Auf einen Blick
- Gründung
- 1878 (Gmünder Ersatzkasse), heutige BARMER seit 2017
- Mitarbeiter
- rund 13.670 (nach eigenen Angaben, Stand Mai 2026)
- Standorte
- Berlin (Hauptsitz), Büro in Wuppertal, 348 Geschäftsstellen bundesweit (nach eigenen Angaben, Stand Mai 2026)
- Zielgruppen
- Unternehmen (BGM), Pflegeeinrichtungen
- Schwerpunkte
- BGM-Beratung, betriebliches Eingliederungsmanagement, Gesundheitstage, digitale Angebote, Seminare, Gesundheitsreport
Mit einem eigenen Firmenkundenbereich unterstützt die BARMER Arbeitgeber beim betrieblichen Gesundheitsmanagement, von Strategie und Planung über Gesundheitsangebote vor Ort bis zu digitalen Formaten und Seminaren. Die gesetzliche Kranken- und Pflegekasse hat ihren Hauptsitz in Berlin und ein Büro in Wuppertal. Neben Unternehmen spricht sie mit eigenen Angeboten Pflegeeinrichtungen an, für Start-ups und Gründer gibt es einen gesonderten Service.
Ein BGM-Expertenteam berät Unternehmen persönlich und stellt ein individuelles Maßnahmenpaket zusammen. Die Barmer begleitet zudem die Einführung von BGM als Managementaufgabe, das betriebliche Eingliederungsmanagement nach längerer Krankheit und die Organisation von Schutzimpfungen im Betrieb. Vor Ort reicht das Spektrum vom Gesundheitstag als Einstieg über Teamangebote bis zum Format Menopause@work. Als Handlungsfelder der betrieblichen Gesundheitsförderung nennt die Kasse Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtprävention; aus diesen Feldern stammen Aktionsmodule wie „Brainfood“ oder „Aktive Mini Pause“. Zur Seminarreihe „Gesundheit & BGM“ gehören sechs Angebote, darunter „Gesunder Start“ für Auszubildende und Workshops für Pflegekräfte.
Digitale Formate für Beschäftigte im Büro, im Homeoffice oder unterwegs ergänzen das Angebot, darunter eine Meditations-App und Online-Trainings von Kooperationspartnern. Der Online-Kurs „Mentale Erste Hilfe im Job“ aus sieben Videoeinheiten wendet sich vor allem an junge Beschäftigte und thematisiert Warnsignale psychischer Belastung. Für die Pflege stellt die Kasse die Barmer Pflegestudie 2.0 zu Gesundheit und Arbeitszufriedenheit von Pflegekräften bereit und bietet Workshops „Gesund arbeiten in der Pflege“ an.
Im jährlichen Gesundheitsreport wertet die Barmer Arbeitsunfähigkeit nach Bundesland, Geschlecht, Alter und Berufszweig aus, ein interaktiver Berufsatlas ergänzt ihn. Laut Barmer Gesundheitsreport 2026 gehen 21,9 Prozent der Fehltage auf psychische Erkrankungen zurück. Ein zehnköpfiges Corporate Health Board aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft tagt zweimal im Jahr mit der Kasse zu Trends der Arbeitswelt. Für Arbeitgeber gibt es außerdem den Podcast „Gesund@Work“ und das Magazin „nahdran“.
