Auf einen Blick
- Gründung
- 1962
- Mitarbeiter
- mehr als 300 aus über 30 Nationen, nach eigenen Angaben (Stand 2026)
- Standorte
- Berlin (Hauptsitz), Stuttgart, Köln, Dresden, Breslau (Polen)
- Mitgliedschaften
- BIM-Allianz
- Zielgruppen
- Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen
- Schwerpunkte
- Krankenhaus-, Hospiz-, Pflege- und medizinischer Forschungsbau
Von Berlin aus plant die heinlewischer, Partnerschaft freier Architekten mbB Krankenhäuser, Hospize, Pflegeeinrichtungen und Forschungsbauten für die Universitätsmedizin. Gegründet wurde das Büro 1962 als paritätische Sozietät zweier Architekten mit Bezug zu Forschung und Lehre; Krankenhaus- und Forschungsbauten gehören seit den Anfängen zum Tätigkeitsfeld. Das Spektrum reicht von Ziel- und Masterplanungen für Klinik- und Universitätsstandorte bis zur Generalplanung. Von den 217 Projekten auf der Website sind nach ihrem Titel rund 38 Krankenhaus-, Klinik-, Hospiz-, Pflege- oder Gesundheitsbauten, dazu kommen zahlreiche medizinische Forschungsbauten (Zählung Oktober 2026).
Im Klinikbau übernimmt heinlewischer Neubau, Umbau und Sanierung von Zentral-OP-Bereichen, operativen Zentren, Intensivstationen, Bettenhäusern sowie Untersuchungs- und Behandlungsbereichen. Projekte begleitet das Büro vom Wettbewerb bis zur Objektüberwachung, so bei einem Gesundheitsquartier in Niedersachsen mit 22.000 m² BGF in den Leistungsphasen 1 bis 9, für das 2026 der Grundstein gelegt wurde und dessen Fertigstellung für Dezember 2029 geplant ist. Für die Forschung entstehen Labor- und Institutsbauten der Krebs-, Herz- und Infektionsforschung sowie Zentren für translationale Forschung und medizinische Bildgebung. 2020 und 2021 plante das Büro ein Corona-Behandlungszentrum und sechs Corona-Impfzentren in Berlin.
Geplant wird integral mit Open BIM, einschließlich Nachhaltigkeitssimulation und Kollisionsprüfung; heinlewischer ist Mitglied der BIM-Allianz. Eine eigene Akademie bietet den Mitarbeitenden Fortbildungen aus den eigenen Reihen und von externen Fachleuten, viele davon bei den Architektenkammern anrechenbar. Nach eigenen Angaben arbeiten mehr als 300 Menschen aus über 30 Nationen für das Büro (Stand 2026). Neben dem Hauptsitz in Berlin bestehen Büros in Stuttgart, Köln, Dresden und im polnischen Breslau.
Als Ausgangspunkt des Büros gilt ein 1967 errichtetes Ensemble aus zwei Wohnhäusern und verbindendem Büro am Stuttgarter Talkessel. 2007 erschien das Fachbuch „Das zukunftsoffene Krankenhaus“; mit dem Institut Architecture + Health der Clemson University in den USA bestand 2018 seit über fünf Jahren ein fachlicher Austausch. 2026 folgten ein Spatenstich an einem evangelischen Krankenhaus in Berlin und die Einweihung eines Klinikanbaus in Schleswig-Holstein. Auf der Karriereseite waren am 8. Oktober 2026 neun Stellen ausgeschrieben, unter anderem in Architektur, BIM-Projektbegleitung und Revit-Administration.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Ziel- und Masterplanung für Klinikstandorte | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Gesamtkonzepte und Masterpläne, nach denen sich Klinik- und Universitätsstandorte Schritt für Schritt entwickeln lassen. |
| Generalplanung | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Sämtliche Planungsleistungen über einen Vertragspartner, mit Teams aus Architekten, Fachingenieuren und Spezialisten, auch im Ausland. |
| Architektenleistungen in allen Leistungsphasen | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Bearbeitung vom Architekturwettbewerb bis zur Objektüberwachung, etwa für ein Gesundheitsquartier mit 22.000 m² BGF. |
| OP-Zentren, Intensivstationen und Bettenhäuser | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Neubau, Umbau und Sanierung von Zentral-OPs, Intensivstationen, Bettenhäusern sowie Untersuchungs- und Behandlungsbereichen. |
| Hospiz- und Pflegebauten | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Hospize und Pflegeeinrichtungen, darunter ein 2017 fertiggestellter Hospizneubau in Holztafelbauweise. |
| Medizinische Forschungs- und Laborbauten | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Labor- und Forschungsgebäude für Universitätsmedizin, Krebs-, Herz- und Infektionsforschung, Translation und Bildgebung. |
| Behandlungs- und Impfzentren | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Ein Corona-Behandlungszentrum und sechs Corona-Impfzentren in Berlin, geplant in den Jahren 2020 und 2021. |
| Internationale Gesundheitsbauten | Planung und Bau von Gesundheitsbauten | Klinik- und Gesundheitsprojekte in Polen, Italien und Usbekistan, teils über das Büro in Breslau. |
Häufige Fragen
Welche Erfahrung hat heinlewischer mit Hospiz- und Pflegebauten?
Ein Beispiel ist ein 2017 fertiggestellter Hospizneubau in Holztafelbauweise mit 1.300 m² BGF, den das Büro in den Leistungsphasen 1 bis 8 betreute. 2018 gewann heinlewischer zudem den 1. Preis im Wettbewerb für ein Pflegeheim mit Demenzstation.
Welche Auszeichnungen erhielt das Büro für Gesundheitsbauten?
Für einen Zentral-OP gab es den AKG-Preis 2025, übergeben im September 2025 auf der Messe hospital concepts in München. Der Hospizneubau erhielt 2019 Anerkennungen beim Berliner Holzbaupreis und beim AKG-Preis sowie 2020 den German Design Award; 2022 folgte der hospitalconcepts Award für die Corona-Zentren.
Plant heinlewischer auch Gesundheitsbauten im Ausland?
Ja, unter anderem in Polen, Italien und Usbekistan, teils über das eigene Büro in Breslau. 2024 wurde in Taschkent ein multifunktionales medizinisches Zentrum mit Klinik und Hotel eröffnet. 2025 erhielt das Büro in polnischen Wettbewerben einen 2. Preis für ein medizintechnologisches und einen 3. Preis für ein onkologisches Zentrum.
Was übernimmt heinlewischer als Generalplaner?
Als Generalplaner ist das Büro direkter Vertragspartner für sämtliche Planungsleistungen. Dafür stellt es Teams aus Architekten, Fachingenieuren und Spezialisten zusammen, auch für Projekte im Ausland. Ergänzend erarbeitet es Ziel- und Masterplanungen sowie bauliche Gesamtkonzeptionen für Klinik- und Universitätsstandorte.