DAK-Gesundheit

Auf einen Blick

Gründung
18. Jahrhundert in Breslau (250-jähriges Jubiläum 2024)
Mitarbeiter
rund 10.700 (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
Standorte
Hauptsitz Hamburg
Zielgruppen
Unternehmen (BGM), Krankenhäuser
Schwerpunkte
BGM nach PDCA-Zyklus, Vorträge, Bewegung, Ernährung, BGM-Qualifizierung

Mit einem Online-Quick-Check können Arbeitgeber bei der DAK-Gesundheit den Stand ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements selbst einschätzen und danach unverbindlich ein individuelles BGM-Konzept anfordern. Die gesetzliche Ersatzkasse mit Sitz in Hamburg begleitet über feste Ansprechpersonen Betriebe aller Branchen und Größen bundesweit, auch solche mit großen Filialnetzen, und hat eigene Angebote für Krankenhäuser.

Ein BGM-Projekt folgt bei der DAK dem PDCA-Zyklus. Am Anfang steht eine Analyse per Mitarbeiterbefragung oder Fehlzeitenanalyse, es folgen die Einführung von Maßnahmen, die Erfolgsmessung über Krankenstand und Zufriedenheit und die Verankerung in den Unternehmensrichtlinien. Als Qualitätsmaßstab dient der Leitfaden Prävention, gesteuert werden die Maßnahmen auch über eine digitale Gesundheitsplattform. Methoden wie Nudging im BGM oder die Großgruppenmethode Future Search stellt die DAK in eigenen Veranstaltungen vor.

Das Vortragsprogramm reicht von Führung und Zusammenarbeit mit Themen wie virtuellem Führen, psychologischer Sicherheit im Team und Technostress bis zu Resilienz, Achtsamkeit, positiver Psychologie nach dem PERMA-Modell und gesundem Schlaf. Eigene Formate gibt es für Auszubildende, Beschäftigte ab 50, Frauen in den Wechseljahren und Pflegepersonal. Bewegungsangebote wie die FitnessPause oder Mini- und Mikropausen, die Begleitung von B2Run- und weiteren Firmenläufen, Ernährungsvorträge und das DAK-Kantinenprogramm für die Gemeinschaftsverpflegung ergänzen das Angebot, ebenso eine Fortbildung zu betrieblichen Suchtbeauftragten. Ein digitaler Gesundheitstag stellt die Formate vor; hinzu kommen Webinare, Seminare und die Podcast-Reihe „8 Minuten für Motivation und Anwesenheit“.

Ein BGM-Beirat mit Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis erarbeitet Handlungsempfehlungen an Politik und Gesellschaft. Mit dem IGES Institut veröffentlicht die DAK regelmäßig ihren Gesundheitsreport und halbjährliche Krankenstandsanalysen; im Oktober 2025 erschien zudem ein Fachbuch zum BGM mit über 300 Seiten, das auch als E-Book vorliegt. Nach eigenen Angaben unterstützt die Kasse bundesweit viele hundert Unternehmen im BGM (Stand September 2026) und beschäftigt rund 10.700 Menschen (Stand Oktober 2026). Auf der Karriereseite waren im Oktober 2026 133 Stellen ausgeschrieben, etwa in Kundenberatung, Leistungen und IT sowie für Ausbildung und duales Studium.

Ihre Wurzeln hat die Kasse im 18. Jahrhundert in Breslau, wo sich Kaufmannsgehilfen zur gegenseitigen Absicherung zusammenschlossen; zum 250-jährigen Jubiläum richtete der Hamburger Senat 2024 einen Empfang aus. 2016 fusionierte die DAK-Gesundheit mit der Hamburger BKK Beiersdorf.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
BGM mit der DAK Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) Begleitung durch feste Ansprechpersonen für Betriebe jeder Branche und Größe, auch mit Filialnetz, nach dem PDCA-Zyklus.
BGM-Quick-Check und BGM-Konzept BGM-Beratung und -Konzepte Online-Selbsteinschätzung des BGM-Stands mit anschließender Möglichkeit, unverbindlich ein individuelles Konzept anzufordern.
Vorträge zu Führung und Zusammenarbeit Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung Online-Vorträge für Führungskräfte zu virtuellem Führen, psychologischer Sicherheit, Technostress und gesundem Onboarding.
Vorträge zu Stress, Resilienz und Psyche Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit Online-Vorträge für Beschäftigte zu Resilienz, Achtsamkeit, PERMA-Modell, Prokrastination, Homeoffice-Balance und Schlaf.
Suchtprävention und Qualifizierung Suchtbeauftragte Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit Vortrag zu Arbeit und Sucht sowie Fortbildung von Beschäftigten zu betrieblichen Suchtbeauftragten.
Bewegungsformate und Firmenläufe Firmenfitness und Bewegungsprogramme FitnessPause, Bewegungspause mit Bällen, Mini- und Mikropausen, Herz-Kreislauf-Training und Begleitung von Firmenläufen.
Ernährungsvorträge und DAK-Kantinenprogramm Ernährung und Gesundheitsförderung im Betrieb Vorträge zur Ernährung am Arbeitsplatz, Kantinenprogramm und für Kliniken das Konzept Care Dine Well.
Digitaler Gesundheitstag Gesundheitstage und Check-ups Online-Veranstaltung, auf der Arbeitgeber die BGM-Formate der DAK im Überblick kennenlernen.
Qualifizierung BGM-Manager/in Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung Zweistufiges Blended-Learning-Programm zur Fachkraft BGM und zum betrieblichen Gesundheitsmanager.
BGM für Pflegepersonal BGM-Beratung und -Konzepte Online-Seminare, Videos und Übungen für Pflegekräfte sowie Teamworkshops für Krankenhäuser online oder vor Ort.

Häufige Fragen

Können eigene Beschäftigte zu BGM-Verantwortlichen ausgebildet werden?

Ja. Die DAK bietet eine zweistufige Qualifizierung im Blended-Learning-Format an: Auf die Stufe zur Fachkraft BGM folgt die Qualifizierung zur betrieblichen Gesundheitsmanagerin beziehungsweise zum betrieblichen Gesundheitsmanager, jeweils mit E-Learning und Live-Online-Seminaren.

Gibt es Angebote speziell für Kliniken und Pflegekräfte?

Ja. Pflegekräfte erhalten Online-Seminare, Videos und Übungen zu Achtsamkeit, Bewegung und Stressabbau, Krankenhäuser können Teamworkshops online oder vor Ort nutzen. Für Kliniken hat die DAK mit der Kraaibeek GmbH außerdem das Ernährungskonzept Care Dine Well mit Workshops entwickelt.

Was ist der Deutsche BGM-Förderpreis?

Den Preis vergibt die DAK-Gesundheit gemeinsam mit der Kommunikationsberatung MCC. 2026 wurde er zum elften Mal verliehen, unter dem Motto „Neue Wege zur gesunden Arbeit“; die Verleihung fand am 29. September 2026 in Köln beim Kongress Betriebliches GesundheitsManagement statt.

Worum ging es im DAK-Gesundheitsreport 2026?

Der Report befasste sich mit der Arbeitssituation älterer Beschäftigter und stützte sich auf eine Befragung von rund 7.000 Beschäftigten durch das IGES Institut, veröffentlicht im Juni 2026. Im Juli 2026 folgte die Krankenstandsanalyse für den Zeitraum Januar bis Juni.

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