Auf einen Blick
- Gründung
- 2011 als Geschäftsbereich der AOK Systems GmbH, eigenständige GmbH seit 2012
- Standorte
- Bonn (Hauptsitz), Berlin
- Konzern
- AOK Beteiligungsgesellschaft mbH
- Zertifizierungen
- BSI C5:2020 Testat Stufe 2 (HealthPortal), KBV-Zertifizierung zur IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 75b SGB V
- Mitgliedschaften
- HL7 Deutschland, IHE Deutschland, GMDS und sechs weitere Fachorganisationen
- Zielgruppen
- Krankenkassen, Arztpraxen und MVZ
- Schwerpunkte
- Interoperabilität, FHIR, Selektivvertragssoftware, Kommunikation über KIM
Als Geschäftsbereich der AOK Systems GmbH entstand im April 2011 die heutige gevko GmbH; seit Juli 2012 ist sie eine eigenständige Gesellschaft unter dem Dach der AOK Beteiligungsgesellschaft mbH. Von Bonn und Berlin aus bietet sie Software und Beratung für die digitale Kommunikation zwischen Krankenkassen, Softwareherstellern und Arztpraxen an. Laut Unternehmen werden die Lösungen kassenartenübergreifend eingesetzt.
Das HealthPortal digitalisiert Versorgungsverträge: Es verwaltet Verträge, führt ein elektronisches Patientenmanagement mit elektronischer Karteikarte und erlaubt die Einschreibung über die Gesundheitskarte. Die Routingplattform tHENA nimmt strukturierte Datensätze an, darunter elektronische Verordnungen zu Krankenhausbehandlung, Krankenbeförderung oder Heilmitteln, konvertiert sie und leitet sie weiter; tHENA.Check validiert eingehende Daten je Anwendungsfall und prüft elektronische Formulare und Verordnungen auf Plausibilität. In der Praxis koppelt sich das Modul tHIA über die GDT-Schnittstelle an das Arztinformationssystem und übernimmt projektbezogene Formulare samt Eingabeprüfung und KIM-Versand. Mit S3C hat gevko einen IT-Standard entwickelt, der Selektivvertragsinhalte als XML-Vertragsexemplare bereitstellt.
Im Beratungsgeschäft erstellt gevko FHIR-Profile und Implementierungsleitfäden und überführt CDA-, EDIFACT- und technische Anlagen in FHIR-Spezifikationen. Hinzu kommen Projektmanagement mit agilen Methoden und IT-Sicherheitsberatung nach IT-Grundschutz-Kompendium und BSI-Standards 200; die KBV hat gevko als Dienstleister für die IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 75b SGB V zertifiziert. Nach eigenen Angaben ist tHENA bei sechs der zehn größten gesetzlichen Krankenkassen mit zusammen über 27 Millionen Versicherten produktiv (Stand Oktober 2026).
gevko ist Mitglied in neun Fachorganisationen, darunter HL7 Deutschland, IHE Deutschland, die GMDS, das Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Bundesverband Managed Care und das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung. Von 2017 bis 2019 richtete das Unternehmen gemeinsam mit der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen Jahressymposien aus, das sechste 2019 in Berlin mit 200 Teilnehmenden. Gemeinsam mit DAMPSOFT und Medkonnekt wurde eine eAU im FHIR-Format aus einem zahnärztlichen Praxisverwaltungssystem per KIM an ein Kostenträgersystem übermittelt. Auf der Karriereseite nimmt gevko Initiativbewerbungen entgegen.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| HealthPortal | Praxisverwaltungssysteme | Online-Portal für Versorgungsverträge mit Vertragsverwaltung, elektronischer Karteikarte und Einschreibung über die Gesundheitskarte. |
| tHENA | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Routing- und Konvertierungsplattform für Datensätze nach HL7/FHIR, CDA und IHE, angebunden über KIM oder KV-Connect. |
| tHENA.Check | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Prüfstelle für die Validierung eingehender Daten je Anwendungsfall und für plausible elektronische Formulare und Verordnungen. |
| tHIA | Praxisverwaltungssysteme | Per GDT an das Arztinformationssystem gekoppeltes Modul für Projektformulare, Eingabeprüfung und Versand über KIM. |
| S3C-Schnittstelle | Praxisverwaltungssysteme | Standard, der Selektivvertragsinhalte als XML-Vertragsexemplare für die einmalige Umsetzung in Praxissoftware liefert. |
| FHIR-Spezifikationen und Konvertierung | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | FHIR-Profile und Implementierungsleitfäden sowie Überführung von CDA-, EDIFACT- und technischen Anlagen in FHIR. |
| FHIR-Schulungen | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Kurzlehrgänge und mehrtägige Workshops zu Ressourcen, Profilierung und REST-Services, online oder vor Ort. |
| Beratung, Projektmanagement und IT-Sicherheit | IT-Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen | Agile Projektbegleitung und KBV-zertifizierte IT-Sicherheitsberatung zur Richtlinie nach § 75b SGB V für Praxen. |
Häufige Fragen
Wie gelangen Selektivverträge in die Praxissoftware?
Über die S3C-Schnittstelle. Vertragsinhalte stehen als standardisierte XML-Vertragsexemplare bereit; Hersteller von Praxissoftware implementieren den Standard einmal und können danach viele Versorgungsverträge abbilden, ohne jeden Vertrag einzeln umzusetzen.
Über welche Wege nimmt tHENA Daten an?
Über KIM in der Telematikinfrastruktur oder über KV-Connect im Sicheren Netz der KV. Unterstützt werden die Interoperabilitätsstandards HL7/FHIR, CDA und IHE; elektronische Verordnungen verarbeitet die Plattform auf Basis von FHIR- oder CDA-Spezifikationen.
Bietet gevko Schulungen zu FHIR an?
Ja, als Kurzlehrgänge und mehrtägige Workshops, live online oder vor Ort. Die Inhalte reichen von den Grundlagen über FHIR-Ressourcen und REST-Services bis zur Profilerstellung mit Forge oder Shorthand.
Wer hat die Cloud-Sicherheit des HealthPortals geprüft?
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dhpg bestätigte im März 2026 ein Testat nach BSI C5:2020 der Stufe 2 für den Cloud-Dienst HealthPortal. Stufe 2 schließt eine Prüfung im laufenden Betrieb ein.
Wofür wird das HealthPortal außerhalb klassischer Versorgungsverträge genutzt?
Seit 2025 dient es als Plattform für die Dokumentation in einem neu eröffneten Gesundheitskiosk. Außerdem bildet es gemeinsam mit Skinuvita die IT-Grundlage für eine digital begleitete Phototherapie zu Hause.