DZH Dienstleistungszentrale für Heil- und Hilfsmittelanbieter GmbH

Auf einen Blick

Gründung
1944 als Verrechnungsstelle der Innung für Orthopädie-Technik Hamburg, seit 1994 als DZH
Standorte
Hamburg (Hauptsitz), Essen (seit 2020)
Zielgruppen
Ambulante Dienste, Pflegeeinrichtungen
Schwerpunkte
Pflegeabrechnung unter der Marke Karla, Hilfsmittelabrechnung, Vorfinanzierung, Pflegesoftware HyCARE, TI-Anbindung

Aus der 1944 gegründeten Verrechnungsstelle der Innung für Orthopädie-Technik Hamburg ist die DZH Dienstleistungszentrale für Heil- und Hilfsmittelanbieter GmbH hervorgegangen. Heute rechnet das bundesweit tätige Unternehmen für ambulante Pflegedienste, Intensivpflege, Tagespflegen und Betreuungsdienste sowie für Sanitätshäuser, Orthopädie- und Schuhtechnik und Medizintechnik mit Kranken- und Pflegekassen ab. Hinzu kommen Vorfinanzierung, Pflegesoftware und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur.

Pflegedienste finden das Angebot unter der Marke Karla. Die Abrechnung mit allen Krankenkassen und Sozialämtern umfasst die Umsetzung im Datenträgeraustausch, die Prüfung der Unterlagen, Rückläuferbearbeitung, Belegabholung und Archivierung und wird in drei wählbaren Paketen angeboten. Zu den Paketen gehören ein mehrstufiges kaufmännisches Mahnverfahren, Eilüberweisungen und die Versicherung der eingereichten Belege. Karla.egeko führt Antrags- und Genehmigungsverfahren elektronisch, Karla.collect scannt, sortiert und archiviert Dokumente digital, und über Karla.world und Karla.app verfolgen Pflegedienste den Abrechnungs- und Auszahlungsstatus.

Sanitätshäuser sowie Orthopädie- und Medizintechnik erhalten eine digitale Abrechnung mit Kostenvoranschlägen, Fallpauschalenmanagement, Absicherung gegen Zahlungsausfälle und Ratenzahlung für ihre Kundschaft. In Kombination mit der Abrechnung bietet die DZH die Pflegesoftware HyCARE für ambulante und Intensivpflege an. Für Heilmittelerbringer verweist sie auf die Abrechnungslösung des Partners thevea.

Neben dem Hauptsitz in Hamburg arbeitet die DZH seit 2020 auch von Essen aus. Laut Impressum unterliegt sie der Aufsicht der BaFin und ist beim Bundesamt für Justiz als Rechtsdienstleister registriert. Im September 2026 lud die DZH Pflegedienste unter der Marke Karla zu einem Pflegegipfel an der Costa Brava ein.

