Auf einen Blick
- Gründung
- 1951 in Königswinter (als Arbeitsgemeinschaft der Sicherheitsingenieure)
- Standorte
- Berlin (Sitz), 24 Regionen bundesweit (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Zielgruppen
- Unternehmen (BGM), Krankenhäuser, Öffentliche Verwaltung
- Schwerpunkte
- Arbeitssicherheit, betrieblicher Gesundheitsschutz, Gesundheitsmanagement, Umweltschutz bei der Arbeit, Weiterbildung
Fachkräfte für Arbeitssicherheit und weitere Präventionsfachleute aus Ingenieurwesen, Medizin, Psychologie, Chemie und Management sind im VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. organisiert. Der Verband mit Sitz in Berlin zählt nach eigenen Angaben rund 5.600 persönliche Mitglieder (Stand 2026). Zu den Zielgruppen seiner Arbeit zählen Unternehmen, Krankenhäuser und öffentliche Verwaltungen.
Getragen wird die Verbandsarbeit von zwei Ebenen. Nach eigenen Angaben organisieren 24 Regionen mit eigener Leitung Vorträge, Workshops und Exkursionen, online wie vor Ort (Stand Oktober 2026). Themen- und branchenbezogene Fachbereiche übernehmen die Grundsatzarbeit mit Stellungnahmen und Publikationen, etwa zu Büroarbeit, physikalischen Belastungen, Demografie, Psyche und Präventionskultur. Für das betriebliche Gesundheitsmanagement gibt es einen eigenen Fachbereich mit separater Website, für Krankenhäuser den Fachbereich Kliniken.
Fortbildung dokumentiert der VDSI-Weiterbildungsnachweis auf Grundlage eines Punktesystems für Fachveranstaltungen; die VDSI-Punkte sind als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen. Fachwissen erscheint im Magazin VDSI aktuell, in den Reihen VDSI-Informationen und VDSI-Regeln, in Positionspapieren, einem Podcast und Datenbanken. Fachleute aus dem Verband arbeiten in Fachbereichen und Sachgebieten der DGUV mit und bringen sich in Gesetzgebungsverfahren zu Vorschriften, Richtlinien und Normen ein. Untereinander tauschen sich die Mitglieder über die Plattform VDSInet aus.
Die Wurzeln reichen ins Jahr 1951 zurück, als in Königswinter die Arbeitsgemeinschaft der Sicherheitsingenieure entstand; ab 1954 hieß sie Verein Deutscher Sicherheitsingenieure. 1977 kam eine hauptamtliche Geschäftsstelle in Wiesbaden hinzu. Der betriebliche Gesundheitsschutz zählt seit 1993, der betriebliche Umweltschutz seit 1997 zu den Verbandszielen. 1995 gründete der Verband die Gesellschaft für Qualität im Arbeitsschutz mbH, seit 2014 trägt er seinen heutigen Namen, und 2026 jährt sich seine Gründung zum 75. Mal.
Am 11. Juni 2026 unterzeichnete der VDSI mit DIE ARBEITSMEDIZIN die Berliner Erklärung zur interdisziplinären Prävention. Die Zusammenarbeit mit Präventionsverbänden aus Österreich und der Schweiz wurde im Juli 2026 um Luxemburg zur DACHL-Kooperation erweitert. National kooperiert der Verband unter anderem mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) und der Aktion Gesunder Rücken.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Fachverband für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz | Fachverbände | Berufs- und Interessenverband für Präventionsfachleute verschiedener Disziplinen, gegliedert in bundesweite Regionen und thematische Fachbereiche. |
| Fachbereich Gesundheitsmanagement | BGM-Beratung und -Konzepte | Fachgremium, das BGM als Managementsystem aus Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung und Eingliederungsmanagement beschreibt und Begriffe klärt. |
| Fachbereich Kliniken | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Seit 2017 neu aufgestelltes Gremium für Sicherheit und Gesundheit im Krankenhaus mit Stellungnahmen und fachlichem Austausch. |
| Fachbereiche zur Arbeitsgestaltung | Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung | Gremien zu Büroarbeit, physikalischen Belastungen, Demografie und Psyche erarbeiten Positionen und Fortbildungen zur Gestaltung von Arbeit. |
| VDSI-Weiterbildungsnachweis | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Punkte für besuchte Fachveranstaltungen; sechs Punkte binnen zwölf Monaten in einem Schwerpunkt führen zum Nachweis. |
| Weiterbildung in den Regionen | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Vorträge, Workshops und Exkursionen der Regionen, online und vor Ort, für Fortbildung und Erfahrungsaustausch der Mitglieder. |
| Publikationen und Podcast | Fachverbände | Verbandsmagazin, Informationsreihen, VDSI-Regeln, Positionspapiere, Podcast und Datenbanken rund um Arbeits- und Gesundheitsschutz. |
| Mitwirkung in Gremien | Fachverbände | Mitarbeit in Fachbereichen und Sachgebieten der DGUV sowie an Vorschriften, Richtlinien und Normen im Gesetzgebungsverfahren. |
Häufige Fragen
Wer kann im VDSI Mitglied werden?
Der Verband nimmt Fachleute aus dem betrieblichen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz auf, unabhängig von ihrer Berufsgruppe. Für Studierende sowie für Sicherheitsfachkräfte, die sich noch in der Ausbildung befinden, gibt es eigene Angebote.
Welche Voraussetzungen gelten für den VDSI-Weiterbildungsnachweis?
Mitglieder sammeln Punkte für den Besuch von Fachveranstaltungen. Wer innerhalb von zwölf Monaten sechs Punkte in einem Themenschwerpunkt erreicht, erhält den Nachweis. Angerechnet werden grundsätzlich auch Veranstaltungen von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, DGUV-Instituten und staatlichen Arbeitsschutzbehörden.
Wie versteht der Fachbereich Gesundheitsmanagement das BGM?
Als übergeordnetes Managementsystem, das Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Eingliederungsmanagement zusammenführt. Ein Teil der Arbeit gilt der Klärung von Begriffen. Hervorgegangen ist der Fachbereich aus einem Arbeitskreis, der im Mai 2014 gegründet wurde.
Was bietet der Verband speziell für Krankenhäuser?
Der 2017 neu formierte Fachbereich Kliniken befasst sich mit Sicherheit und Gesundheit im Krankenhaus und veröffentlicht dazu Positionierungen und Stellungnahmen. Er dient außerdem dem fachlichen Erfahrungsaustausch. Daneben besteht ein eigener Fachbereich für den Rettungsdienst.
Wo finden VDSI-Veranstaltungen statt?
Die Regionen bieten Termine bundesweit vor Ort und online an, darunter Vorträge, Workshops und Exkursionen. Die Orte verteilen sich über das ganze Bundesgebiet, etwa Waren (Müritz), Kirchzarten, Mainz und Hamburg; die Themen reichen vom Brand- und Explosionsschutz im Betrieb bis zu neuen Medien in der Wissensvermittlung.