AOK Baden-Württemberg

Auf einen Blick

Standorte
Stuttgart (Hauptsitz)
Zielgruppen
Unternehmen (BGM), Pflegeeinrichtungen, Ambulante Dienste
Schwerpunkte
Gesundheitsberichte, Arbeitssituationsanalyse, psychische Gesundheit, gesunde Führung, Pflege

Analyse, Planung und Beratung, Durchführung und Evaluation: Nach diesem Regelkreis begleitet die AOK Baden-Württemberg Betriebe beim Aufbau ihrer betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20b SGB V. Die Allgemeine Ortskrankenkasse mit Sitz in Stuttgart wendet sich mit ihrem Fachportal für Arbeitgeber an Unternehmen sowie an Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste.

Für die Analyse stehen Gesundheitsberichte auf Basis anonymisierter Arbeitsunfähigkeitsdaten bereit, aufbereitet vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO). Ein zweites Instrument ist die Arbeitssituationsanalyse: Dabei diskutieren 10 bis 15 Beschäftigte einer Hierarchieebene ohne Vorgesetzte über belastende Faktoren und leiten gemeinsam Veränderungen ab. Bei den Maßnahmen reicht das Spektrum von Bewegung und Rückengesundheit über Vorträge zur Pausenverpflegung und die Beratung von Betriebskantinen bis zum Seminarkonzept Führung in Balance, das vom Tagesseminar bis zur Seminarreihe gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung, Kommunikation und die eigenen Ressourcen von Führungskräften behandelt.

Im Bereich psychische Gesundheit bietet die Kasse Lebe Balance an, ein 2013 mit dem Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim entwickeltes Präventionsprogramm. Für Pflegeeinrichtungen gibt es eigene Programme, für Gruppen wie Auszubildende oder Schichtarbeitende angepasste Bausteine. Fünf Online-Angebote, darunter AOK atWork, Online-Trainings zu Bewegung und mentaler Gesundheit sowie Online-Coachings für Familien, ergänzen die Formate im Betrieb. Unternehmen, die ein systematisches BGM mit dauerhaften Strukturen aufbauen, können an einem Bonusprogramm teilnehmen. Als regionale Ansprechpersonen fungieren sogenannte Themenfeldmanager.

Nach eigenen Angaben versichert die AOK Baden-Württemberg über 4,6 Millionen Menschen (Stand 2026); laut Bilanzteil lag ihr Anteil an den GKV-Versicherten im Land zum Stichtag 1. Juli 2024 bei 46,2 Prozent, ebenfalls nach eigenen Angaben. An Lebe Balance haben seit 2013 nach eigenen Angaben über 15.000 Menschen teilgenommen (Stand 2026). Seit 2025 ersetzt der Podcast #AgendaGesundheit den klassischen Unternehmensbericht, der Bilanzteil erscheint weiterhin als PDF. Im Oktober 2026 startete die Kasse gemeinsam mit dem Bosch Health Campus die gesundheitspolitische Initiative „Mehr gesunde Lebensjahre für alle“ und stellte ihren Fehlzeiten-Report für Baden-Württemberg vor.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Gesundheitsbericht für Unternehmen Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) Auswertung anonymisierter Arbeitsunfähigkeitsdaten des Betriebs im Vergleich mit Branche oder Region.
Arbeitssituationsanalyse BGM-Beratung und -Konzepte Gruppendiskussion mit Beschäftigten einer Hierarchieebene, ohne Vorgesetzte, zu Belastungen bei der Arbeit.
BGM-Begleitung nach dem Regelkreis BGM-Beratung und -Konzepte Begleitung von der Analyse über Planung und Umsetzung bis zur Evaluation der betrieblichen Maßnahmen.
Lebe Balance Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit Präventionsprogramm zur psychischen Gesundheit mit Vortrag im Betrieb und siebenteiligem Seminar.
Führung in Balance BGM-Beratung und -Konzepte Seminare vom Einzeltag bis zur Reihe zu gesundheitsgerechter Führung, Kommunikation und eigenen Ressourcen.
Bewegung und Rückengesundheit Firmenfitness und Bewegungsprogramme Bewegungsangebote und Rückengesundheit im Betrieb, ergänzt um ein Online-Training für den Arbeitsalltag.
Ernährung im Betrieb Ernährung und Gesundheitsförderung im Betrieb Vorträge etwa zur Pausenverpflegung, Tipps für Beschäftigte und Beratung von Betriebskantinen.
Angebote für einzelne Zielgruppen BGM-Beratung und -Konzepte Bausteine für Auszubildende, Schichtarbeit, Handwerk, Produktion sowie Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten.
Digitale Programme (u. a. AOK atWork) Digitale BGM-Plattformen und Gesundheits-Apps Fünf Online-Angebote, darunter AOK atWork, Online-Trainings und Online-Coachings für Familien.
Betriebliche Gesundheitsförderung in der Pflege Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) Programme PiP, PiP-a und QualiPEP für stationäre und ambulante Pflege sowie Pflege.Kräfte.Stärken.

Meldungen auf gesundheitsmanagement.de: AOK-Transparenzberichte 2026 mit Quoten zur häuslichen Krankenpflege

Häufige Fragen

Welche Kennzahlen enthält der Gesundheitsbericht für Unternehmen?

Der Bericht zeigt den Krankenstand des Betriebs im überbetrieblichen Vergleich mit Branche oder Region, aufgeschlüsselt nach Tätigkeitsgruppen und Diagnosen sowie nach Falldauer und Häufigkeit. Grundlage sind anonymisierte Arbeitsunfähigkeitsdaten der bei der AOK versicherten Beschäftigten; für die Datenqualität ist das WIdO zuständig.

Wie ist das Programm Lebe Balance aufgebaut?

Den Auftakt bildet ein Vortrag im Betrieb, danach folgt ein Seminar mit sieben Terminen zu je anderthalb Stunden unter Leitung qualifizierter Trainerinnen und Trainer. Inhaltlich geht es um psychische Widerstandskraft. Ergänzend bietet die Kasse Online-Trainings zur mentalen Gesundheit an.

Gibt es Angebote für Kleinbetriebe?

Ja. Für Klein- und Kleinstbetriebe mit bis zu 50 Beschäftigten hält die AOK Baden-Württemberg eigene Programmbausteine bereit. Weitere Zuschnitte richten sich an Auszubildende, Beschäftigte in Schichtarbeit sowie an Handwerk und Produktion.

Was bietet die AOK Pflegeeinrichtungen?

Für stationäre und ambulante Pflege gibt es die Programme PiP und PiP-a sowie QualiPEP. Hinzu kommt die AOK-Initiative Pflege.Kräfte.Stärken., die sich an Pflegekräfte richtet. Gebündelt sind die Angebote unter dem Thema betriebliche Gesundheitsförderung in der Pflege.

Wie beginnt die Zusammenarbeit beim BGM?

Der Einstieg läuft über die regionale Ansprechperson für betriebliche Gesundheit, die sich per Postleitzahl finden lässt, oder über das Kontaktformular des Fachportals. Danach folgt die Begleitung entlang des Regelkreises von der Analyse über Planung und Durchführung bis zur Evaluation.

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