Auf einen Blick
- Gründung
- 1. Januar 1936
- Standorte
- Sitz in Oldenburg
- Mitgliedschaften
- Verwaltungsgemeinschaft VGplus
- Zielgruppen
- Öffentliche Verwaltung, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im alten Oldenburger Land
- Schwerpunkte
- Prävention, Seminare zu Arbeits- und Gesundheitsschutz, BGM und BEM, Gewaltprävention, Reha-Management
Für Städte, Gemeinden und Landkreise im alten Oldenburger Land im Nordwesten Niedersachsens sowie für deren Einrichtungen und Betriebe ist der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Oldenburg (GUV OL) Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Verband mit Sitz in Oldenburg ist eine landesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Nach eigenen Angaben zählt er rund 245.000 Versicherte; 2026 waren 63 Kommunen beim GUV OL versichert.
Das Team Prävention berät Mitgliedsbetriebe aus Bildung, Gesundheit und Pflege, Infrastruktur und Verwaltung zu Bauvorhaben, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung; Branchenseiten bündeln Informationen etwa für Krankenhäuser, Rettungsdienst und Verwaltung. In der Gewaltprävention stützt sich der GUV OL auf das Aachener Modell mit vier Gefährdungsstufen und auf eine Audit-Checkliste, mit der Betriebe ihre Maßnahmen überprüfen; die Ausbildung psychologischer Erstbetreuender und Deeskalationstrainer bezuschusst er. Ein nach Branchen sortiertes Präventionsportal mit DGUV-Informationen und Regelwerken betreibt er gemeinsam mit den Unfallversicherungsträgern in Niedersachsen und Bremen.
Das jährliche Seminarprogramm reicht von Grund- und Aufbauseminaren für Sicherheitsbeauftragte über die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen und den Brandschutz bis zu Stressmanagement, Resilienz, Deeskalation und gesundem Führen; angemeldet wird über ein Onlineportal. Hinzu kommen Seminare zur Rückenfitness und zur Bildschirmarbeit sowie Inhouse-Seminare mit eigenen Dozenten in einem begrenzten Zeitkontingent. Für Personalverantwortliche und Personalvertretungen gibt es die Online-Formate GesundheitsImpuls BGM und WissensImpuls BEM. Als Teil der Verwaltungsgemeinschaft VGplus öffnet der Verband seinen Mitgliedern zusätzlich Kooperationsseminare der Partnerträger. Nach schweren Arbeits-, Schul- oder Wegeunfällen begleitet ein Reha-Management die Versicherten.
Errichtet wurde der Verband am 1. Januar 1936. Zum 90-jährigen Bestehen startete er 2026 eine Kommunale Mitmachaktion, in der die versicherten Kommunen bis zum 31. Oktober 2026 gute Beispiele für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz melden konnten. Ende September 2026 war die Präventionsberatung mit einem Informations- und Gesundheitsangebot auf dem Gesundheitstag einer Kreisverwaltung vertreten; im August 2026 informierte der GUV OL an Schulen über Kosten und Folgen von Reizgasunfällen.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Präventionsberatung Arbeitswelt | Unfallversicherungsträger und Berufsgenossenschaften | Beratung kommunaler Mitgliedsbetriebe zu Bauvorhaben, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und Gewaltprävention durch das Team Prävention. |
| Seminarprogramm Arbeitssicherheit | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Grund- und Aufbauseminare für Sicherheitsbeauftragte, Seminare zu psychischen Belastungen und Brandschutz, Anmeldung über ein Onlineportal. |
| GesundheitsImpuls Betriebliches Gesundheitsmanagement | BGM-Beratung und -Konzepte | Online-Seminar für BGM-Verantwortliche, Personalvertretungen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu Grundlagen, Abläufen und Umsetzung. |
| BEM-Kurzimpuls und PraxisWorkshop BEM | BGM-Beratung und -Konzepte | Online-Kurzimpuls und ganztägiger Präsenzworkshop in Oldenburg zu Anspruch, Verfahren, Gesprächsführung und interner Kommunikation. |
| Seminare Gesundheitsschutz: Stress, Resilienz, gesunde Führung | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Seminare zu Stressmanagement, Resilienz, Deeskalation und gesundem Führen, ergänzt um Inhouse-Seminare mit eigenen Dozenten. |
| Seminare Rückenfit und Bildschirmarbeit | Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung | Seminarangebote zur Rückenfitness und zur Arbeit am Bildschirm für Beschäftigte im Schwerpunkt Gesundheitsschutz. |
| Gewaltprävention im Arbeitsleben | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Zuschüsse für psychologische Erstbetreuende und Deeskalationstrainer, Beratung zur Gefährdungsbeurteilung und Unterstützung nach Übergriffen. |
| Reha-Management | Unfallversicherungsträger und Berufsgenossenschaften | Begleitung nach schweren Arbeits-, Schul- oder Wegeunfällen mit individuellem Reha- und Teilhabeplan und koordiniertem Heilverfahren. |
| Branchenangebot Sicheres Krankenhaus | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Branchenseite für Kliniken und Pflegeeinrichtungen mit Zugang zum virtuellen Arbeitsschutzportal der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. |
Stand der Angaben: 1. November 2026. Grundlage sind öffentliche Angaben auf der Website des Unternehmens; die Redaktion hat sie zusammengefasst und geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Wer trägt die Kosten der Seminare?
Für beim GUV OL Versicherte übernimmt der Verband nach § 23 Abs. 2 SGB VII die unmittelbaren Seminarkosten sowie Fahrt, Verpflegung und Unterbringung; je Organisation und Seminar können bis zu vier Personen teilnehmen. Versicherte anderer Träger brauchen vorab Zustimmung und Kostenübernahme ihres Trägers.
Was unternimmt der GUV OL nach einem Übergriff auf Beschäftigte?
Nach einer telefonischen Meldung organisiert der Verband kurzfristig probatorische psychotherapeutische Sitzungen für die betroffenen Beschäftigten und übernimmt deren Kosten. Vorbeugend bezuschusst er die Ausbildung psychologischer Erstbetreuender und berät zu Gewaltaspekten in der Gefährdungsbeurteilung.
Welche Schritte umfasst ein betriebliches Eingliederungsmanagement laut GUV OL?
Der Verband beschreibt fünf Schritte: Feststellung von mehr als sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit, Angebot samt Datenschutzerklärung, Erstgespräch, Fallmanagement mit Evaluation und Beendigung. Vertieft wird das Thema in einem ganztägigen BEM-Praxisworkshop in Oldenburg.
Gibt es Angebote für Krankenhäuser und den Rettungsdienst?
Ja. Im Präventionsbereich Arbeitswelt stehen Branchenseiten für ein sicheres Krankenhaus, einen sicheren Rettungsdienst und eine sichere Verwaltung bereit. Die Krankenhausseite führt zum virtuellen Arbeitsschutzportal der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen mit Klinikbereichen, Gefahrstoffen und Unterweisungen.
Wie begleitet der Verband Versicherte nach schweren Unfällen?
Reha-Managerinnen und Reha-Manager erstellen mit den Versicherten einen individuellen Reha- und Teilhabeplan und koordinieren das Heilverfahren. Für Fragen zur Rehabilitation unterhält der GUV OL zudem eine zentrale Ansprechstelle nach § 12 SGB IX.