-IT-Systeme plant das Büro?

MTI entwickelt MED-IT-Strategien und plant Einführung und Umsetzung von PDMS, RIS/PACS, LIS und KIS über alle Leistungsphasen der HOAI. Dazu gehören die Schnittstellen zwischen diesen Systemen, Medizintechnikgeräten und bestehenden Anwendungen.

Mit welchen Werkzeugen arbeitet MTI in der Planung?

Geplant wird mit BIM in Autodesk Revit, einer Datenbank mit technischen Stammdaten und einer IFC-Schnittstelle zu anderen Systemen. Ausschreibungen entstehen mit ORCA, Terminpläne mit PROPLAN; das Büro verfügt über sechs CAD-Arbeitsplätze.

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