Auf einen Blick
- Gründung
- 1991 (Innungskrankenkassen in Sachsen-Anhalt); heutiger Name seit 2004
- Mitarbeiter
- mehr als 1.200 Beschäftigte und 50 Auszubildende (nach eigenen Angaben, Stand 2026)
- Standorte
- Magdeburg (Unternehmenszentrale), Potsdam (juristischer Sitz); 64 Geschäfts- und Servicestellen (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Zertifizierungen
- TÜV Service tested (TÜV Saarland) für den Kundenservice, Auditbericht 2026
- Zielgruppen
- Unternehmen (BGM), Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Ambulante Dienste, Öffentliche Verwaltung
- Schwerpunkte
- IKK JobGesundPlus, Azubi-Konzept Fit für die Ausbildung, BGF in der Pflege, digitale BGF-Angebote
Zum 1. Oktober 2026 hat sich die IKK gesund plus mit der IKK Brandenburg und Berlin zusammengeschlossen und dabei ihren Namen behalten. Die Innungskrankenkasse ist seither in Bremen und Bremerhaven, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin vertreten; die Unternehmenszentrale liegt in Magdeburg, der juristische Sitz in Potsdam. Unter dem Titel „Gesunder Betrieb“ wendet sie sich an Unternehmen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste und die öffentliche Verwaltung.
Kern des Angebots nach § 20b SGB V ist das Programm IKK JobGesundPlus. Auf eine Kick-off-Veranstaltung, die die Belegschaft informiert, folgt eine Analyse aus anonymisierten Arbeitsunfähigkeitsdaten, anonymer Mitarbeiterbefragung und Arbeitsplatzbegehungen. Ein Projektteam plant daraus Maßnahmen, die möglichst in der gewohnten Arbeitsumgebung stattfinden, damit der Betrieb weiterläuft: Bewegung am Arbeitsplatz, Seminare zu Stressbewältigung und Kommunikation für Beschäftigte und Führungskräfte sowie Ernährungsangebote. Den Abschluss bildet eine Evaluation mit Bericht.
Für Auszubildende hat die Kasse das Konzept „Fit für die Ausbildung“ entwickelt: halb- oder ganztägige Module zu Bewegung und Ergonomie, Stress und Herzgesundheit, Ernährung sowie Suchtprävention, im Ernährungsmodul mit gemeinsamem Einkauf und Kochen. Ein eigenes Angebot richtet sich an Krankenhäuser, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie ambulante Pflegedienste. Digital stehen branchenspezifische Warm-up-Programme, der JobGesundPlus-Trainer und Tipps zu Homeoffice und Ernährung bereit; mit dem Kurz-Check BGF können Betriebe online einschätzen, wo sie beim Thema Gesundheit stehen.
Nach eigenen Angaben versichert die fusionierte Kasse rund 620.000 Menschen und unterhält 64 Geschäfts- und Servicestellen (Stand Oktober 2026). Beschäftigt sind dort nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Menschen und 50 Auszubildende (Stand 2026). Die betreuten Betriebe reichen laut Referenzseite vom Kleinstunternehmen bis zum Großarbeitgeber. Für den Kundenservice hat die Kasse vom TÜV Saarland zum elften Mal das Siegel „Service tested“ erhalten, das auf einer Mitgliederbefragung beruht.
Die Wurzeln liegen in Innungskrankenkassen, die 1991 in Sachsen-Anhalt entstanden. 1995 fusionierten die IKK Magdeburg und die IKK Halle zur IKK Sachsen-Anhalt, 2004 kam die IKK Bremen und Bremerhaven hinzu, woraus die IKK gesund plus hervorging. Nach dem jüngsten Zusammenschluss konstituierte sich am 2. Oktober 2026 ein Verwaltungsrat mit 28 Mitgliedern; die neue Satzung führt die Leistungen beider Kassen zusammen, darunter einen Bonus für Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| IKK JobGesundPlus | Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) | Betriebliches Gesundheitsprojekt in fünf Schritten vom Kick-off bis zur Evaluation mit Abschlussbericht. |
| Analyse im JobGesundPlus-Projekt | BGM-Beratung und -Konzepte | Anonymisierte AU-Daten, anonyme Befragung zu Belastungen und Wünschen sowie Arbeitsplatzbegehungen mit Gesprächen zu Abläufen. |
| Bewegung am Arbeitsplatz | Firmenfitness und Bewegungsprogramme | Bewegungsangebote nach Analysebedarf, möglichst direkt in der gewohnten Arbeitsumgebung durchgeführt. |
| Stressbewältigung und Kommunikation | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Seminare und Trainings für Beschäftigte und Führungskräfte, wahlweise als Einzel- oder Gruppenformat. |
| Ernährung im Arbeitsalltag | Ernährung und Gesundheitsförderung im Betrieb | Ernährungsmaßnahmen im Projekt, digitale Tipps und für Auszubildende gemeinsames Einkaufen und Zubereiten. |
| Fit für die Ausbildung | BGM-Beratung und -Konzepte | Vier Module für Auszubildende zu Bewegung, Stress, Ernährung und Sucht, ergänzt um Screenings wie die 4D-Rückenanalyse. |
| Digitale BGF-Angebote | Digitale BGM-Plattformen und Gesundheits-Apps | Warm-up-Programme nach Branchen, der JobGesundPlus-Trainer sowie Tipps für Homeoffice und Ernährung. |
| BGF in der Pflege | BGM-Beratung und -Konzepte | Gesundheitsförderung für Krankenhäuser, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie ambulante Pflegedienste. |
| Kurz-Check BGF | BGM-Beratung und -Konzepte | Online-Selbsttest, mit dem Betriebe ihren Stand beim Thema betriebliche Gesundheit einschätzen. |
Häufige Fragen
Was erhält ein Betrieb am Ende eines JobGesundPlus-Projekts?
Einen Abschlussbericht mit den Ergebnissen einer abschließenden Mitarbeiterbefragung, einer Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten im Projektverlauf oder im Branchenvergleich, einer Übersicht über die durchgeführten Maßnahmen und Vorschlägen für weitere Aktivitäten.
Welche Screenings gehören zu den Azubi-Modulen?
In den Modulen von „Fit für die Ausbildung“ kommen bei Bedarf die 4D-Rückenanalyse, ein Beweglichkeitstest, die MediMouse, der CardioScan und der Stresspilot zum Einsatz. Die Module laufen als Halb- oder Ganztagsseminar und lassen sich ab acht Auszubildenden direkt im Betrieb organisieren.
Wer begleitet die Projekte vor Ort?
Regionale Gesundheitsberater organisieren die Projekte und planen die Maßnahmen gemeinsam mit dem Betrieb. Laut Seite des Beratungsteams sind sie in acht Beratungsregionen in Sachsen-Anhalt und im Großraum Bremen tätig.
Nach welchen Grundsätzen ist das BGM der Kasse aufgebaut?
Als Prozessmodell nutzt die IKK gesund plus den Public Health Action Cycle. Dazu kommen die Grundsätze Integration, Partizipation und Projektmanagement mit laufender Evaluation; Maßnahmen setzen sowohl am Verhalten der Beschäftigten als auch an den Verhältnissen im Betrieb an.