IKK classic

Auf einen Blick

Gründung
1. Januar 2010
Mitarbeiter
6.868 aktive Mitarbeitende (nach eigenen Angaben, Stand 1. Juni 2026)
Standorte
Dresden (Hauptsitz); 154 Servicecenter (nach eigenen Angaben, Stand 2026)
Zielgruppen
Unternehmen (BGM), Pflegeeinrichtungen
Schwerpunkte
BGM für Handwerksbetriebe, Fehlzeiten-Analysen, Gesundheitstage, BGM-Apps für Beschäftigte und Führungskräfte

Ihren Schwerpunkt hat die IKK classic im Handwerk, dem die Innungskrankenkasse traditionell eng verbunden ist. Gegründet wurde sie zum 1. Januar 2010, Sitz ist Dresden. Das Angebot der Kasse zum betrieblichen Gesundheitsmanagement nach § 20b SGB V richtet sich an Unternehmen und Pflegeeinrichtungen; teilgenommen haben nach eigenen Angaben mehrere tausend Betriebe (Stand 2026).

Regionale IKK-Gesundheitsmanager führen Betriebe durch fünf qualitätsgeprüfte Schritte. Grundlage des Maßnahmenplans ist eine Fehlzeiten-Analyse, die um Einschätzungen der Beschäftigten zu Arbeitsbedingungen und Abläufen ergänzt wird. Die Umsetzung setzt an Verhältnissen und Verhalten an: mit Rückenschule, aktiven Pausen und ergonomischer Beratung, mit Trainings zu Stressmanagement, Resilienz, Pausenkultur und Suchtprävention, dem Coaching „Leben in Balance“ sowie Ernährungsworkshops und Empfehlungen zu Kantine und Trinkwasserangebot. Nach Abschluss aller Schritte vergibt die IKK classic ein eigenes BGM-Siegel.

Für Gesundheitstage stellt die Kasse Vorträge, Workshops und zwölf auf das Handwerk zugeschnittene Tests bereit, darunter einen Stress-Check, der die Anpassung der Herzfrequenz an die Atmung misst. Als virtuelle Messe ist ein digitaler Gesundheitstag mit Hallen für einzelne Gewerke und Berufsgruppen aufgebaut. Zwei eigene Apps ergänzen das Angebot: IKK bewegt bietet Beschäftigten Team-Challenges, einen Gewohnheitstracker und Impulse zu Bewegung, Ernährung, Stress, Sucht und Teamentwicklung. IKK gesund führen richtet sich mit Infotexten, Videos, Übungen und Gesprächsleitfäden an Führungskräfte aus Handwerk, Pflege und weiteren Unternehmen.

Seit 2017 ist die IKK classic Partnerin des Corporate Health Award; gemeinsam mit EUPD Research und dem Handelsblatt vergibt sie dort den Sonderpreis „Gesundes Handwerk“, 2026 zum zehnten Mal. Mit demselben Forschungspartner entstand ein Benchmark-Report, der das BGM eines Betriebs mit Vergleichswerten aus dem Handwerk abgleicht. Zusammen arbeitet die Kasse außerdem mit den Handwerksjunioren und dem Bundesverband Unternehmerfrauen im Handwerk. Ende August 2026 unterzeichnete sie die European Declaration on Heat and Health mit Blick auf Hitzeschutz im Handwerk, im September folgte ein Positionspapier zur Prävention.

