COPRA System GmbH

Auf einen Blick

Gründung
1995 (Entwicklungsbeginn 1993)
Mitarbeiter
über 30 (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
Standorte
Berlin (Hauptsitz)
Zertifizierungen
DIN EN ISO 13485; COPRA6 RM als Medizinprodukt Klasse IIa nach MDR (EU) 2017/745
Zielgruppen
Krankenhäuser
Schwerpunkte
PDMS für Intensivmedizin und Anästhesie, Geräteanbindung, Controllingunterstützung

Die Entwicklung von COPRA begann 1993 in einem Ingenieurbüro, 1994 ging die zweite Version erstmals auf einer Intensivstation in den Routinebetrieb. Heute führt das Patientendatenmanagementsystem COPRA6 der COPRA System GmbH für Intensivmedizin und Anästhesie Befunde, Laborwerte und ärztliche Anordnungen eines Behandlungsfalls in einem Programm zusammen und stellt sie im IT-Verbund des Krankenhauses bereit.

Ärztinnen und Ärzte planen Medikation und Therapie, die Pflege sieht die Anordnungen erst nach Freigabe; beide Berufsgruppen arbeiten mit eigenen Ansichten. Arbeitslisten zeigen erledigte und offene Behandlungsschritte am Bettplatz oder Visitenwagen. Werte aus Monitoring, Beatmung und Perfusoren gelangen automatisch in die Dokumentation. Für das Medizincontrolling exportiert COPRA abrechnungsrelevante Leistungen, liefert Berichte zu hochpreisigen Verfahren und Materialien und prüft die Vollständigkeit beim Abschluss von Fachabteilung und Fall. Eine Lebensakte bildet den Behandlungsverlauf über bis zu zehn Jahre ab, zugeschnitten auf Fachgebiet und Berufsgruppe.

Neben Intensivstationen arbeiten Anästhesie, IMC, Neonatologie, Pädiatrie, Zentrale Notaufnahme und Normalstationen mit dem System. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen über 30 Mitarbeitende (Stand Oktober 2026). Die Referenzseite nennt 44 Einrichtungen, laut Unternehmen überwiegend Universitätskliniken. Entwicklung und Support sitzen gemeinsam in Berlin, Projektbetreuung und Inbetriebnahme erfolgen vor Ort, und einmal im Jahr trifft sich die Anwendergemeinschaft. Das Qualitätsmanagement ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert.

Gegründet wurde die GmbH 1995. 1996 brachte COPRA3 die erste Pumpenanbindung für die automatische Medikamentendokumentation, 1999 folgte der erste Einsatz auf einer Kinderintensivstation, 2002 mit COPRA5 der erste auf einer Normalstation. 2007 erschien COPRA6, 2013 verlegte das Unternehmen seinen Sitz nach Berlin. Seit 2014 besteht die Zertifizierung nach DIN EN ISO 13485, 2017 kam COPRA6 RM1.0 als Medizinprodukt heraus, 2018 die Hardware CINDI für die Anbindung von Medizingeräten. 2024 wurde COPRA6 RM nach der Medizinprodukteverordnung (EU) 2017/745 zertifiziert. 2025 nahmen weitere Universitäts- und Schwerpunktkliniken das System in Intensivmedizin, Anästhesie, Neonatologie und Pädiatrie in Betrieb, im selben Jahr stellte COPRA auf der DMEA in Berlin aus.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
COPRA6 Patientendatenmanagementsystem (PDMS) Krankenhausinformationssysteme (KIS) Bündelt Befunde, Laborwerte und Anordnungen eines Falls auf Intensivstation und in der Anästhesie an einer Stelle.
Ärztliche Anordnungen und Medikationsplanung Krankenhausinformationssysteme (KIS) Ärztlich geplante Verordnungen und Therapiepläne, die das Pflegeteam nach Freigabe in einer eigenen Ansicht sieht.
Bettseitige Pflegedokumentation Krankenhausinformationssysteme (KIS) Arbeitslisten mit offenen und erledigten Schritten; die Akte bleibt bei einem Netzausfall am Bett verfügbar.
Automatische Geräteanbindung und CINDI Krankenhausinformationssysteme (KIS) Übernimmt Werte aus Monitoring, Beatmung und Perfusoren, ergänzt um die Plug-and-Play-Hardware CINDI.
Controlling- und Abrechnungsunterstützung Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software Export abrechnungsrelevanter Leistungen, Controllingberichte und Vollständigkeitskontrolle zum Abschluss von Fachabteilung und Fall.
Lebensakte Krankenhausinformationssysteme (KIS) Zeigt den Behandlungsverlauf eines Patienten über bis zu zehn Jahre, angepasst an Fachgebiet und Berufsgruppe.
Einsatz über die Intensivstation hinaus Krankenhausinformationssysteme (KIS) Installationen auch in Anästhesie, IMC, Neonatologie, Pädiatrie, Notaufnahme und auf Normalstationen.
Skalierbarer, virtualisierbarer Betrieb Krankenhausinformationssysteme (KIS) Auf mehrere Server verteilbare, voll virtualisierbare Dienste auf Basis von SQL Server und .NET.
Fachberatung, Support und Anwendertreffen Krankenhausinformationssysteme (KIS) Begleitung von Projekt und Inbetriebnahme vor Ort, Support aus der Berliner Entwicklung und jährliche Anwendertreffen.

Häufige Fragen

Was geschieht bei einem Ausfall des Kliniknetzwerks?

Die COPRA-Clients speichern Daten lokal. Fallen Netzwerk, einzelne Dienste oder die zentrale Datenbank vorübergehend aus, bleibt die elektronische Akte am Bettplatz oder Visitenwagen verfügbar, und die Station dokumentiert ohne Unterbrechung weiter.

Welche regulatorischen Nachweise liegen für COPRA vor?

COPRA6 RM ist ein Medizinprodukt der Klasse IIa nach Verordnung (EU) 2017/745, klassifiziert nach Anhang VIII Regel 11, mit CE-Kennzeichnung unter Beteiligung einer Benannten Stelle. Das Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert, seit 2022 in der Fassung 2021.

Welche Medizingeräte lassen sich anbinden?

COPRA bringt Treiber und Anbindungen für Monitoring, Beatmung, Narkose und Infusion mit. Vitalparameter und Perfusorgaben werden automatisch übernommen und nur noch bestätigt; seit 2018 ermöglicht die Hardware CINDI eine Plug-and-Play-Anbindung. Zur übrigen Klinik-IT besteht eine flexible Schnittstelle.

Welche IT-Infrastruktur setzt COPRA voraus?

Das System basiert auf Microsoft SQL Server und dem .NET Framework. Die Dienste lassen sich auf mehrere Server verteilen und vollständig virtualisieren, Updates spielt eine integrierte Softwareverteilung auf die Arbeitsplätze.

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