Inworks GmbH

Auf einen Blick

Gründung
1999 in Ulm
Mitarbeiter
rund 60 (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
Standorte
Ulm (Hauptsitz), Kennelbach bei Bregenz (Tochter Inworks Austria GmbH)
Zertifizierungen
DIN EN ISO 9001:2015, ISO/IEC 27001:2022
Mitgliedschaften
Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), GQMG, Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen (BBfG)
Zielgruppen
Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen
Schwerpunkte
CIRS und klinisches Risikomanagement, Beschwerdemanagement, Auditmanagement, Strukturprüfungen, Patientenbefragung, ISMS

Software für Qualitäts-, Risiko- und Beschwerdemanagement in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen entwickelt die Inworks GmbH in Ulm. Im Gesundheitswesen bietet das Unternehmen zwei Produktlinien an: Intrafox Health Care für Qualitäts- und Risikomanagement sowie den Inquery Survey Server für Rückmeldungen von Patienten, Mitarbeitenden und Führungskräften. Außerhalb des Gesundheitswesens entstehen unter anderem Beschwerdemanagement für Versicherer und Safety-Management für die Luftfahrt.

Intrafox ist ein modulares Managementsystem. Das CIRS-Modul nimmt anonyme Meldungen über anpassbare Formulare entgegen, eskaliert sie und wertet Fälle nach beitragenden Faktoren, nach WHO-Klassifikation oder nach einem eigenen Schema aus. Das Beschwerdemanagement deckt Lob und Kritik von der Online-Erfassung über das Crawling sozialer Medien bis zur Auswertung ab. Ein Modul für Strukturprüfungen überwacht beantragte Leistungsgruppen, OPS-Kodes und G-BA-Anforderungen mit Fristenkontrolle, auch über Verbund- und Konzernstrukturen hinweg. Für die Informationssicherheit im Krankenhaus fasst die ISMS-Software Assets, Risiken, Maßnahmen und Vorfallmeldungen zusammen, wahlweise mit Auditinhalten nach B3S oder ISO 27001. Seit 2025 gibt es zudem ein elektronisches Verbandbuch für die Dokumentation von Erste-Hilfe-Leistungen.

Darüber hinaus betreibt Inworks mit CIRS Health Care ein einrichtungsübergreifendes Fehlermelde- und Lernsystem, das nach eigenen Angaben die Bestimmung des G-BA zu § 136a Abs. 3 Satz 3 SGB V erfüllt. Die Fallberichte anonymisieren und de-identifizieren beim Partner InPASS zwei unabhängige CIRS-Fachleute nacheinander. Beim 2024 gestarteten Versicherten-CIRS „Mehr Patientensicherheit“ der Ersatzkassen ist Inworks Projektpartner.

Das 1999 in Ulm gegründete Unternehmen ist inhabergeführt und eigenkapitalfinanziert; entwickelt wird nach eigenen Angaben ausschließlich in Deutschland. In Kennelbach bei Bregenz besteht die Tochtergesellschaft Inworks Austria GmbH. Inworks ist nach DIN EN ISO 9001:2015 und ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 60 Mitarbeitende (Stand Oktober 2026). Mitgliedschaften bestehen im Aktionsbündnis Patientensicherheit, in der GQMG und im Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen.

2026 war Inworks auf dem DRG-Forum vertreten und richtete im Mai das Anwenderforum in Ulm aus, Ende September folgte die Ankündigung von KI-Funktionen für das Beschwerdemanagement. Auf der Karriereseite war im Oktober 2026 eine Stelle in der IT-Systemintegration ausgeschrieben.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
CIRS-Modul in Intrafox Health Care Klinisches Risikomanagement und CIRS Anonyme Fehlermeldungen mit eigenen Formularen, Eskalationsstufen und wählbarem Analyseschema bis zur Fallbearbeitung.
CIRS Health Care (einrichtungsübergreifendes Fehlermelde- und Lernsystem) Klinisches Risikomanagement und CIRS Gemeinsames Lernsystem mehrerer Einrichtungen mit anonymisierten Fallberichten, Kundenbereich und Teilnahmebestätigung.
Beschwerdemanagement für Krankenhaus und Pflege QM- und Dokumentensoftware Erfasst Lob und Beschwerden online und aus sozialen Medien und verknüpft sie mit Maßnahmen und Risiken.
Auditmanagement Audits und Peer Review Interne Audits mit Fragenkatalogen für QM, Risikomanagement und Altenhilfe, offline per App durchführbar.
Strukturprüfungs-Management QM- und Dokumentensoftware Überwacht für beantragte Leistungsgruppen die Vorgaben aus OPS und G-BA, Fristen und zentral abgelegte Nachweise.
ISMS-Software nach B3S, ISO 27001 und NIS-2 IT-Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen Informationssicherheit im Krankenhaus mit Assets, Risiken, Vorfällen und Audits, optional mit B3S-Inhalten.
Patientenbefragung mit dem Inquery Survey Server QM- und Dokumentensoftware Fortlaufende Erhebung von Patientenrückmeldungen am Bildschirm, per Papierbogen mit Scan oder gemischt, auf Wunsch betreut.
Elektronisches Verbandbuch Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit Intrafox-Modul seit 2025, das Erste-Hilfe-Einsätze in Kliniken datenschutzkonform digital statt im Papierbuch festhält.

Häufige Fragen

Lässt sich das CIRS ohne die übrigen Intrafox-Module einsetzen?

Ja. Das CIRS ist als Einzelmodul nutzbar und kann bei Bedarf mit Risiko-, Maßnahmen- oder Auditmanagement vernetzt werden. Die Fallbearbeitung lässt sich zentral, dezentral oder gemischt organisieren, je nach Struktur der Einrichtung.

Wird die Software in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum betrieben?

Beides ist möglich: Die webbasierte Software wird vor Ort installiert oder in der Inworks Cloud betrieben, deren Server nach eigenen Angaben in Deutschland stehen. Kundenspezifische Anpassungen laufen über eine eigene Schnittstelle, damit sie bei künftigen Releases erhalten bleiben.

Auf welche Regelwerke ist das Auditmanagement ausgelegt?

Interne Audits lassen sich nach DIN EN ISO 9001, DIN EN 15224, KTQ oder LkSG planen, dazu kommen Compliance- und Risiko-Audits. Mitgeliefert werden Fragenkataloge für QM, klinisches Risikomanagement und Altenhilfe; vor Ort arbeiten Auditoren auch offline per App.

Unterstützt die Teilnahme an CIRS Health Care bei Vergütungszuschlägen?

Teilnehmende Einrichtungen erhalten eine Teilnahmebestätigung, sobald sie einen eigenen Fallbericht in CIRS Health Care eingereicht haben. Mit dieser Bestätigung lassen sich Vergütungszuschläge nach § 17b Abs. 1a Nr. 4 KHG geltend machen.

Kann die Patientenbefragung auch auf Papier laufen?

Ja. Befragt wird digital, auf Papier mit integrierter Scan-Digitalisierung oder hybrid. Kliniken nutzen dabei ihren bestehenden Fragebogen oder einen vorgefertigten adaptiven Zwei-Minuten-Fragebogen und wählen zwischen reiner Software, Software mit Beratung und Full-Service.

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