Auf einen Blick
- Standorte
- Mainz (Sitz)
- Mitarbeiter
- zwölf Personen auf der Teamseite (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Konzern
- Muttergesellschaft der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeitsfähigkeit und Wohlbefinden mbH (GAW, gegründet 2018)
- Mitgliedschaften
- Koordination des INQA WAI-Netzwerks für Deutschland, Österreich und die Schweiz
- Zielgruppen
- Unternehmen (BGM), Pflegeeinrichtungen
- Schwerpunkte
- Externes BEM, Work Ability Index, Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung, EAP für KMU, Seminare
Die Institut für Arbeitsfähigkeit GmbH – Giesert, Liebrich, Reuter aus Mainz berät Unternehmen und Pflegeeinrichtungen zum betrieblichen Gesundheits- und Arbeitsfähigkeitsmanagement. Grundlage ist das finnische Arbeitsfähigkeitskonzept: Das Haus der Arbeitsfähigkeit ordnet die Faktoren Gesundheit, Kompetenz, Werte, Arbeitsbedingungen und Umfeld, der Work Ability Index (WAI) kommt unter anderem als Modul in Befragungen zum Einsatz.
Einen Schwerpunkt bildet das betriebliche Eingliederungsmanagement. Organisationen können einzelne oder alle BEM-Fälle kurzfristig oder dauerhaft an das Institut übergeben, das nach dem eigenen Handlungskonzept Arbeitsfähigkeitscoaching® vorgeht und zusätzlich zu Dienstvereinbarung, Evaluation und Supervision berät. Wer das Fallmanagement im eigenen Haus behalten will, kann Beschäftigte in einer viertägigen Qualifizierung zum Arbeitsfähigkeitscoach® ausbilden lassen. Für BEM bei psychischer Beeinträchtigung gibt es abonnierbare BEMpsy-Leistungspakete mit Hotline, Einführung in die BEMpsy-Plattform, E-Learning-Modulen und einer Weiterbildung zur Begleitung für psychosoziale Gesundheit.
Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung nach § 5 ArbSchG begleitet das Institut mit dem BRB-Instrumentarium, das Belastungen, Ressourcen und Beanspruchungen im Abgleich mit den Empfehlungen der GDA erfasst; die Auswertung erfolgt datenschutzkonform. Maßnahmen entstehen danach in dialogorientierten Workshops (DiWo®) mit Beschäftigten und Führungskräften; nach demselben Muster laufen Beschäftigtenbefragungen von der Planung bis zur Evaluation. Kleine und mittlere Unternehmen können ein Employee Assistance Program mit psychologischer, sozialer und Suchtberatung, Krisenintervention und Führungskräfteberatung nutzen. Mit den Wertschätzenden Dialogen® steht Führungskräften zudem ein strukturiertes Gesprächsinstrument entlang des Hauses der Arbeitsfähigkeit zur Verfügung.
2018 gründete das Institut die hundertprozentige gemeinnützige Tochter Gesellschaft für Arbeitsfähigkeit und Wohlbefinden mbH (GAW), die Forschungsprojekte fördert sowie Bildungsveranstaltungen und Tagungen anbietet. Von 2020 bis 2023 lief das Projekt BEMpsy zu digitalen BEM-Werkzeugen für psychisch beeinträchtigte schwerbehinderte Beschäftigte, von Juni 2024 bis September 2025 das Landesprojekt BEM-Pflege. Außerdem koordiniert das Institut das INQA WAI-Netzwerk für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Teamseite nennt nach eigenen Angaben zwölf Personen (Stand Oktober 2026).
Im Juni 2026 richtete das Institut das 12. Forum BEM aus. Zum Seminarprogramm gehören Online-Seminare zu psychischen Beeinträchtigungen im BEM und zum EAP für KMU, der WAI-Jahresimpuls sowie ein Jahrestreffen der Arbeitsfähigkeitscoaches. Auf der Jobseite standen im Oktober 2026 zwei Praktikumsangebote.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Externes BEM | BGM-Beratung und -Konzepte | Übernahme einzelner oder aller BEM-Fälle sowie Beratung zu Dienstvereinbarung, Evaluation und Supervision. |
| Ausbildung Arbeitsfähigkeitscoach® | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Viertägige Qualifizierung für das BEM-Fallmanagement mit Fallberatungs-Hotline, Vernetzung und regelmäßiger Rezertifizierung. |
| Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Begleitung nach § 5 ArbSchG mit BRB-Instrumentarium, datenschutzkonformer Auswertung und Maßnahmen aus DiWo-Workshops. |
| Beschäftigtenbefragung | BGM-Beratung und -Konzepte | Online- oder Papierbefragung von der Planung bis zum Bericht, mit Maßnahmenworkshops und abschließender Evaluation. |
| Employee Assistance Program für KMU | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Psychologische, soziale und Suchtberatung mit Krisenintervention, anonymer Hotline und Online-Terminbuchung für kleinere Betriebe. |
| Wertschätzende Dialoge® | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Gesprächsinstrument für Führungskräfte, das die fünf Faktoren des Hauses der Arbeitsfähigkeit gemeinsam reflektiert. |
| BEMpsy Leistungspakete | Digitale BGM-Plattformen und Gesundheits-Apps | Abonnierbare Pakete mit BEM-Hotline, Plattform-Einführung, E-Learning und Weiterbildung für psychosoziale Begleitung. |
| Seminare und Tagungen | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Online- und Präsenzseminare zu BEM, Gefährdungsbeurteilung, Work Ability Index und psychischer Gesundheit, etwa das Forum BEM. |
Häufige Fragen
Wie ist die Ausbildung zum Arbeitsfähigkeitscoach® organisiert?
Die Qualifizierung umfasst vier Tage, findet als offene Schulung oder vor Ort beziehungsweise virtuell im Unternehmen statt und reicht mit Fallreflexionen bis zum Abschlusskolloquium über rund ein Jahr. Danach stehen eine Fallberatungs-Hotline und die Vernetzung mit anderen Coaches zur Verfügung; regelmäßige Rezertifizierungen gehören dazu.
Mit welchen Erhebungsformen arbeitet die psychische Gefährdungsbeurteilung?
Das BRB-Instrumentarium lässt sich online, schriftlich oder kombiniert einsetzen und optional um ein Modul zum Work Ability Index erweitern. Die Maßnahmen erarbeiten Beschäftigte und Führungskräfte anschließend gemeinsam in moderierten DiWo®-Workshops.
Wie erreichen Beschäftigte die Beratung im EAP?
Die Beratung findet online, telefonisch oder persönlich statt. Beschäftigte erreichen das Programm über eine anonyme Hotline und können rund um die Uhr online Termine buchen. Entwickelt wurde das EAP für kleine und mittlere Unternehmen.
Hat das Institut Erfahrung mit Einrichtungen des Gesundheitswesens?
Ja. Im Projekt BEM-Pflege förderte es 2024 und 2025 im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz den Wissenstransfer zum betrieblichen Eingliederungsmanagement in Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern und Reha-Kliniken mit Pflegekräften.