IFU-CERT GmbH

Auf einen Blick

Gründung
2000, hervorgegangen aus dem 1991 gegründeten Institut für Umwelttechnik
Konzern
CERTANIA-Gruppe
Standorte
Hannover
Mitarbeiter
nach eigenen Angaben 29 Personen im Team (Stand Oktober 2026)
Zertifizierungen
DAkkS-akkreditierte Zertifizierungsstelle, Umweltgutachterorganisation
Mitgliedschaften
VAZ, VNU, Institut der Norddeutschen Wirtschaft, Fachverband Biogas
Zielgruppen
Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Pflegeeinrichtungen
Schwerpunkte
ISO 9001 im Gesundheits- und Sozialwesen, BAR-anerkannte Reha-Verfahren, konfessionelle Träger

Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen in konfessioneller und kirchlicher Trägerschaft aus diakonischem und caritativem Umfeld bilden einen Schwerpunkt der IFU-CERT GmbH aus Hannover. Die Zertifizierungsgesellschaft der CERTANIA-Gruppe prüft Qualitätsmanagementsysteme im Gesundheits- und Sozialwesen nach DIN EN ISO 9001 und nach mehreren von der BAR anerkannten Verfahren; ihr Angebot richtet sich auch an die Eingliederungshilfe und an soziale Dienstleister. Zum 30.09.2025 wurde die proCum Cert GmbH, die sich auf konfessionelle Einrichtungen spezialisiert hatte, mit der IFU-CERT verschmolzen.

Für die Rehabilitation steht unter anderem IQMP kompakt zur Wahl, das die Bereiche Führung, Politik und Strategie, Mitarbeitende, Partnerschaften und Ressourcen sowie Prozesse betrachtet und dabei auf Ergebnisse und die Orientierung an den Rehabilitanden achtet. Das Diakonie-Siegel Vorsorge und Rehabilitation beruht auf dem Bundesrahmenhandbuch von EVA und DQE und ist für diakonische Häuser gedacht, die Mütter, Väter und pflegende Angehörige aufnehmen. Für die medizinische Rehabilitation gibt es ein eigenes Diakonie-Siegel, für die Suchthilfe das Verfahren deQus.

Als weitere Zertifizierungsmöglichkeiten nennt IFU-CERT das KTK-Gütesiegel, das MGW-Qualitätssiegel und KTQ sowie pCC Krankenhaus und pCC inklusive KTQ. Managementsysteme für Arbeits- und Gesundheitsschutz zertifiziert die Gesellschaft nach ISO 45001 und nach MAAS-BGW, auch in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens. Als Umweltgutachterorganisation ist sie zudem in den Feldern Emissionshandel, Energie und Nachhaltigkeit tätig.

Der Gesundheitsbereich hat eine eigene Fachbereichsleitung. Vor jedem Audit legen Einrichtung und Auditteam gemeinsame Ziele fest; wer für IFU-CERT auditiert, arbeitet daneben selbst operativ und kennt die Praxis aus eigener Tätigkeit. Nach eigenen Angaben weist IFU-CERT über alle Geschäftsbereiche 1.237 Zertifizierungen in 14 Ländern im europäischen Raum aus (Stand Oktober 2026). Die DAkkS-akkreditierte Zertifizierungsstelle ist Mitglied im VAZ, im VNU und im Institut der Norddeutschen Wirtschaft.

Hervorgegangen ist die Gesellschaft aus dem 1991 in Hannover gegründeten Institut für Umwelttechnik (IFU); die IFU-CERT GmbH selbst wurde im Jahr 2000 gegründet.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
DIN EN ISO 9001 im Gesundheits- und Sozialwesen Zertifizierung (KTQ, ISO 9001, DIN EN 15224) QM-Zertifizierung für Kliniken, Reha-, Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen, mit Schwerpunkt auf kirchlichen Trägern.
IQMP kompakt Zertifizierung (KTQ, ISO 9001, DIN EN 15224) BAR-anerkanntes Verfahren mit fünf Kriterienbereichen für Reha aller Fachrichtungen und rehanahe Akutbereiche wie die Geriatrie.
Diakonie-Siegel Vorsorge und Rehabilitation Zertifizierung (KTQ, ISO 9001, DIN EN 15224) Verfahren nach dem Bundesrahmenhandbuch von EVA und DQE für Häuser, die Mütter, Väter und pflegende Angehörige aufnehmen.
Diakonie-Siegel medizinische Rehabilitation Zertifizierung (KTQ, ISO 9001, DIN EN 15224) Gütesiegel für diakonische Reha-Einrichtungen, allein oder als integriertes System zusammen mit DIN EN ISO 9001.
deQus für die Suchthilfe Zertifizierung (KTQ, ISO 9001, DIN EN 15224) QM-Verfahren der Suchthilfe für Reha-Kliniken bei Abhängigkeitserkrankungen, mit jährlicher Überwachung und Rezertifizierung nach drei Jahren.
KTQ, pCC Krankenhaus und KTK-Gütesiegel Zertifizierung (KTQ, ISO 9001, DIN EN 15224) Von IFU-CERT als weitere Zertifizierungsmöglichkeiten genannt, ebenso wie pCC inklusive KTQ und das MGW-Qualitätssiegel.
Arbeitsschutz nach ISO 45001 und MAAS-BGW Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit Zertifizierung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystemen, auch für Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens.

Häufige Fragen

Für welche Einrichtungen eignet sich IQMP kompakt?

IQMP kompakt ist für Reha-Einrichtungen aller Fachrichtungen gedacht, sowohl für Einsteiger in ein QM-Verfahren als auch für Systemwechsler. Darüber hinaus kommt es für Akutbereiche mit Reha-Bezug in Frage, etwa in der Geriatrie oder Neurologie.

Lässt sich das Diakonie-Siegel medizinische Rehabilitation mit ISO 9001 verbinden?

Ja. Das Siegel gibt es als eigenständiges Verfahren oder zusammen mit DIN EN ISO 9001 in einem integrierten Qualitätsmanagementsystem. Beide Varianten richten sich an diakonische Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, die zum Schwerpunkt konfessioneller Träger bei IFU-CERT gehören.

Wie läuft eine Zertifizierung bei IFU-CERT ab?

Der Prozess hat fünf Schritte: Vorgespräch und Planung, ein Stufe-1-Audit als Prüfung der Dokumente, das Stufe-2-Audit vor Ort, die Erteilung des Zertifikats und anschließend regelmäßige Überwachungsaudits während der Laufzeit.

Welches Verfahren nutzt IFU-CERT in der Suchthilfe?

Für die Suchthilfe zertifiziert IFU-CERT nach deQus, einem branchenspezifischen QM-Verfahren, das vor allem in Reha-Kliniken für Abhängigkeitserkrankungen eingesetzt wird. Nach der Zertifizierung folgen jährliche Überwachungsaudits, eine Rezertifizierung steht alle drei Jahre an.

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