Nach eigenen Angaben versichert die IKK classic 2,86 Millionen Menschen und beschäftigt 6.868 aktive Mitarbeitende (Stand 1. Juni 2026). Ebenfalls nach eigenen Angaben betreut sie 365.503 Firmenkunden und unterhält 154 Servicecenter (Stand 2026). Die Karriereseite gliedert offene Positionen in Bereiche wie Vertrieb und Kundenberatung, Medizin und Versorgung, IT und Controlling sowie Ausbildung und Studium.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
BGM in fünf Schritten Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) Regionale Gesundheitsmanager begleiten Betriebe von der Erstberatung über Analyse und Umsetzung bis zur Erfolgskontrolle.
Fehlzeiten-Analyse BGM-Beratung und -Konzepte Ursachenanalyse betrieblicher Fehlzeiten, ergänzt um Einschätzungen der Beschäftigten zu Arbeitsbedingungen und Abläufen.
BGM-Trainings Bewegung und Ergonomie Firmenfitness und Bewegungsprogramme Rückenschule, aktive Pausen, Bewegungsprogramme und ergonomische Beratung als Bausteine der Umsetzungsphase.
Stressmanagement, Resilienz und Suchtprävention Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit Trainings zu Stress, Resilienz, Pausenkultur und Sucht sowie das Coaching „Leben in Balance“ für Beschäftigte.
Ernährung im Betrieb Ernährung und Gesundheitsförderung im Betrieb Ernährungsworkshops und Empfehlungen zur Gestaltung von Kantine und Trinkwasserangebot im Betrieb.
Gesundheitstage im Betrieb Gesundheitstage und Check-ups Vorträge, Workshops für 5 bis 20 Personen und zwölf auf das Handwerk zugeschnittene Gesundheitstests.
Digitaler Gesundheitstag Gesundheitstage und Check-ups Virtuelle Messe mit Hallen für acht Gewerke und Berufsgruppen sowie einer Halle zur Arbeitssicherheit.
App IKK bewegt Digitale BGM-Plattformen und Gesundheits-Apps Team-Challenges, Gewohnheitstracker und Impulse zu Bewegung, Ernährung, Stress und Sucht für Beschäftigte von BGM-Betrieben.
App IKK gesund führen Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung App und Webanwendung mit Infotexten, Videos, Übungen und Gesprächsleitfäden für Führungskräfte in Handwerk und Pflege.

Häufige Fragen

Welche fünf Schritte umfasst ein BGM-Projekt mit der IKK classic?

Zuerst berät der regionale Gesundheitsmanager, danach folgen Analyse und Auswertung mit einem Maßnahmenplan. Die Umsetzung kombiniert verhältnis- und verhaltensbezogene Maßnahmen. Den Abschluss bildet eine Erfolgskontrolle, nach der die Kasse ein Siegel für geprüfte BGM-Qualität vergibt.

Wer darf die App IKK bewegt nutzen?

Alle Beschäftigten eines Betriebs, der sein BGM mit der IKK classic durchführt, unabhängig von der eigenen Krankenkasse. Betrieben wird die App von einem externen Dienstleister mit Servern in Deutschland; persönliche Daten gehen nicht an die Kasse, eine anonyme Teilnahme ist möglich.

Wie groß und wie lang sind die Workshops an Gesundheitstagen?

Ein Workshop ist für 5 bis 20 Beschäftigte ausgelegt. Die Dauer reicht vom 30-minütigen Kurzworkshop bis zum ganztägigen Komplett-Check. Hinzu kommen Vorträge und eine Auswahl aus zwölf Tests, die auf das Handwerk zugeschnitten sind.

Unter welchen Bedingungen gibt es den BGM-Bonus?

Den Bonus können Betriebe erhalten, die eine verbindliche BGM-Vereinbarung abgeschlossen haben. Zusätzlich müssen mindestens drei bei der IKK classic versicherte Beschäftigte alle drei Einheiten eines BGM-Trainings vollständig absolvieren.

Welche Themenhallen bietet der digitale Gesundheitstag?

Die virtuelle Messe umfasst bis zu vier Themen und acht Hallen für Bau, Elektro und Metall, Körperpflege, Nahrungsmittel, Textil, Holz, Verwaltung und Pflege. Seit April 2024 gibt es zusätzlich eine Halle zu Arbeitssicherheit und Unfallgefahren, fachlich begleitet vom VDSI.

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