Bundeskabinett beruft Pflegestrukturkommission

Meldung · Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, 14.10.2026

Das Bundeskabinett hat am 14. Oktober 2026 eine Pflegestrukturkommission eingesetzt, wie das Bundesministerium für Gesundheit mitteilt. Das Gremium aus 13 Fachleuten soll Vorschläge für eine Strukturreform der Pflege erarbeiten. Ziel ist, die pflegerische Versorgung zu sichern und den Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung auch in den Jahren nach 2030 stabil zu halten. Den Vorsitz hat Prof. Dr. Georg Cremer, Co-Vorsitzende ist Prof. Gabriele Kuhn-Zuber.

Laut Arbeitsauftrag analysiert die Kommission zunächst, wie sich die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung entwickeln. Darauf aufbauend soll sie Maßnahmen empfehlen: für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Finanzierung, für eine effizientere Versorgung und für eine engere Verbindung von Prävention und Rehabilitation mit der akutmedizinischen und pflegerischen Versorgung. Einfließen sollen auch Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ und der FinanzKommission Gesundheit, soweit sie die Pflege betreffen. Erste Vorschläge sind für Ende Januar 2027 vorgesehen. Die darauf gestützte Reform soll zum 1. Juli 2027 in Kraft treten.

Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann nennt als Schwerpunkte eine Stärkung der häuslichen Pflege, eine stabile Finanzierung, zielgenauere Leistungen sowie mehr Prävention und Frührehabilitation. Pflegende Angehörige sollen dabei besonders in den Blick genommen werden. „Pflege muss bezahlbar und zielgerecht sein“, so Linnemann. Für Träger sowie Pflegedienst- und Einrichtungsleitungen in der Langzeitpflege sind die Empfehlungen von Belang, weil sie Leistungen und Finanzierung der Pflegeversicherung betreffen.

Originalmitteilung: Bundesministerium für Gesundheit, 14.10.2026

Stand: 14.10.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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