Auf einen Blick
- Gründung
- 1998, eingetragener Verein auf Bundesebene seit 2003
- Mitarbeiter
- elf auf der Website genannte Personen in der Geschäftsstelle (Stand Oktober 2026)
- Standorte
- Berlin
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Ambulante Dienste
- Schwerpunkte
- Berufspolitik, Pflegebildung, Selbstverwaltung, Digitalisierung in der Pflege
Ursprünglich fünf Verbände gründeten 1998 den Dachverband Deutscher Pflegerat e.V. (DPR), um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich zu vertreten. Nach eigenen Angaben gehören heute 22 Mitgliedsverbände aus Pflege und Hebammenwesen sowie drei Förderverbände dazu (Stand Oktober 2026). Neben Berufs- und Fachverbänden sind die Pflegekammern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie die Vereinigung der Pflegenden in Bayern Mitglied. Der Rat vertritt nach eigener Angabe die Interessen von 1,7 Millionen beruflich Pflegenden (Stand 2025).
Politisch wirkt der DPR über schriftliche Stellungnahmen, die Teilnahme an Anhörungen, Kontakte zu den Bundestagsparteien und Gespräche mit Interessenverbänden; außerdem nimmt er Aufgaben in der Selbstverwaltung wahr. Acht Fachkommissionen beraten ihn, unter anderem zur Akutversorgung, zur Sicherstellung der Langzeitpflege, zu Pflegebildung und Pflegewissenschaft, zur Digitalisierung in der Pflege und zur Gesundheitskompetenz. Ein Runder Tisch richtet sich an beruflich und informell Pflegende. Mit der Projektreihe BAPID, der Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland, beschreibt der Verband Rollenprofile, Berufsbilder und Kompetenzprofile für die Pflegeberufe.
Die Geschäftsstelle sitzt in Berlin; auf der Website sind dort elf Personen aus Geschäftsführung, Referaten, Justiziariat, Sekretariat und Fördermittelmanagement genannt (Stand Oktober 2026). Der DPR ist Mitgesellschafter der Registrierung beruflich Pflegender, bei der sich professionell Pflegende zentral erfassen lassen können. Kooperationspartner für Online-Fortbildung in der Pflege ist CNE.
Seit 2003 ist der Dachverband als eingetragener Verein auf Bundesebene organisiert. 2014 fand der erste Deutsche Pflegetag statt, den der DPR seither jährlich gemeinsam mit Partnern ausrichtet. Seit 2022 fördert das Bundesministerium für Gesundheit über das Projekt StäBeP die Geschäftsstelle, die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitwirkung an der Gesetzgebung. Im Februar 2026 erschien BAPID III, im April eine überarbeitete zweite Auflage von BAPID II zu Rollenprofilen und Berufsbildern. Im September 2026 forderte der Rat ressortübergreifendes Handeln und eine Kompetenzwende in Gesundheitsversorgung und Pflege; vor dem Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) verlangte er eine Neuordnung nach Versorgungsbedarf.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Politische Interessenvertretung der Pflegeberufe | Fachverbände | Stellungnahmen, Anhörungen und Selbstverwaltungsaufgaben im Auftrag der Mitgliedsverbände aus Pflege und Hebammenwesen. |
| Deutscher Pflegetag | Netzwerke und Initiativen | Seit 2014 jährlich mit Partnern veranstaltetes Treffen für Pflegende und Entscheider aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. |
| Deutscher Pflegepreis | Netzwerke und Initiativen | Beim Deutschen Pflegetag verliehene Auszeichnung für Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für die Pflege engagieren. |
| BAPID: Bildungsarchitektur der Pflege in Deutschland | Fachverbände | Projektreihe zu Rollenprofilen, Berufsbildern und standardisierten Kompetenzprofilen; BAPID III erschien im Februar 2026. |
| Fachkommission Digitalisierung in der Pflege | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Berät zu einer digitalen Agenda für die Anbindung von Pflege, Kliniken und weiteren Diensten an die Telematikinfrastruktur. |
| Fachkommissionen Akutversorgung und Langzeitpflege | Fachverbände | Beraten zu pflegefachlichen und versorgungspolitischen Fragen der Akutversorgung und zur Sicherstellung der Langzeitpflege. |
| Fachkommission Pflegebildung und Pflegewissenschaft | Fachverbände | Bearbeitet bildungspolitische Fragen und die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Pflege als Basis der Verbandspositionen. |
| Pressemitteilungen und Stellungnahmen | Fachverbände | Laufende Positionen, 2026 etwa zum Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes, zur Kompetenzerweiterung und zum Welttag der Patientensicherheit. |
Meldungen auf gesundheitsmanagement.de: Deutscher Pflegerat fordert Kompetenzwende für Gesundheitsfachberufe · Hamburg: Pflegerat kritisiert Aussetzung von Lehramtsstudiengang
Häufige Fragen
Wie entstehen die Positionen des Deutschen Pflegerats?
Grundlage sind Entscheidungsvorlagen und Handlungsempfehlungen der Mitglieds- und Förderverbände. Die acht Fachkommissionen bündeln dafür Wissen aus Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und Management und entwickeln Positionen, die in Stellungnahmen und in die politische Beratung einfließen.
Was beschreibt die Bildungsarchitektur BAPID?
BAPID beschreibt Rollenprofile und Berufsbilder der Pflegeberufe in Deutschland; BAPID II ist im April 2026 in zweiter, überarbeiteter Auflage erschienen. Mit BAPID III kamen im Februar 2026 standardisierte Kompetenzprofile für die Pflegeberufe hinzu.
An wen richtet sich der Deutsche Pflegetag?
Die jährliche Veranstaltung, die der DPR seit 2014 mit Partnern organisiert, richtet sich an beruflich Pflegende sowie an Fachleute und Entscheider aus Pflege, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Im Rahmen des Pflegetags wird der Deutsche Pflegepreis vergeben.
Befasst sich der DPR mit der Digitalisierung der Pflege?
Ja. Die Fachkommission Digitalisierung in der Pflege berät den Verband bei einer digitalen Agenda, die die Anbindung von Pflege, Kliniken und weiteren Diensten an die Telematikinfrastruktur zum Ziel hat.