BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V.

Auf einen Blick

Mitarbeiter
mehr als 30 in der Geschäftsstelle Berlin (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
Standorte
Berlin (Hauptsitz), Brüssel (Büro)
Zielgruppen
Krankenhäuser
Schwerpunkte
Interessenvertretung der Medizintechnologie, Akademie, Versorgungsforschung, Marktstatistiken

Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnik, dazu Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger: Diese Unternehmen organisiert der BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V. mit Hauptsitz in Berlin. Nach eigenen Angaben zählt der Wirtschaftsverband über 300 Mitgliedsunternehmen, in der Berliner Geschäftsstelle arbeiten mehr als 30 Beschäftigte (Stand Oktober 2026). Für die Arbeit auf EU-Ebene unterhält er ein Büro in Brüssel.

Die Interessenvertretung reicht von der Landes- über die Bundes- bis zur europäischen Ebene. Ihre Positionen bringt die Branche über den Verband in parlamentarische Anhörungen, Konsultationen der Bundesregierung, Kommissionen und Hintergrundgespräche ein, unter anderem gegenüber dem G-BA und dem GKV-Spitzenverband. Fachlich stützt sich diese Arbeit auf über 80 Gremien; Arbeitskreise befassen sich mit Querschnittsthemen wie dem ambulanten und stationären Markt, Digitalisierung, Recht und Regulatorik. Austauschformate verbinden die Mitglieder mit Krankenkassen, Ärzteschaft, Fachgesellschaften, Kliniken, Pflege, Einkaufsgemeinschaften und Patientenvertretungen. Den Vorstand wählt die Mitgliederversammlung in der Regel für zwei Jahre.

Zwei eigene Einrichtungen ergänzen die Verbandsarbeit. Die nicht gewinnorientierte BVMed-Akademie ist Veranstaltungs- und Bildungszentrum mit Schulungen, Seminaren, Workshops, Inhouse-Angeboten und Kongressen zu Regulatorik, Erstattung, Klinikeinkauf, Hilfsmitteln, Recht und Kommunikation. Das im Frühjahr 2022 gegründete BVMed-Institut betreibt Versorgungs- und Gesundheitssystemforschung sowie Methoden- und Nutzenbewertung von Medizinprodukten und baut eine Datenstelle auf. Es ist eine organisatorisch selbstständige Einheit der Geschäftsstelle. Über ein Treuhandbüro entstehen außerdem Marktstatistiken in verschiedenen Produktbereichen.

Im September 2025 richtete die Akademie in Berlin den elften Homecare-Management-Kongress aus, mit Teilnehmenden aus Politik, Kostenträgern, Kliniken, Ärzteschaft, Pflege und Hilfsmittelversorgung. 2026 folgten die BVMed-Herbstumfrage zur Lage der Branche und eine Studie des WifOR Institute zur Krankheitslast der koronaren Herzkrankheit, die der Verband in Auftrag gegeben hatte. Im Oktober 2026 nahm der BVMed zur Anhörung im Gesundheitsausschuss Stellung und sprach sich dabei gegen die Wiedereinführung von Hilfsmittel-Ausschreibungen aus. Eine Karriereseite informiert über Berufswege in der Medizintechnik-Branche.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Interessenvertretung der MedTech-Branche Fachverbände Vertretung von Herstellern, Händlern, Zulieferern und Homecare-Versorgern auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.
Gremienarbeit Fachverbände Mehr als 80 Arbeitskreise, Fachbereiche und Fokusgruppen zu Markt, Digitalisierung, Recht und Regulatorik.
BVMed-Akademie Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung Seminare, Workshops, Inhouse-Angebote und Kongresse zu Regulatorik, Erstattung, Klinikeinkauf, Hilfsmitteln und Recht.
BVMed-Institut Fachverbände Seit 2022 Forschung zur Versorgung sowie zur Methoden- und Nutzenbewertung von Medizinprodukten, Aufbau einer Datenstelle.
Marktstatistiken Fachverbände Kartellrechtskonforme Statistiken über ein Treuhandbüro in mehreren Produktbereichen, offen auch für Nichtmitglieder.
Homecare-Management-Kongress Netzwerke und Initiativen Kongress der Akademie, 2025 in elfter Auflage, mit Politik, Kostenträgern, Kliniken, Pflege und Hilfsmittelversorgung.
Studien und Umfragen Fachverbände Herbstumfrage zur Branchenlage 2026 und beauftragte Studien, etwa des WifOR Institute zur koronaren Herzkrankheit.
Austausch mit Versorgungsakteuren Netzwerke und Initiativen Dialogformate mit Krankenkassen, Ärzteschaft, Fachgesellschaften, Kliniken, Pflege, Einkaufsgemeinschaften und Patientenvertretungen.

Häufige Fragen

Können auch Nichtmitglieder an den Marktstatistiken teilnehmen?

Ja. Der BVMed lässt die Marktstatistiken über ein Treuhandbüro erstellen, damit sie kartellrechtskonform bleiben. Sie decken verschiedene Produktbereiche ab, und die Teilnahme steht auch Unternehmen offen, die nicht Mitglied des Verbands sind.

Welche Themen behandelt die BVMed-Akademie im Herbst 2026?

Das Herbstprogramm 2026 umfasst unter anderem Veranstaltungen zu Normung, Datenschutz, Entlassmanagement, Klinikeinkauf und Vergaberecht. Die Referierenden kommen aus behördlicher, betrieblicher und anwaltlicher Praxis; neben offenen Seminaren gehören Inhouse-Formate zum Angebot.

Wie organisiert der BVMed die Mitarbeit seiner Mitglieder?

Neben Arbeitskreisen zu Querschnittsthemen gibt es Fachbereiche und Fokusgruppen für produktspezifische Fragen, etwa zu Homecare, Diabetes, DRG oder Endoprothetik. Insgesamt stehen den Mitgliedern mehr als 80 strategische und fachliche Gremien offen.

Mit welchen Institutionen arbeitet das BVMed-Institut zusammen?

Als zentral bezeichnet das Institut die Zusammenarbeit mit Akteuren der Selbstverwaltung, etwa dem G-BA sowie den Instituten IQWiG und IQTIG. Neben der Forschung veröffentlicht es eigene Auswertungen, darunter 2025 eine MedTech Analysis zu Patentanmeldungen in der Medizintechnik.

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