Auf einen Blick
- Gründung
- Entwicklungsbeginn 2005, Markteinführung 2010
- Standorte
- Hannover (Hauptsitz)
- Zielgruppen
- Pflegeeinrichtungen
- Schwerpunkte
- Webbasierte Pflegedokumentation, Heimabrechnung, Dienstplan und TI-Anbindung für stationäre Alten- und Pflegeheime
Entstanden ist die Software 2005 in einer stationären Pflegeeinrichtung der Gründerfamilie, entwickelt im Austausch mit Heimbetreibern und Pflegekräften; seit 2010 ist sie am Markt. Die CareCloud GmbH aus Hannover richtet ihr Angebot an stationäre Alten- und Pflegeheime, nach eigenen Angaben arbeiten mehr als 250 Einrichtungen damit (Stand Oktober 2026). Die Anwendung läuft vollständig im Browser.
Die Pflegeakte reicht von der Informationssammlung über die Planung nach AEDL, Strukturmodell oder BI-gestütztem Prozess bis zu Leistungsnachweis und Evaluation. Eine integrierte KI formuliert aus Stichpunkten Pflegeberichte, überarbeitet Texte und erkennt bei der Spracheingabe medizinische Fachbegriffe; diese Funktionen werden in der EU gehostet. Integriert sind außerdem die KI-Spracherkennung von dexter health sowie die Partnerlösungen Lindera und Nooa. Die Rechnungsautomatik übernimmt Bewohnerdaten, Pflegegrad, Hilfsmittel und Abwesenheiten direkt aus der Akte und erlaubt Korrekturbuchungen. Im Dienstplan wird die Besetzung nach Qualifikationen automatisiert geplant, Arbeitszeiten werden per Smartphone oder Tablet erfasst, und über ein Mitarbeiterportal laufen Dienstbörse und Urlaubsanträge.
Für die externe Qualitätsprüfung erfasst die Software die Ergebnisindikatoren und übermittelt sie als Grundlage des Prüfverfahrens nach § 114 ff. SGB XI an die Datenauswertungsstelle. Ergänzend bietet CareCloud Seminare für Leitungs- und Pflegefachkräfte an, etwa zum Strukturmodell, zu Expertenstandards, zum Höherstufungsmanagement und zur Qualitätsprüfung, wahlweise in der Einrichtung oder live online. 2025 zeigte das Unternehmen die Spracherkennung gemeinsam mit dexter health auf der ProCare, 2026 war es dort erneut mit einem eigenen Stand vertreten.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| CareCloud Pflegedokumentation | Pflege- und Heimsoftware | Pflegeakte im Browser mit Planung nach AEDL, Strukturmodell oder BI-Prozess bis zur Evaluation. |
| KI-gestützte Pflegedokumentation | Pflege- und Heimsoftware | KI macht aus Stichworten Pflegeberichte und erkennt Fachvokabular bei der Spracheingabe, betrieben in der EU. |
| Abrechnung und Verwaltung | Pflege- und Heimsoftware | Rechnungsläufe mit Daten aus der Pflegeakte, Korrekturbuchungen und Übergabe an DATEV oder N7 Infoma. |
| Dienstplan und Zeiterfassung | Dienstplan- und Personaleinsatzsoftware | Besetzung nach Qualifikation, Abwesenheiten, mobile Zeiterfassung und Portal für Dienstbörse und Urlaub. |
| Telematikinfrastruktur für Pflegeheime | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | TI-Anschluss je Betriebsstätte mit KIM zu Arztpraxen und Apotheken sowie Beratung zur Refinanzierung. |
| Qualitätsindikatoren und MD-Prüfung | Pflege- und Heimsoftware | Ergebnisindikatoren erfassen und an die DAS melden, als Basis der Qualitätsprüfung nach § 114 ff. SGB XI. |
| Fortbildungen und Inhouse-Schulungen | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Seminare für Leitungs- und Pflegefachkräfte zu Expertenstandards, Höherstufung und Prüfungen, vor Ort oder online. |
Häufige Fragen
Welche technische Ausstattung braucht eine Einrichtung für CareCloud?
CareCloud ist eine reine Browseranwendung. Software muss nicht installiert und kein eigener Server betrieben werden; vorausgesetzt wird ein Internetanschluss, genutzt werden kann jedes internetfähige Endgerät.
Lassen sich Daten aus dem bisherigen System übernehmen?
Ja, für die Datenmigration verarbeitet CareCloud Exporte in den Formaten CSV, XML und JSON. Für die Finanzbuchhaltung bestehen außerdem Schnittstellen, über die Abrechnungsdaten an DATEV oder N7 Infoma übergeben werden.
Wie wird die Telematikinfrastruktur im Heim eingeführt?
CareCloud organisiert den TI-Anschluss für jede Betriebsstätte über einen eigenen Bestellprozess und berät zur Refinanzierung einschließlich Kartenlesegerät. Über KIM tauschen die Einrichtungen danach Nachrichten mit Arztpraxen und Apotheken aus.