Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V.

Auf einen Blick

Gründung
1963
Standorte
Berlin
Mitgliedschaften
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
Zielgruppen
Krankenkassen, Reha-Kliniken, Unternehmen (BGM), Öffentliche Verwaltung
Schwerpunkte
Sozialmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung, Epidemiologie, Rehabilitation, Public Health

Seit 1963 besteht die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V. (DGSMP) als wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaft für Sozialmedizin; 1987 wurde sie um den Bereich Prävention erweitert. Die Gesellschaft mit Sitz in Berlin zählt nach eigenen Angaben etwa 500 Mitglieder (Stand Oktober 2026).

Fachlich gliedert sich die DGSMP in sechs Ressorts: Epidemiologie, Praktische Sozialmedizin und Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsförderung, Öffentliche Gesundheit und Public Health, Gesundheitssystemforschung sowie Gender und Intersektionalität. Jedes Mitglied soll sich mindestens einem Ressort zuordnen. Innerhalb der Ressorts arbeiten thematische Arbeitsgruppen, aktuelle Themen werden auch AG-übergreifend bearbeitet. In anderen Organisationen, darunter AWMF, BVPG, DNVF, EUPHA und der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, ist die Gesellschaft durch Mandatsträgerinnen und Mandatsträger vertreten. Zu den Organisationen, mit denen sie kooperiert oder in denen sie mitwirkt, zählt außerdem die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation.

Eine eigene Arbeitsgruppe im Ressort Prävention und Gesundheitsförderung widmet sich dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Die AG Digitale Gesundheitsförderung und Prävention bündelt Forschung und Praxis etwa zu Self-Tracking, Games for Health und digitaler Gesundheitskompetenz und vernetzt Fachakteure. Gemeinsam mit DGEpi, DGAUM, GMDS und dem EbM-Netzwerk trägt die Gesellschaft die Empfehlung „Gute Praxis Arbeitsepidemiologische Systematische Reviews“ (GPAR) für systematische Reviews zu berufsbezogenen Krankheitsursachen auf Basis von Beobachtungsstudien.

Wissenschaftliches Publikationsorgan ist die Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“ mit elf Ausgaben im Jahr, Leitlinien, Übersichten und CME-zertifizierten Fortbildungsbeiträgen. Seit 1986 verleiht die DGSMP eine Medaille, mit der sie besondere Beiträge zur Präventiv- und Sozialmedizin würdigt; 1993 kam das gemeinsam mit Partnergesellschaften vergebene Zertifikat Epidemiologie hinzu.

Die 61. Jahrestagung fand bis zum 2. Oktober 2026 in Göttingen statt, erstmals gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie und dem EbM-Netzwerk und unter dem Motto „Gesundheit gestalten“. Laut Pressemitteilung der Gesellschaft wurden dafür mehr als 1.000 Abstracts eingereicht. Zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz veröffentlichte die DGSMP 2026 eine eigene Pressemitteilung.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Wissenschaftliche Jahrestagung Kammern und Fachgesellschaften Jährlicher Kongress, 2026 in Göttingen erstmals zusammen mit DGMS und EbM-Netzwerk ausgerichtet.
AG Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) BGM-Beratung und -Konzepte Interdisziplinäre Arbeitsgruppe zu Evidenztransfer, BGM-Strukturen und Kennzahlen für die Evaluation betrieblicher Maßnahmen.
AG Digitale Gesundheitsförderung und Prävention Digitale BGM-Plattformen und Gesundheits-Apps Austausch von Forschung und Praxis zu Self-Tracking, Games for Health und digitaler Gesundheitskompetenz.
Empfehlung „Gute Praxis Arbeitsepidemiologische Systematische Reviews (GPAR)“ Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit Methodenempfehlung von fünf Fachgesellschaften für Reviews zu berufsbedingten Krankheitsursachen auf Basis von Beobachtungsstudien.
Zertifikat Epidemiologie Kammern und Fachgesellschaften Seit 1993 mit drei Partnergesellschaften vergebener Nachweis einer strukturierten epidemiologischen Weiterbildung.
Ressorts und Arbeitsgruppen Kammern und Fachgesellschaften Sechs Ressorts von Epidemiologie bis Gender und Intersektionalität mit jeweils thematischen Arbeitsgruppen.
Publikationsorgan „Das Gesundheitswesen“ Kammern und Fachgesellschaften Fachzeitschrift mit Leitlinien, Übersichtsarbeiten und CME-Fortbildungsbeiträgen in elf Ausgaben jährlich.
Stellungnahmen und Pressemitteilungen Kammern und Fachgesellschaften Einordnung gesundheitspolitischer Vorhaben, 2026 unter anderem zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und zur Jahrestagung.
Preise für Abschlussarbeiten und Dissertationen Kammern und Fachgesellschaften Jährliche, von einer Jury vergebene Auszeichnungen für Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten.

Häufige Fragen

Ist die DGSMP von Industriegeldern unabhängig?

Nach eigener Darstellung ja. Die Fachgesellschaft gibt an, bewusst unabhängig von einer Finanzierung durch Industrien aus dem Gesundheits- oder Lebensstilsektor zu sein. Als Mitglied der AWMF gehört sie zugleich dem Verbund der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften an.

Befasst sich die DGSMP mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement?

Ja. Im Ressort Prävention und Gesundheitsförderung arbeitet eine AG Betriebliches Gesundheitsmanagement interdisziplinär mit Medizin, Betriebswirtschaft, Psychologie, Soziologie und Change Management. Sie will Evidenz in die BGM-Praxis überführen und entwickelt nachhaltige Strukturen sowie Kennzahlen zur Evaluation von Maßnahmen.

Was bescheinigt das Zertifikat Epidemiologie?

Es bestätigt eine strukturierte epidemiologische Weiterbildung, zu der auch eigene Forschungs- und Publikationstätigkeit gehört. Vergeben wird es seit 1993 gemeinsam von DGEpi, GMDS, DGSMP und IBS-DR.

Wie unterstützt die DGSMP den wissenschaftlichen Nachwuchs?

Jedes Jahr vergibt die Gesellschaft Preise für Bachelor- und Masterarbeiten sowie für Dissertationen; über die Vergabe entscheidet eine Jury. Die Ausschreibungen veröffentlicht die DGSMP auf ihrer Website im Bereich Preise und Ausschreibungen.

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