Die Wurzeln reichen bis 1878 zurück, als die Gmünder Ersatzkasse gegründet wurde; die Barmer Ersatzkasse entstand 1912. Zum 1. Januar 2010 fusionierten beide zur BARMER GEK, 2017 kam die Deutsche BKK hinzu. Nach eigenen Angaben betreut die heutige BARMER rund 8,3 Millionen Versicherte, beschäftigt rund 13.670 Menschen und unterhält 348 Geschäftsstellen (Stand Mai 2026). Ab 1. Januar 2027 führt eine alternierende Doppelspitze den Vorstand.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Gesetzliche Krankenkasse mit BGM-Angebot für Arbeitgeber | Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) | Kranken- und Pflegekasse mit eigenem Firmenkundenbereich für Strategie, Planung und Umsetzung des BGM. |
| BGM-Beratung (Strategie & Planung) | BGM-Beratung und -Konzepte | Persönliche Beratung durch ein Expertenteam nach einem Schnell-Check, Ergebnis ist ein individuelles Maßnahmenpaket. |
| BGM einführen und betriebliches Eingliederungsmanagement | BGM-Beratung und -Konzepte | Unterstützung beim Aufbau von BGM als Managementaufgabe und bei der Rückkehr nach längerer Krankheit. |
| Gesundheitstag und Gesundheitsangebote vor Ort | Gesundheitstage und Check-ups | Gesundheitstage als Einstieg ins BGM sowie Formate im Betrieb wie Teamangebote und Menopause@work. |
| Digitale Gesundheitsangebote | Digitale BGM-Plattformen und Gesundheits-Apps | Online-Kurs Healthy Habits, Online-Trainings von HelloBetter und die App 7Mind@Work für Büro und Homeoffice. |
| Mentale Erste Hilfe im Job | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Online-Kurs in sieben Videoeinheiten zu Warnsignalen psychischer Belastung, vor allem für junge Beschäftigte. |
| Online-Seminare und Aktionsmodule | Ernährung und Gesundheitsförderung im Betrieb | Formate wie „Brainfood“, „Achtsamkeit in unruhigen Zeiten“ und „Aktive Mini Pause“ direkt am Arbeitsplatz. |
| Seminare & Trainings „Gesundheit & BGM“ | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Sechs Seminarangebote für Führungskräfte, Auszubildende und Pflegekräfte, darunter „Gesunde Führung“ und „Gesunder Start“. |
| BGM-Netzwerk-Toolbox für kleinere Unternehmen | BGM-Beratung und -Konzepte | Mit der DGAUM entwickelter Leitfaden mit Checklisten und Evaluationstools für Klein- und Kleinstbetriebe. |
Häufige Fragen
Wie läuft die BGM-Beratung der Barmer ab?
In drei Schritten: Zuerst füllt das Unternehmen einen Schnell-Check zu Größe, Gesundheitszielen und Bedarf aus. Darauf folgt eine persönliche Beratung durch das BGM-Expertenteam, anschließend werden die passenden Angebote gemeinsam ausgewählt.
Welche Angebote erreichen Beschäftigte im Homeoffice?
Für das Arbeiten zu Hause und unterwegs gibt es digitale Formate wie Healthy Homeoffice, den Online-Kurs Healthy Habits, die Online-Trainings von HelloBetter und die App 7Mind@Work. Hinzu kommen Online-Seminare, etwa „Achtsamkeit in unruhigen Zeiten“.
Gibt es Unterstützung für kleine Betriebe ohne BGM-Abteilung?
Ja. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) hat die Barmer die BGM-Netzwerk-Toolbox für Klein- und Kleinstbetriebe entwickelt. Sie erläutert gesetzliche Anforderungen und Netzwerkgründung und enthält digitale Checklisten, Anwendungshilfen und Evaluationstools.
Wer kann am Kurs „Mentale Erste Hilfe im Job“ teilnehmen?
Arbeitgeber und Beschäftigte ab 16 Jahren, ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl. Im Mittelpunkt stehen Auszubildende, dual Studierende und Berufseinsteigende. An dem Kurs hat 7Mind mitgewirkt; er ersetzt laut Barmer keine therapeutische Beratung.
Welche Formate gibt es für Führungskräfte?
Die Seminare „Gesunde Führung“ und „FÜHRUNGAKTIV“, das Online-Seminar „Führung auf Distanz“ sowie eine Web-Konferenz mit dem Titel „Belastungen verstehen, erkennen und handhaben“. Die beiden Seminare gehören zur Reihe „Gesundheit & BGM“ mit sechs Angeboten.