Auf einen Blick
- Gründung
- Interessenvertretung seit 1949
- Standorte
- Karlsruhe (Sitz), Landesverbände
- Zielgruppen
- Unternehmen (BGM), Krankenhäuser
- Schwerpunkte
- Arbeitsmedizinische Vorsorge, Gefährdungsbeurteilung, betriebliches Gesundheitsmanagement, Rehabilitation, Telearbeitsmedizin
Seit 1949 vertritt der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) die Interessen der Betriebs- und Werksärzte. Der Berufsverband mit Sitz in Karlsruhe zählt nach eigenen Angaben rund 4.300 ärztliche Mitglieder (Stand 2026), die eine arbeitsmedizinische Fachkunde besitzen oder sich in der entsprechenden Weiterbildung befinden. Gegliedert ist er in Landesverbände, Foren und Arbeitsgruppen. Unternehmen und Krankenhäuser erhalten über ihn Fachinformationen und Zugang zu einer öffentlichen Suche nach Betriebsärztinnen und Betriebsärzten.
Die Fachseiten behandeln arbeitsmedizinische Vorsorge, Eignungsuntersuchungen, Gefährdungsbeurteilung, Impfen, Delegation und die Vertragsgestaltung zwischen Betrieben und Betriebsärzten. Eine eigene Themenseite widmet sich der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Arbeitsgruppen befassen sich unter anderem mit dem Gesundheitswesen, dem Klimawandel sowie mit Bühnen und Orchestern; hinzu kommen ein Forum für Selbstständige und Nachwuchsgruppen. Der Frühjahrskongress Health in Care Professions in Erfurt stellte 2026 Gewalterfahrung, psychische Belastung und Personalmangel im Gesundheitswesen in den Mittelpunkt.
Nach außen wirkt der Verband über Mandatsträger, die er in fachliche und berufspolitische Gremien entsendet; viele Mitglieder sind zudem als Fachberater in Institutionen tätig. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und dem Bundesverband selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte (BsAfB) tritt der VDBW als DIE ARBEITSMEDIZIN auf und veröffentlicht unter diesem Namen gemeinsame Stellungnahmen und Empfehlungen. Im Februar 2025, zum zehnjährigen Bestehen des Präventionsgesetzes, forderten die drei Verbände die Gründung eines Präventions-Thinktanks.
Am 1. Januar 2014 trat eine Vereinbarung mit der Deutschen Rentenversicherung Bund in Kraft, die Betriebsärzte in den Rehabilitationsprozess einbindet; mit mehreren Regionalträgern der Rentenversicherung bestehen weitere Vereinbarungen. 2016 legte der Verband einen Leitfaden zur Telearbeitsmedizin vor, der 2018 aktualisiert wurde. Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine Einigung der arbeitsmedizinischen Verbände mit dem GKV-Spitzenverband, die die Erstattung der Kosten für die Anbindung von Betriebsärzten an die Telematikinfrastruktur regelt.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Berufsverband der Arbeitsmedizin | Fachverbände | Vertretung ärztlicher Mitglieder mit arbeitsmedizinischer Fachkunde oder in Weiterbildung, organisiert in Landesverbänden, Foren und Arbeitsgruppen. |
| Betriebsarztsuche | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Öffentliche Suche, mit der Betriebe Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner aus dem Verband nach Fachrichtung und Ort finden. |
| Fachinformationen zu BGM und Gesundheitsförderung | BGM-Beratung und -Konzepte | Fachseiten zu Verhältnis- und Verhaltensprävention, Eingliederungsmanagement und zur Rolle von Betriebsärzten im betrieblichen Gesundheitsmanagement. |
| Vorsorge, Eignung und Gefährdungsbeurteilung | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Praxiswissen für Betriebe und Betriebsärzte zu Vorsorge, Eignungsuntersuchungen, Gefährdungsbeurteilung, Impfen, Delegation und Verträgen. |
| Psychische Gesundheit im Betrieb | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Themenseite zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz, 2026 auch Kongressthema mit Blick auf Beschäftigte im Gesundheitswesen. |
| Kongresse und Fortbildung | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Deutscher Betriebsärzte-Kongress, Frühjahrskongress in Erfurt, Regionalforen und Fortbildung für arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal. |
| Kooperationen mit der Deutschen Rentenversicherung | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Vereinbarungen mit der DRV Bund und Regionalträgern, die Betriebsärzte in Rehabilitationsverfahren einbeziehen. |
| Telearbeitsmedizin und TI-Anbindung | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Leitfaden zur Telearbeitsmedizin und Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband zur Erstattung der Anbindung an die Telematikinfrastruktur. |
Häufige Fragen
Wie finden Unternehmen über den VDBW einen Betriebsarzt?
Der Verband stellt eine öffentliche Betriebsarztsuche bereit. Darin lassen sich Betriebsärztinnen und Betriebsärzte aus dem Mitgliederkreis nach Fachrichtung und Ort suchen; die Einträge nennen auch die Kontaktdaten der jeweiligen Mitglieder.
Welche Ärztinnen und Ärzte nimmt der Verband als Mitglieder auf?
Aufgenommen werden Ärztinnen und Ärzte mit der Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin oder der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin. Beitreten können außerdem Ärztinnen und Ärzte, die sich in einer dieser Weiterbildungen befinden.
Welche Rolle weist der VDBW Betriebsärzten im BGM zu?
Der Verband beschreibt BGM als Zusammenspiel von Verhältnis- und Verhaltensprävention, Arbeitsschutz, Prävention in Lebenswelten und Eingliederungsmanagement. Die arbeitsmedizinische Vorsorge erreicht alle Beschäftigten und kann Weichen zu Arbeitsgestaltung, Lebensführung, kurativer Versorgung oder Rehabilitation stellen.
Welche Fortbildungen richtet der Verband aus?
Jährlich findet der Deutsche Betriebsärzte-Kongress statt, im Frühjahr zusätzlich der Kongress Health in Care Professions in Erfurt. Die Landesverbände veranstalten Regionalforen, und einmal im Jahr gibt es eine Fortbildung für arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal.