Gesundheitsmanagement Studium in Nürnberg: drei Hochschulen, drei Profile
Alle drei Nürnberger Anbieter sind Hochschulen, und jede setzt einen eigenen Akzent. Die staatliche Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm verbindet Gesundheitsmanagement mit Digitalisierung, die kirchliche Evangelische Hochschule Nürnberg mit der Sozialwirtschaft. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) bringt Gesundheitsökonomie im Master und ein weiterbildendes Programm ein. Das Gesundheitsmanagement Studium in Nürnberg verteilt sich so auf zwei Bachelor- und zwei Masterstudiengänge.
Bachelor und Master in Nürnberg
Den Bachelor Digitales Gesundheitsmanagement (B.Sc.) führt die TH Nürnberg über sieben Semester in Vollzeit oder dual. Management in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft (B.A.) an der Evangelischen Hochschule dauert in Vollzeit ebenfalls sieben Semester, in Teilzeit 14.
Im Master bietet die FAU Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie (MiGG, M.Sc.) in Vollzeit über vier Semester. Für Berufstätige gibt es den weiterbildenden Master of Health Business Administration (MHBA), organisiert als berufsbegleitendes Fernstudium.
Erlangen, Ansbach, Würzburg und die anderen bayerischen Studienorte fasst die Seite für Bayern zusammen.
Gesundheitswirtschaft in Nürnberg
Das Firmenverzeichnis nennt sechs Unternehmen mit Sitz in Nürnberg. Zwei gehören zu Personal und Recruiting, je eines zu Abrechnung, Controlling und Finanzen, Recht und Versicherung, betrieblichem Gesundheitsmanagement sowie Qualität, Risiko und Hygiene. Zu den Einträgen zählen Pacura med und RÖDL.
Fragen rund um Nürnberg
Gibt es in Bayern Bildungsurlaub für ein berufsbegleitendes Studium?
Nein. Ein Landesgesetz über Bildungsurlaub oder Bildungsfreistellung hat Bayern nicht. Den Entwurf eines Bayerischen Bildungsfreistellungsgesetzes lehnte der Landtag zuletzt am 14. Oktober 2021 ab (Drs. 18/18361), ein späteres Gesetz wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die Begründung des Entwurfs nannte damals Bayern und Sachsen als einzige Länder ohne gesetzliche Regelung.
Wie kommen Berufstätige in Nürnberg ohne Abitur an die Hochschule?
Nach Art. 88 Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz (Text gültig ab 16.05.2026) besteht mit Meisterprüfung, gleichgestellter Fortbildung oder einem Abschluss von Fachschule oder Fachakademie nach einer Beratung durch die Hochschule ein allgemeiner Zugang zum Studium. Fachgebunden studieren kann, wer eine mindestens zweijährige Ausbildung, in der Regel drei Jahre Praxis in einem verwandten Bereich und die von der Hochschule festgestellte Studieneignung nachweist. Maßgeblich ist die Prüfung durch die Hochschule.