Auf einen Blick
- Gründung
- 1826 in Hamburg
- Mitarbeiter
- mehr als 900 (nach eigenen Angaben, Stand 2026)
- Standorte
- Hauptsitz Hamburg, drei Kundenzentren (nach eigenen Angaben, Stand 2026)
- Mitgliedschaften
- Verband der Ersatzkassen (vdek)
- Zielgruppen
- Unternehmen (BGM)
- Schwerpunkte
- BGF nach § 20b SGB V, Analysen, Multiplikatorenschulung, Programme für Auszubildende
Am 26. März 1826 gründeten 43 Mitglieder in Hamburg den „Kranken-Verein der Commis des Löblichen Kramer-Amts“, aus dem die HEK – Hanseatische Krankenkasse hervorgegangen ist. 2026 feiert die gesetzliche Ersatzkasse ihr 200-jähriges Bestehen. Firmenkunden bietet sie betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20b SGB V an und orientiert sich dabei am Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands sowie an der Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Der Gesundheitsförderungsprozess der HEK umfasst sechs Phasen: Beratung und Bedarfsermittlung, Analyse und Datensammlung, Zieldefinition und Maßnahmenplanung, Umsetzung, Controlling und Evaluation sowie Optimierung. Für die Analyse stützt sich die Kasse auf Krankheitsstatistik, Betriebsbegehungen, Mitarbeiterbefragungen und Gesundheitszirkel; sie erstellt betriebliche Gesundheitsberichte sowie Arbeitsunfähigkeits-, Arbeitssituations- und Altersstrukturanalysen. Darüber hinaus konzipiert sie BGM-Programme, führt Workshops durch und moderiert Arbeitskreise, jeweils mit Dokumentation, Evaluation und Qualitätssicherung.
Inhaltlich setzt die Umsetzungsphase unter anderem bei bewegungsförderlichem Arbeiten, gesundheitsgerechter Ernährung im Arbeitsalltag, Stressbewältigung und Ressourcenstärkung sowie verhaltensbezogener Suchtprävention an; Gesundheits- und Aktionstage ergänzen das Spektrum. Die HEK vermittelt qualifiziertes und zertifiziertes Fachpersonal, unterstützt die überbetriebliche Vernetzung und qualifiziert betriebliche Multiplikatoren für Prävention und Gesundheitsförderung, vor Ort oder als Webinar. Für Auszubildende gibt es eigene Programme. Die BGF-Broschüre, in der die Kasse ihr Angebot beschreibt, wurde im Mai 2025 neu aufgelegt.
Nach eigenen Angaben (Stand 2026) versichert die HEK mehr als 600.000 Menschen, davon mehr als 450.000 Mitglieder, beschäftigt mehr als 900 Mitarbeitende und betreibt drei Kundenzentren. Sie ist Mitglied im Verband der Ersatzkassen (vdek). Auf der Karriereseite sind Einstiege für Angestellte, Ausbildungen zu Kaufleuten im Gesundheitswesen und Sozialversicherungsfachangestellten, duales Studium, Aushilfen und Quereinstieg genannt.
1940 fusionierte die Kasse mit der Merkur-Ersatzkasse Nürnberg, ihr Geschäftsgebiet umfasste damit ganz Deutschland. 1977 folgte die Umbenennung in „Hanseatische Ersatzkasse“, 1990 die Eröffnung von Kundenzentren in den neuen Bundesländern und 1996 der heutige Name „Hanseatische Krankenkasse“, verbunden mit der Leitung durch Verwaltungsrat und hauptamtlichen Vorstand.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| BGF-Erstberatung und Bedarfsermittlung | Krankenkassen (BGM nach § 20b SGB V) | Unverbindliches Gespräch vor Ort oder telefonisch, in dem Lösungsansätze für den Betrieb entstehen. |
| Gesundheitsberichte und Analysen | BGM-Beratung und -Konzepte | Gesundheitsberichte, AU-, Arbeitssituations- und Altersstrukturanalysen sowie Mitarbeiterbefragungen als Basis der Bedarfsermittlung. |
| Konzeption von BGM-Programmen und Workshops | BGM-Beratung und -Konzepte | Programmentwicklung, Workshops und Moderation von Arbeitskreisen mit Dokumentation, Evaluation und Qualitätssicherung. |
| Gesundheits- und Aktionstage | Gesundheitstage und Check-ups | Aktionsformate im Betrieb als Teil verhaltens- und verhältnisorientierter Maßnahmen der Gesundheitsförderung. |
| Bewegungsförderliches Arbeiten | Firmenfitness und Bewegungsprogramme | Maßnahmen für mehr Bewegung im Arbeitsalltag als Themenfeld der Umsetzungsphase im Förderprozess. |
| Gesundheitsgerechte Ernährung im Arbeitsalltag | Ernährung und Gesundheitsförderung im Betrieb | Angebote rund um Ernährung im Berufsalltag, eines von sechs Themenfeldern im Prozess der HEK. |
| Stressbewältigung und Suchtprävention | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Maßnahmen zu Stressbewältigung, Ressourcenstärkung und verhaltensbezogener Suchtprävention innerhalb des Förderprozesses. |
| Qualifizierung betrieblicher Multiplikatoren | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Schulung interner Multiplikatoren für Prävention und Gesundheitsförderung, vor Ort oder per Webinar. |
| Programme für Auszubildende | BGM-Beratung und -Konzepte | Programme für einen gesunden Berufsstart sowie die Broschüre „Gesund durch die Ausbildung“. |
Häufige Fragen
Wie beginnt eine Zusammenarbeit mit der HEK in der Gesundheitsförderung?
Mit einer unverbindlichen Erstberatung, persönlich oder telefonisch, in der die HEK gemeinsam mit dem Betrieb den Bedarf ermittelt und passende Lösungsansätze entwickelt. Diese Beratung eröffnet den sechsphasigen Prozess, der mit Controlling, Evaluation und Optimierung abschließt.
Welche Rolle spielt die BGF-Koordinierungsstelle?
Die BGF-Koordinierungsstelle ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen, auf die die HEK auf ihrer Firmenkundenseite hinweist. Sie bietet Betrieben ein zusätzliches Beratungsangebot, das sich unter anderem an Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen richtet.
Welche Unterstützung erhalten Personalabteilungen im Alltag?
Der Business Service der HEK bietet Personalabteilungen eine rund um die Uhr erreichbare Hotline mit spezialisierten Mitarbeitenden, ein digitales Kundenzentrum per Service-App und fachlichen Support. Schulungen für Arbeitgeber finden vor Ort oder als Webinar statt.
Gibt es Angebote speziell für Auszubildende?
Ja. Die HEK bietet Programme für einen gesunden Start ins Berufsleben an. Ergänzend gibt sie die im Mai 2025 neu aufgelegte Broschüre „Gesund durch die Ausbildung“ heraus, mit Tipps zu Bewegung, Zeit, Arbeitsplatz und Ernährung.