Abendstudium Gesundheitsmanagement

Zielgruppe der Studienform

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Das Abendstudium im Gesundheitsmanagement ist prinzipiell als berufsbegleitendes Studium konzipiert und richtet sich somit an bereits Berufstätige.

Die offensichtlichste Zielgruppe dieses Studienangebots sind Personen, die bereits im Gesundheitswesen tätig sind und sich beruflich weiterentwickeln oder verändern wollen.

Dazu zählen Ärzte, die Managementaufgaben übernehmen möchten genauso wie Angehörige der Pflegeberufe, die einen nächsten Karriereschritt planen.

Auch für andere im Gesundheitswesen tätige Personen kann das Abendstudium des Gesundheitsmanagements interessant sein, wenn aufbauend auf der derzeitigen Beschäftigung eine Tätigkeit im Management eines Krankenhauses oder einer anderen Einrichtung des Gesundheitswesens geplant ist.

Generell lässt sich festhalten, dass das Studium sich an berufstätige Personen richtet und somit ideal auf die Bedürfnisse dieser zugeschnitten ist.

Voraussetzungen, persönliche Eignung und formale Voraussetzungen

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Zu den formalen Voraussetzungen zählt die Hochschulreife. Hierbei hängt es von der jeweils gewählten Hochschule ab, ob die allgemeine Hochschulreife gefordert wird, oder ob die Fachhochschulreife ausreicht. Die meisten Anbieter lassen auch Personen mit einem mittleren Schulabschluss, einer daran anschließenden einschlägigen Berufsausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit im jeweiligen Ausbildungsberuf zu einem berufsbegleitenden Abendstudium des Gesundheitsmanagements zu. Neben diesen formalen Voraussetzungen ist zu bedenken, dass ein Abendstudium andere Forderungen an den Studenten stellt als ein herkömmliches Studium.

Das Abendstudium wird neben einer normalen Berufstätigkeit ausgeführt. Es handelt sich bei diesem nicht um ein Fernstudium. Die Studenten haben also regelmäßig Präsenzveranstaltungen zu besuchen. Diese finden abends und am Wochenende statt. Das berufsbegleitende Abendstudium schränkt die Freizeit der Studenten also stark ein, da diese neben ihrer normalen Berufstätigkeit einen Großteil der verbleibenden Zeit in das Studium investieren. Hieraus lässt sich ableiten, dass eine hohe Belastbarkeit gefordert wird.

Die Studenten müssen in der Lage sein, mit einer hohen Arbeitsbelastung – erzeugt durch Berufstätigkeit und Abendstudium – umzugehen und zudem über ein hohes Durchhaltevermögen verfügen. Sind diese persönlichen Voraussetzungen erfüllt, steht einem erfolgreichen Abendstudium nichts im Wege. Auch wenn das Studium zum Teil erhebliche Einschränkungen mit sich bringt, sollte bedacht werden, dass sich durch dieses im Normalfall sehr gute Karrierechancen ergeben.

Jede Hochschule stellt unterschiedliche Forderungen an ihre Studenten. Es kann somit möglich sein, dass die Hochschule auch weitere Zulassungsvoraussetzungen hat.

Anerkennung des Studiums in der Wirtschaft und bei Personalentscheidern

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Das Abendstudium im Bereich des Gesundheitsmanagements hat in der Wirtschaft einen relativ guten Ruf. Den Personalentscheidern ist bewusst, dass die Absolventen eines derartigen Studiums im Regelfall über eine vorangestellte Berufsausbildung oder ein Studium im Gesundheitsbereich, sowie über mehrjährige Berufserfahrung im Gesundheitswesen verfügen.

Zusätzlich zu diesen fachlichen Qualifikationen lässt sich erkennen, dass die Absolventen des Abendstudiums in der Regel sehr belastbar, diszipliniert und zielstrebig sind, da sie in der Lage waren, neben einer Berufstätigkeit erfolgreich ein Studium zu absolvieren.

Diese Fähigkeiten werden in der Wirtschaft sehr geschätzt. Neben diesen persönlichen Eignungen, die die Absolventen eines derartigen Studienganges mitbringen, spricht auch die fachliche Qualifikation für diese. In der Regel liegen große medizinische oder pflegerische Kenntnisse vor, die bereits im vorangegangen Erststudium bzw. in der vorangegangen Berufsausbildung erworben wurden. Zusätzlich zu diesen Kenntnissen und Fähigkeiten, haben die Absolventen im Abendstudium ein großes Wissen aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre und des allgemeinen Managements erworben.

Auch spezifische Kenntnisse des Gesundheitswesens wurden erworben und/oder vertieft. Alle diese Qualifikationen machen die Absolventen eines Abendstudiums des Gesundheitsmanagements in der Wirtschaft begehrt. Das Studium eröffnet also gute Perspektiven am Arbeitsmarkt.

Vor- und Nachteile des Abendstudiums Gesundheitsmanagement

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Die Vorteile des Abendstudiums liegen vor allem darin, dass der Beruf für den Zeitraum des Studiums nicht aufgegeben werden muss. Somit wird auch während des Studiums ausreichend Geld verdient.

Parallel wird weitere Berufserfahrung gesammelt. Nachteile sind vor allem in der hohen Belastung, die durch die Kombination aus Berufstätigkeit und Studium entsteht, zu sehen.

So müssen die Studenten bereit sein, zu einem großen Teil auf Freizeit zu verzichten.

Zudem müssen sie eine große Disziplin und Zielstrebigkeit mitbringen, um das Ziel des Studienabschlusses konsequent zu verfolgen.

Weitere Vorteile sind in den anschließenden guten Berufsperspektiven zu sehen, die sich aus der gesammelten Berufserfahrung in Kombination mit dem durch das Abendstudium erworbenen Wissen ergeben.

Abschluss

Je nach Anbieter sind verschiedene Abschlüsse möglich. Wurde zuvor kein Studium absolviert, schließt das Abendstudium mit einem Bachelor ab. Dies ist – abhängig von der Hochschule und dem Schwerpunkt des Studiums – entweder ein Bachelor of Arts (B.A.) oder ein Bachelor of Science (B.Sc.). Der Bachelor of Arts wird in diesem Bereich jedoch häufiger vergeben. Personen, die bereits ein Studium abgeschlossen haben, z.B. Ärzten, steht auch die Möglichkeit offen, ein Masterstudium zu absolvieren. Dieses schließt entsprechend entweder mit einem Master of Arts (M.A.) oder einem Master of Science (M.Sc.) ab. Im Bereich der Masterstudiengänge werden durch die Hochschulen zum Teil auch andere Abschlüsse verliehen.

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