Auf einen Blick
- Gründung
- Ausgründung aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, Markteinführung 1997
- Mitarbeiter
- 100 (nach eigenen Angaben, Stand 2026)
- Standorte
- Dossenheim (Hauptsitz), Frankfurt am Main, Ismaning
- Zertifizierungen
- DIN EN ISO 13485:2016, CE-Kennzeichnung nach MDR (EU) 2017/745, BSI C5 Testat Typ 1 (Stichtag 16.06.2026)
- Mitgliedschaften
- DRG, Normenausschuss Radiologie im DIN, IHE Deutschland, HL7 Benutzergruppe in Deutschland, bvitg, BVMI, gesundheitswirtschaft rhein-main, GMDS
- Konzern
- NEXUS-Unternehmensgruppe (NEXUS AG, Donaueschingen)
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Arztpraxen und MVZ
- Schwerpunkte
- RIS, PACS, herstellerneutrales Archiv, Teleradiologie, Patientenportal
Vom radiologischen Arbeitsplatz über das herstellerneutrale Archiv bis zum bundesweiten Telekonsil reicht das Angebot der NEXUS / CHILI GmbH aus Dossenheim. Das Unternehmen gehört zur NEXUS-Unternehmensgruppe mit der NEXUS AG in Donaueschingen und entwickelt Radiologieinformationssysteme, PACS und Enterprise-Imaging-Software einschließlich Teleradiologie für Krankenhäuser, Arztpraxen und MVZ.
Das modulare Radiologie-PACS erfasst, archiviert und verteilt Aufnahmen und lässt sich von der Einzelpraxis bis zur standortübergreifenden Klinikinstallation skalieren; ein redundantes Mehrserverkonzept, Mandantentrennung und ein Rollen- und Rechtekonzept dienen der Ausfallsicherheit. NEXUS / RIS bietet frei konfigurierbare Arbeitsbereiche, integrierte Befundschreibung und Module für Nuklearmedizin. Das NEXUS / VNA führt Digitalarchiv, PACS und ECM zusammen und tauscht Dokumente mit IHE-Akten und der ePA aus. Hinzu kommen ein PACS für die digitale Pathologie, das Patientenportal NEXUS / PORTAL und die Einbindung von KI-Systemen in den radiologischen Workflow. Für die Teleradiologie liefert das Unternehmen Router, Gateways und eine webbasierte Lösung; das Netzwerk TKmed verbindet Einrichtungen bundesweit für Teleradiologie und Telekonsultation und deckt die Anforderungen an Traumazentren im TraumaNetzwerk DGU ab.
Neben dem Hauptsitz bestehen Niederlassungen in Frankfurt am Main und Ismaning; Länderseiten gibt es für Frankreich, die Niederlande, Österreich, Polen und Spanien, Vertriebspartner in den USA und Indonesien. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 100 Mitarbeitende und hat seit 1997 mehr als 1.000 Systeme lizenziert (Stand 2026). Das Qualitätsmanagement ist nach DIN EN ISO 13485:2016 zertifiziert, die Medizinprodukte tragen eine CE-Kennzeichnung nach MDR (EU) 2017/745, und für die Cloud-Portallösungen liegt ein BSI-C5-Testat Typ 1 vor. Zu den Mitgliedschaften zählen die Deutsche Röntgengesellschaft, IHE Deutschland und der Normenausschuss Radiologie im DIN.
Entstanden ist das Unternehmen als Ausgründung aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum; die drei Gründer sind Wissenschaftler und Medizininformatiker. Anfang der 1990er Jahre entstanden erste teleradiologische Netzwerke, 1997 kamen die PACS- und Teleradiologielösungen auf den Markt. Ein eigenes Teleradiologie-Protokoll wurde zur Grundlage von DICOM E-Mail, dem Minimalstandard der Deutschen Röntgengesellschaft. 2024 folgte eine Partnerschaft mit der KI-Plattform deepc für den DACH-Markt, im Juli 2026 die Funktion TKmed PatientView für die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten.
Die Karriereseite listete im Oktober 2026 drei Stellen, im Customer Success für das RIS und im Vertrieb.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Radiologie PACS | Krankenhausinformationssysteme (KIS) | Modulares Bildarchiv für radiologische Aufnahmen, skalierbar von der Einzelpraxis bis zum standortübergreifenden Enterprise-PACS. |
| NEXUS / RIS | Krankenhausinformationssysteme (KIS) | Radiologieinformationssystem mit konfigurierbaren Arbeitsbereichen, Befundschreibung und Modulen für Nuklearmedizin und Qualitätsmanagement. |
| NEXUS / VNA (Vendor Neutral Archive) | Krankenhausinformationssysteme (KIS) | Herstellerneutrales Archiv, das PACS, Digitalarchiv und ECM bündelt und Dokumente mit der ePA austauscht. |
| Pathologie PACS (PATHO-PACS) | Krankenhausinformationssysteme (KIS) | Digitale Betrachtung und Befundung von Gewebeschnitten mit Workflow-Einbindung und Option für KI-Werkzeuge. |
| Teleradiologie | Telemedizin und Videosprechstunde | Router, Gateways und Weblösung für Bildversand, Zweitmeinung und Befundung an anderem Ort, auch DIN-abgenommen. |
| TKmed | Telemedizin und Videosprechstunde | Bundesweites Netz für Teleradiologie und Telekonsultation mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung. |
| NEXUS / PORTAL | Patientenportale und Terminmanagement | Portal, das Patienten von der Vorbereitung des Klinikaufenthalts bis zur Anschlussbehandlung begleitet und Zuweiser einbindet. |
| Künstliche Intelligenz in der Radiologie | Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software | Einbindung von KI-Systemen in den radiologischen Workflow, unter anderem über Partnerschaften mit KI-Plattformen. |
Häufige Fragen
Lässt sich das PACS mit dem RIS eines anderen Herstellers kombinieren?
Ja. Laut Unternehmen ist das PACS sowohl in das NEXUS / RIS als auch in Radiologieinformationssysteme anderer Hersteller integrierbar. Fremdsysteme werden dabei per DICOM Query/Retrieve abgefragt.
Welche Standards unterstützen die Systeme?
Die Lösungen arbeiten mit DICOM einschließlich DICOM E-Mail nach dem Minimalstandard der Deutschen Röntgengesellschaft, mit HL7 und mit IHE-Profilen. Über das herstellerneutrale Archiv NEXUS / VNA lassen sich zudem Dokumente mit der elektronischen Patientenakte austauschen.
Welche Nachweise gibt es zur Cloud-Sicherheit der Portale?
Für den Cloud-Dienst CHILI Portal-Lösungen liegt ein BSI-C5-Testat Typ 1 nach C5:2020 vor, ausgestellt von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Stichtag 16. Juni 2026. Die Kommunikation in TKmed ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und mit Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert.
Wie läuft die Einführung ab?
Nach einer Konzeption mit allen Beteiligten liefert das Unternehmen vorinstallierte Systeme, führt Abnahmen und Schulungen durch und begleitet den Echtbetrieb mit Applikationsspezialisten. Danach übernimmt der Support die weitere Betreuung der Installation.
Sind die Komponenten auch für andere Hersteller erhältlich?
Ja, Module zur Kommunikation, Speicherung und Anzeige medizinischer Bilddaten gibt es als OEM-Komponenten für andere Hersteller. Innerhalb der NEXUS-Gruppe arbeitet das Unternehmen zudem mit Gesellschaften wie NEXUS / E&L, NEXUS / MARABU und NEXUS / LAB zusammen.