mediCAD Hectec GmbH

Auf einen Blick

Gründung
1994
Standorte
Altdorf bei Landshut (Hauptsitz), Bad Homburg, Hamburg; Tochtergesellschaft in Smyrna (Atlanta), USA
Zertifizierungen
MDR (EU) 2017/745 Risikoklasse IIa, EN ISO 13485, MDSAP
Zielgruppen
Krankenhäuser, Arztpraxen und MVZ
Schwerpunkte
Präoperative 2D- und 3D-Planung in Orthopädie und Unfallchirurgie

Seit 1994 entwickelt die mediCAD Hectec GmbH Software für die präoperative Planung in Orthopädie und Unfallchirurgie. Krankenhäuser sowie Arztpraxen und MVZ planen damit Eingriffe wie den Gelenkersatz in 2D und 3D. Hauptsitz ist Altdorf bei Landshut, weitere Büros bestehen in Bad Homburg und Hamburg, seit 2015 außerdem eine Tochtergesellschaft in Smyrna bei Atlanta.

Kern des Angebots ist mediCAD 8. Fachmodule decken Knie, Hüfte, Schulter, Wirbelsäule, Fuß, obere Extremitäten und Trauma ab, ergänzt um Template- und Radiologiemodule. Die Software bestimmt Implantatgrößen automatisch, passt Bemaßungen dynamisch an und stellt prä- und postoperative Planung einander gegenüber. In den Hüft- und Kniemodulen erkennt eine KI Landmarken und gibt patientenspezifische Implantatempfehlungen. Grundlage ist eine eigene SQL-Datenbank mit nach eigenen Angaben rund 600.000 Implantat-Templates in 2D und 3D. Neben PACS-Systemen sind RIS und Register angebunden, Planungen gehen per FTP direkt an Endodok. Im OP lässt sich die Planung über Head-Mounted-Computer und XR-Headsets wie die Meta Quest freihändig aufrufen.

mediCAD ist als Medizinprodukt der Risikoklasse IIa nach MDR (EU) 2017/745 zertifiziert, das Qualitätsmanagement nach EN ISO 13485; beide Zertifikate stammen von der mdc medical device certification GmbH. Hinzu kommt ein MDSAP-Zertifikat. Partner sind seit 2021 Zimmer Biomet und LINK, 2025 begann eine strategische Partnerschaft mit Meril für orthopädische Lösungen. Für 2021 nennt das Unternehmen ein Netz aus 70 Vertriebspartnern weltweit.

Auf Version 1.1 im Gründungsjahr folgte 1999 die digitale präoperative Planung. 2009 übergab die Gründerfamilie die Führung an eine neue Geschäftsführung. 2017 erschien mediCAD 3D neben der 2D-Version 5.0, 2022 kamen Mixed Reality, die 3D-Planung für Fußoperationen und der Standort Hamburg hinzu. Version 7.0 kam 2023 MDR-zertifiziert auf den Markt, 2024 folgten die SQL-Implantatdatenbank und eine neue Bild-Engine. mediCAD 8 wurde auf dem DKOU 2025 vorgestellt und 2026 eingeführt.

Ende Oktober 2026 waren auf der Karriereseite vier Stellen ausgeschrieben, unter anderem in Vertrieb, Produktmanagement und deutschem Kundenservice.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
mediCAD 8 Planungsplattform Krankenhausinformationssysteme (KIS) Aktuelle Version für die präoperative Planung in 2D und 3D mit KI-gestützter Landmarkenerkennung bei Hüfte und Knie.
2D-Fachmodule Krankenhausinformationssysteme (KIS) Module für Knie, Hüfte, Schulter, Wirbelsäule, Fuß, obere Extremitäten und Trauma mit automatischer Implantatgrößenbestimmung.
mediCAD 3D Krankenhausinformationssysteme (KIS) Dreidimensionale OP-Planung, seit 2017 erhältlich und seit 2022 auch für Eingriffe am Fuß.
Implantatdatenbank Krankenhausinformationssysteme (KIS) SQL-Datenbank mit nach eigenen Angaben rund 600.000 Templates herstellerspezifischer Implantate in 2D und 3D.
QueryClient PACS-Anbindung Krankenhausinformationssysteme (KIS) Mitgelieferte Anwendung, die DICOM-Bilder aus dem PACS holt und fertige Planungen dorthin zurückschreibt.
mediCAD Hosting und Web Krankenhausinformationssysteme (KIS) Betrieb in zertifizierten Rechenzentren auf dedizierten oder mandantengetrennten Servern, alternativ on-premise.
Mixed Reality im Operationssaal Krankenhausinformationssysteme (KIS) Freihändige Nutzung der Planung während der Operation über Head-Mounted-Computer und XR-Headsets.
mediCADemy Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung Onlinekurse zu den Modulen mit Lernkontrollen und Schulungsnachweis, ergänzt durch Live- und Vor-Ort-Schulungen.

Stand der Angaben: 1. November 2026. Grundlage sind öffentliche Angaben auf der Website des Unternehmens; die Redaktion hat sie zusammengefasst und geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Wie gelangen Bilddaten aus dem PACS in die Planung?

Der QueryClient wird als Server- oder Einzelplatzanwendung mitgeliefert. Er lädt DICOM-Daten der Formate CR, DX, XA, CT, MRT und DVT per Query/Retrieve und speichert fertige Planungen per Store SCP ins PACS zurück; mehrere DICOM-Knoten lassen sich in Gruppen verwalten.

Welche Betriebsmodelle bietet mediCAD an?

Die Software läuft on-premise in der eigenen Infrastruktur oder im mediCAD Hosting. Dort stehen dedizierte Server oder geteilte Server mit Mandantentrennung in zertifizierten Rechenzentren bereit; genutzt wird mediCAD wahlweise web- oder desktopbasiert.

Wie werden neue Anwender eingearbeitet?

Das Onlineportal mediCADemy bietet Kurse zu den einzelnen Modulen mit integrierten Lernkontrollen und dokumentiert die absolvierte Schulung als Nachweis. Ergänzend gibt es Live-Schulungen und Termine vor Ort.

Für welche Märkte außerhalb Europas ist mediCAD zugelassen?

Neben der Zertifizierung nach MDR besitzt mediCAD ein MDSAP-Zertifikat, eine NMPA-Registrierung für China und eine TFDA-Zertifizierung für Thailand aus dem Jahr 2026. Ebenfalls 2026 erhielt mediCAD 8 die Zulassung für den kanadischen Markt.

Weitere Firmen