Auf einen Blick
- Gründung
- Januar 2013
- Standorte
- Berlin
- Zielgruppen
- Krankenkassen, Unternehmen (BGM)
- Schwerpunkte
- Interessenvertretung der Betriebskrankenkassen, Gesundheitsreport, Krankenstandsstatistik, betriebliche Gesundheitsförderung
Die Interessen der Betriebskrankenkassen auf Bundesebene bündelt der BKK Dachverband e.V. mit Sitz in Berlin. Gegründet wurde er im Januar 2013 durch einen direkten Mitgliederentscheid als politische Vertretung der betrieblichen Krankenversicherung. Mitglieder sind 63 Betriebskrankenkassen und vier BKK-Landesverbände (Stand 1. Januar 2026); die Mitgliedskassen versichern nach eigenen Angaben zusammen 9,6 Millionen Menschen (Stand 1. Januar 2026). Für Unternehmen mit betrieblichem Gesundheitsmanagement tritt der Verband vor allem als Herausgeber von Gesundheitsdaten und als Partner in Präventionsinitiativen auf.
Aus der Datenarbeit des Verbands stammt der BKK Gesundheitsreport, der 2025 in seiner 49. Ausgabe erschien und sich mit Empfehlungen an Unternehmen richtet. Im selben Jahr kam der BKK Kundenreport heraus. Laufend veröffentlicht der Verband außerdem Kennzahlen zur ambulanten und stationären Versorgung der BKK-Versicherten.
In der betrieblichen Gesundheitsförderung bündeln die Betriebskrankenkassen mehrere Angebote. Mit dem Deutschen Siegel Unternehmensgesundheit prüfen sie das Gesundheitsmanagement von Firmen; die Prüfung übernehmen unabhängige Auditoren, die wissenschaftliche Auswertung die Technische Universität Chemnitz. Präventionskurse zu Bewegung, Ernährung, Stress, Entspannung und Sucht prüft die Zentrale Prüfstelle Prävention; Betriebskrankenkassen können solche geprüften Kurse bezuschussen. Mit der CSR-Initiative BKK Green Health greift der Verband Klimawandel und Gesundheit in der Arbeitswelt auf, etwa mit Beiträgen zum Hitzeaktionstag und zum Hitzemanagement. Aus dem Innovationsfonds stellt er Versorgungsprojekte vor, darunter Schlaganfall-Lotsen und digitale Pflegeunterstützung.
Die Geschäftsstelle gliedert sich in Fachabteilungen für Strategische Unternehmenspolitik, Politik und Kommunikation, Versorgungsmanagement, Gesundheitsförderung, Pflege und Rehabilitation, Datenmanagement, Empirie und IT sowie Strategisches Controlling, ergänzt um eine Stabsstelle Nachhaltigkeit. Die Aufsicht über den Verband führt das Bundesamt für Soziale Sicherung. Pressemitteilungen und Vorstandsstatements stehen in einem Pressebereich mit Abonnement, Merkliste und PDF-Download bereit.
Im Oktober 2026 äußerte sich der Verband zum Aktionsplan Nachhaltigkeit der Bundesregierung mit Blick auf die Prävention und zum Internationalen Tag der älteren Menschen mit dem Arbeitsplatz als Ausgangspunkt für gesundes Altern. Ein gemeinsames Stellenportal bündelt Ausschreibungen von Betriebskrankenkassen, BKK-Landesverbänden und Trägerunternehmen; im Verband selbst war am 8. Oktober 2026 eine Stelle als Referent:in Betriebliche Gesundheitsförderung in Berlin ausgeschrieben.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Interessenvertretung der Betriebskrankenkassen | Fachverbände | Politische Vertretung von 63 Betriebskrankenkassen und vier Landesverbänden gegenüber Politik, Fachöffentlichkeit und Medien. |
| BKK Gesundheitsreport | Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) | Jährlicher Report, 2025 in 49. Ausgabe, zu Arbeitsunfähigkeit, Versorgung und Arzneimitteln mit Empfehlungen für Unternehmen. |
| Statistiken | Fachverbände | Monatliche Zahlen zu Krankenstand und Arzneimittelverordnungen sowie Kennzahlen zur ambulanten und stationären Versorgung. |
| Deutsches Siegel Unternehmensgesundheit | BGM-Beratung und -Konzepte | Prüfung des betrieblichen Gesundheitsmanagements per Strukturanalyse und Beschäftigtenbefragung, wissenschaftlich ausgewertet und mit Handlungsempfehlungen. |
| BGF-Koordinierungsstelle | Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) | Verweis auf die gemeinsame Anlaufstelle der gesetzlichen Krankenkassen für Gesundheitsförderung in kleinen und mittleren Betrieben. |
| Zentrale Prüfstelle Prävention | Präventionsanbieter | Information über geprüfte Präventionskurse zu Bewegung, Ernährung, Stress, Entspannung und Sucht, die Betriebskrankenkassen bezuschussen können. |
| Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) | Netzwerke und Initiativen | Gemeinsame Initiative mit DGUV und vdek zu gesunder Arbeitsgestaltung und betrieblicher Prävention. |
| BKK Green Health | Netzwerke und Initiativen | CSR-Initiative zu Klimawandel und Gesundheit in der Arbeitswelt, unter anderem mit Beiträgen zum Hitzemanagement. |
Häufige Fragen
Auf welchen Daten beruht der BKK Gesundheitsreport?
Der Report wertet Arbeitsunfähigkeitsdaten, Daten zur ambulanten und stationären Versorgung sowie Arzneimittelverordnungen der BKK-Versicherten aus und ergänzt sie um eine Beschäftigtenbefragung. Zur Ausgabe 2025 gehört ein Tabellenanhang, der als Download bereitsteht.
Wie läuft die Prüfung für das Deutsche Siegel Unternehmensgesundheit ab?
Das Verfahren analysiert Rahmenbedingungen, Strukturen und Prozesse des betrieblichen Gesundheitsmanagements und befragt die Beschäftigten zu ihrer psychischen und physischen Gesundheit. Daraus entstehen Handlungsempfehlungen für das Unternehmen; die Auswertung erfolgt wissenschaftlich.
Wohin wenden sich kleine und mittlere Unternehmen mit Fragen zur Gesundheitsförderung?
An die gemeinsame BGF-Koordinierungsstelle der gesetzlichen Krankenkassen, auf die der BKK Dachverband verweist. Sie informiert Betriebe über betriebliche Gesundheitsförderung und über passende Unterstützungsangebote der Krankenkassen.
Wie häufig erscheinen Zahlen zum Krankenstand?
Monatlich. Der Verband veröffentlicht laufende Statistiken zum Krankenstand und zu Arzneimittelverordnungen der BKK-Versicherten. Sie ergänzen den jährlich erscheinenden BKK Gesundheitsreport und den BKK Kundenreport, die beide zuletzt 2025 herauskamen.
Mit wem arbeitet der Verband in der betrieblichen Prävention zusammen?
In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) kooperiert der BKK Dachverband mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und dem Verband der Ersatzkassen. Im Mittelpunkt stehen gesunde Arbeitsgestaltung und betriebliche Prävention.