Auf einen Blick
- Gründung
- Januar 2011
- Mitarbeiter
- Geschäftsstelle mit sechs Personen (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Standorte
- Weißenburg (Geschäftsstelle)
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Öffentliche Verwaltung
- Schwerpunkte
- Gemeinsamer Einkauf, Rahmenverträge, Benchmarks, Beratung und Weiterbildung für kommunale und freigemeinnützige Kliniken
Die Klinik-Kompetenz-Bayern eG ist eine Genossenschaft, in der sich kommunale und freigemeinnützige Krankenhäuser aus Bayern zusammengeschlossen haben. Gegründet im Januar 2011, organisiert sie von ihrer Geschäftsstelle in Weißenburg aus den gemeinsamen Einkauf der Mitglieder, stellt Vergleichsdaten bereit, berät Klinikleitungen und kommunale Entscheidungsträger und richtet den fachlichen Austausch aus. Private Träger sind nicht vertreten; die Genossenschaft betont ihre Unabhängigkeit von privaten Gewinninteressen.
Beim Einkauf verfolgt die KKB zwei Wege. Medizinisches Verbrauchsmaterial und Pharmaprodukte beziehen die Kliniken über einen EU-weit ausgeschriebenen Einkaufsdienstleister zu verhandelten Konditionen. In Verbindlichkeitsgruppen legen mehrere Häuser gleichartige Bedarfe zusammen und vergeben sie an ein oder zwei Lieferanten. Für Dienstleistungen stehen Rahmenverträge zur Verfügung, unter anderem für Krankenhaushygiene, Personalrecruiting, Speisenversorgung, IT, Unternehmensberatung und Recht.
Entscheidungsträger der Mitgliedshäuser erhalten Daten und Leistungskennzahlen, etwa zu Verweildauer, Kodierung, MD-Prüfungen und Sachkosten. Medizinische Fachgruppen auf Chefarztebene arbeiten mit Leistungs- und Verweildauerbenchmarks. Vor Ort berät die KKB zu Fragen der Finanzen, der Organisation und der medizinischen Versorgung. Arbeitskreise und Foren befassen sich mit Einkauf, Hygiene, Kodierung, Qualitätsmanagement, Datenschutz, AEMP, MVZ und Medizintechnik. Hinzu kommen Weiterbildungen für Führungs- und Fachkräfte, teils gemeinsam mit der Hochschule Ansbach.
Nach eigenen Angaben gehören der Genossenschaft 60 Kliniken von 32 Trägern mit annähernd 42.000 Beschäftigten an (Stand Mai 2026). In der Generalversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Der Aufsichtsrat besteht aus Vertretern der Mitgliedskliniken und wurde 2024 mit sieben Mitgliedern für drei Jahre wiedergewählt, der Vorstand 2025 nach dreijähriger Amtszeit. Als Partner führt die KKB unter anderem KIG, KHZV, Prospitalia und Qumik auf.
Gegenüber Politik und Verbänden vertritt die Genossenschaft die Belange ihrer Mitglieder, etwa mit einer Stellungnahme zur Bundesgesetzgebung im Mai 2026 oder im März 2026 bei einem Treffen von Deutschem Landkreistag und Deutschem Städtetag in Berlin. An der Jahrestagung 2025 in Beilngries nahmen über 70 Personen teil; Themen waren die Krankenhausreform und die Weiterbildung von Führungskräften.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Gemeinsamer Einkauf über Einkaufsdienstleister | Einkaufsgemeinschaften | Beschaffung von Verbrauchsmaterial und Pharmaprodukten über einen EU-weit ausgeschriebenen Dienstleister zu verhandelten Konditionen. |
| Verbindlichkeitsgruppen | Einkaufsgemeinschaften | Mehrere Kliniken fassen gleichartige Bedarfe zusammen und vergeben sie gebündelt an ein oder zwei Lieferanten. |
| Rahmenverträge für Dienstleistungen | Einkaufsgemeinschaften | Abrufbare Verträge mit Dienstleistern für Hygiene, Recruiting, Speisenversorgung, IT, Unternehmensberatung und Rechtsfragen. |
| Daten und Benchmarks | Kostenrechnung und Benchmarking | Kennzahlen für Entscheidungsträger, unter anderem zu Verweildauer, Kodierung, MD-Prüfungen und Sachkosten der Mitgliedshäuser. |
| Individuelle Beratung | Strategie- und Managementberatung Krankenhaus | Beratung von Klinikleitungen und kommunalen Entscheidungsträgern vor Ort zu Finanzen, Organisation und Versorgungsfragen. |
| Arbeitskreise, Foren und medizinische Fachgruppen | Netzwerke und Initiativen | Austauschformate zu Einkauf, Hygiene, Kodierung, Qualitätsmanagement, Datenschutz und AEMP sowie Fachgruppen auf Chefarztebene. |
| Personalentwicklung | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Weiterbildung für Führungs- und Fachkräfte mit Leadership-Lehrgängen, MBA, Lean Hospital und Chefarztseminar. |
| Interessenvertretung | Netzwerke und Initiativen | Vertretung kommunaler und freigemeinnütziger Kliniken gegenüber Politik und Verbänden, unter anderem mit Stellungnahmen zu Bundesgesetzen. |
Häufige Fragen
Welche Kliniken können Mitglied der KKB werden?
Aufgenommen werden kommunale und freigemeinnützige Kliniken in Bayern. Die Einzelheiten regelt die Satzung, die als Download bereitsteht; dem Beitritt geht ein Beratungsgespräch mit der Genossenschaft voraus.
Für welche Produkte wurden bereits Verbindlichkeitsgruppen gebildet?
Bisher bündelten Mitgliedskliniken auf diesem Weg unter anderem Handschuhe, Klinikbetten, Wundversorgung und Nahtmaterial sowie Strom und Gas. Ziel ist es, gleichartige Bedarfe auf ein oder zwei Lieferanten zu konzentrieren und so Preissynergien zu erzielen.
In welchen Fachgebieten arbeiten die medizinischen Fachgruppen?
Fachgruppen auf Chefarztebene gibt es in der Gefäßchirurgie, der Kardiologie sowie der Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie vergleichen Leistungs- und Verweildauerdaten ebenso wie Sach- und Materialkosten der beteiligten Häuser.
Welche Weiterbildungen bietet die Genossenschaft an?
Mit der Hochschule Ansbach gibt es einen Zertifikatslehrgang Leadership, einen berufsbegleitenden MBA und ein Angebot für Stationsleitungen. Daneben stehen Lean Hospital und ein Chefarztseminar im Programm der Personalentwicklung.
Wie ist die Geschäftsstelle der KKB aufgestellt?
Nach eigenen Angaben arbeiten in der Geschäftsstelle in Weißenburg sechs Personen, zuständig unter anderem für Assistenz, Controlling und Beschaffung; dem Vorstand gehören drei Personen an (Stand Oktober 2026).