1976 kam eine Vorläufer-Verrechnungsstelle in Hannover hinzu, zugleich begann die Wiedereinsatzverwaltung höherwertiger Hilfsmittel. Seit 1994 steht das Unternehmen unter dem Namen DZH auch Betrieben ohne Innungsmitgliedschaft offen, 1998 gingen die Verrechnungsstellen aus Hamburg, Hannover und Mecklenburg-Vorpommern vollständig in ihm auf. 2006 wurde das Qualitätsmanagement erstmals nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert, 2011 folgte die Auszeichnung „Deutschlands Kundenchampions“. Zum 80-jährigen Bestehen 2024 richtete sich die DZH auf digitale Abrechnungs-, Finanzierungs- und Softwarelösungen aus.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Karla: Abrechnung für die ambulante Pflege Abrechnungsdienstleister Abrechnung mit Kassen und Sozialämtern samt DTA, Unterlagenprüfung, Rückläuferbearbeitung, Belegabholung und Archivierung in drei Paketen.
Abrechnung für Intensivpflege, Tagespflege und Betreuungsdienste Abrechnungsdienstleister Eigene Karla-Angebote für Intensivpflegedienste, Tagespflegen und Betreuungsdienste, jeweils mit persönlichem Ansprechpartner.
Karla.finance und Karla.liquid Factoring im Gesundheitswesen Auszahlung abgerechneter Leistungen zum Wunschtermin, dazu Rechnungsstellung an Endkunden und Ausgleich offener Privatrechnungen.
Abrechnung für Sanitätshäuser, Orthopädie- und Medizintechnik Abrechnungsdienstleister Digitale Hilfsmittelabrechnung mit Kostenvoranschlägen, Fallpauschalenmanagement, Ausfallabsicherung und Ratenzahlung für Kunden.
DZH.bridge, Karla.world und Karla.app Abrechnungsdienstleister Datenübergabe aus der Branchensoftware sowie Plattform und App, die Abrechnungs- und Auszahlungsstatus anzeigen.
Karla.egeko und Karla.collect Abrechnungsdienstleister Elektronische Antrags- und Genehmigungsverfahren für Pflegedienste sowie Scan, Sortierung und digitale Ablage von Dokumenten.
HyCARE.ambulant und HyCARE.intensiv Pflege- und Heimsoftware Pflegesoftware mit mobiler Erfassung, Tourenplanung, Wunddokumentation und Controlling, in der Intensivversion mit NFC-Leistungserfassung.
Dienstplanung in HyCARE Dienstplan- und Personaleinsatzsoftware Dienst- und Tourenplanung mit Mitarbeiterverwaltung, Lohnschnittstelle und Dienstplan für Tablet und Smartphone.
Anbindung an die Telematikinfrastruktur Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung Begleitung beim TI-Anschluss für Pflegebetriebe und Hilfsmittel-Einrichtungen, eHBA und SMC-B über einen Partner.

Häufige Fragen

Wie gelangen die Abrechnungsdaten zur DZH?

Elektronisch per Datenträgeraustausch oder über die Schnittstelle DZH.bridge direkt aus der Branchensoftware; die bearbeiteten Daten fließen anschließend in die Software zurück. Papierbelege holt die DZH auf Wunsch vor Ort ab, Karla.collect übernimmt Scan, Sortierung und Archivierung.

Kann die DZH Leistungen vorfinanzieren?

Ja. Mit Karla.finance erhalten Pflegedienste ihr Geld zu einem persönlichen Wunschtermin. Karla.liquid übernimmt zusätzlich die Rechnungsstellung an Endkunden und gleicht offene Privatrechnungen aus. Beide Bausteine gehören zur Pflegemarke Karla der DZH.

Was geschieht mit Rechnungen, die Kostenträger absetzen?

Rückläufer bearbeitet die DZH im Rahmen der Abrechnung. Mit Karla.secure reicht sie heilbare Rückläufer erneut ein, also Rechnungen, die Kostenträger wegen formaler oder inhaltlicher Fehler abgesetzt haben. Ein mehrstufiges kaufmännisches Mahnverfahren ist Bestandteil der Abrechnungspakete.

Was leistet die Pflegesoftware HyCARE?

HyCARE.ambulant und HyCARE.intensiv bieten mobile Datenerfassung, Tourenplanung, Wunddokumentation, Statistik und Controlling; die Intensivversion erfasst Leistungen minutengenau per NFC. Die Dienstplanung umfasst Mitarbeiterverwaltung, eine Lohnschnittstelle und einen Dienstplan auf Tablet und Smartphone.

Unterstützt die DZH beim TI-Anschluss?

Ja, Pflegebetriebe und Hilfsmittel-Einrichtungen werden beim Anschluss an die Telematikinfrastruktur begleitet. Die Beantragung von eHBA und SMC-B läuft über den Partner curenect. Im Blog beschreibt die DZH außerdem den kartenlosen TI-Einstieg mit SM-B für Hilfsmittelerbringer.

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