Meldung · Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Universitätsklinikum Leipzig und Klinikum Chemnitz, 20.10.2026
Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, das Universitätsklinikum Leipzig und das Klinikum Chemnitz haben einen Vertrag über gegenseitige Unterstützung bei der Sterilgutversorgung geschlossen. Nach der gemeinsamen Mitteilung vom 20. Oktober 2026 gilt die Vereinbarung ab sofort. Sie greift, wenn in einem der drei Häuser die Aufbereitung von Medizinprodukten durch eine Havarie oder einen Störfall ausfällt, der sich voraussichtlich nicht innerhalb von sechs Stunden beheben lässt. Das betrifft vor allem Katastrophen- und Notfälle.
In einem solchen Fall stellen die Partner dem betroffenen Haus Räume und Ausstattung ihres Sterilisationsbereichs zur Verfügung. Die Medizinprodukte werden nach Absprache in die einspringende Klinik gebracht und dort gereinigt, desinfiziert und sterilisiert. So soll die Versorgung mit sterilen Medizinprodukten auch unter Ausnahmebedingungen gesichert bleiben. Angaben zu Kosten, Verrechnung oder Laufzeit enthält die Mitteilung nicht.
Die Häuser stellen den Vertrag in den Zusammenhang einer engeren Zusammenarbeit der drei sächsischen Maximalversorger, auch mit Blick auf die Strukturen der kritischen Infrastruktur (KRITIS). Diese Zusammenarbeit soll über bestehende Kooperationen hinausgehen. Prof. Dr. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums, sieht darin einen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit der Gesundheitsversorgung. Prof. Dr. Martin Wolz, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, verweist auf die Übereinstimmung mit den Zielen der sächsischen Landesregierung.
Für das Klinikmanagement zeigt die Vereinbarung, wie eigenständige Krankenhäuser Ausfallrisiken bei der Aufbereitung von Medizinprodukten vertraglich gemeinsam absichern können.
Originalmitteilung: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Universitätsklinikum Leipzig und Klinikum Chemnitz, 20.10.2026
Stand: 20.10.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.