Auf einen Blick
- Konzern
- Immanuel Albertinen Diakonie gGmbH (Muttergesellschaft)
- Standorte
- Berlin (Hauptsitz), Logistikzentren in Werder und Elmshorn
- Zertifizierungen
- DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 13485:2016, GDP-Zertifikat, Großhandelserlaubnis nach § 52a AMG
- Zielgruppen
- Krankenhäuser
- Schwerpunkte
- Materialversorgung, Schrankservice, Implantate-Management, Logistiksoftware
Vom Verbrauchsmaterial bis zum Implantat beliefert die Hospital LogiServe GmbH aus Berlin Krankenhäuser mit dem gesamten Sortiment und übernimmt dabei die logistische Prozesskette von Einkauf über Lagerhaltung bis zum Materialcontrolling. Das Angebot reicht von der Logistikberatung bis zur Vollversorgung. Muttergesellschaft ist die Immanuel Albertinen Diakonie gGmbH.
Im Schrankservice bestellt, liefert und bestückt das Unternehmen regelmäßig benötigte Artikel direkt am Einsatzort, gesteuert über Modulkarten und Barcode-Erfassung. Für OP und Herzkatheterlabor führt es elektronische Konsignationslager für Implantate, deren Entnahme per Barcode erfasst wird. Im operativen Einkauf übernimmt es Artikellistung, Stammdatenpflege, Bestellung und Rechnungsprüfung; Einkaufsgemeinschaften sind dabei Kooperationspartner. Das Materialcontrolling liefert elektronische Verbrauchsstatistiken und kundenspezifische Auswertungen zu Materialverbrauch und Kosten, auf Wunsch mit Zuordnung auf Fallebene. Ergänzend analysiert die Logistikberatung Abläufe in Kliniken, entwickelt Versorgungskonzepte und setzt sie um.
Gesteuert wird die Versorgung über eine eigene SaaS-Software, die seit über zwölf Jahren entwickelt wird: LogiServe ERP, das webbasierte Anforderungssystem WEB-VA und ein Materialcontrolling mit Schnittstellen zu KIS und ERP. Die Logistikzentren in Werder und Elmshorn arbeiten mit IT-gestützter Lagersteuerung, Chargenrückverfolgung, Verfallsdatensteuerung und Kommissionierung nach FIFO; sie werden jährlich vom TÜV geprüft und laufend von den Landesbehörden kontrolliert. Laut Website kommen die Waren von über 500 Zulieferern, bei mehr als einer Million Lieferpositionen pro Jahr. Zertifiziert ist das Unternehmen nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 13485:2016, zudem besteht ein internes Kontrollsystem nach IDW PS 951 mit Berichterstattung Typ 2. Für die Belieferung mit Arzneimitteln verfügt es über eine Großhandelserlaubnis für Humanarzneimittel nach § 52a AMG und ein GDP-Zertifikat.
Mit der Optimierung von Materialversorgungsprozessen für Kliniken befasst sich das Unternehmen seit 2003. 2023 ging das Logistikzentrum Elmshorn nach zwölf Monaten Bauzeit in Betrieb. Die Referenzliste umfasst nach eigenen Angaben 20 Einrichtungen, überwiegend Krankenhäuser (Stand Oktober 2026).
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Materialversorgung (Supply Chain Management) | Krankenhauslogistik und Versorgung | Gesamte Prozesskette von Einkauf über Lagerhaltung bis Materialcontrolling, vom Verbrauchsmaterial bis zum Implantat. |
| Schrankservice | Krankenhauslogistik und Versorgung | Regelmäßige Bestellung, Lieferung und Bestückung von Artikeln am Einsatzort über Modulkarten und Barcode. |
| Implantate-Management | Krankenhauslogistik und Versorgung | Elektronische Konsignationslager für OP und Herzkatheterlabor mit Chargen- und Seriennummerndokumentation nach § 10 MPBetreibV. |
| Operativer Einkauf | Krankenhauslogistik und Versorgung | Artikellistung, Stammdatenpflege, Bestellung und Rechnungsprüfung zu den Kundenkonditionen, gebündelt in einer monatlichen Sammelrechnung. |
| Logistikzentren | Krankenhauslogistik und Versorgung | Standorte in Werder und Elmshorn mit Chargenrückverfolgung, Verfallsdatensteuerung und Kommissionierung nach FIFO. |
| Logistiksoftware | Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software | SaaS-Lösung aus LogiServe ERP, Anforderungssystem WEB-VA und Materialcontrolling mit Schnittstellen zu KIS und ERP. |
| Materialcontrolling | Kostenrechnung und Benchmarking | Elektronische Verbrauchsstatistiken und kundenspezifische Controllinginstrumente, auf Wunsch mit Zuordnung auf Fallebene. |
| Logistikberatung und Projektmanagement | Krankenhauslogistik und Versorgung | Analyse logistischer Abläufe, Entwicklung von Versorgungskonzepten sowie Einführung und Weiterentwicklung der Materiallogistik. |
Häufige Fragen
Muss eine Klinik für die Zusammenarbeit ihre Einkaufsgemeinschaft wechseln?
Nein. Hospital LogiServe liefert zu den Konditionen, die der Kunde oder seine Einkaufsgemeinschaft verhandelt hat. Dienstleistung und Handel sind dabei getrennt, und statt vieler Lieferantenrechnungen erhält die Klinik eine Sammelrechnung pro Monat.
Wie werden Implantate dokumentiert?
Entnahmen im OP oder Herzkatheterlabor werden mobil per Barcode erfasst, womit Verbrauchsdokumentation und Nachbestellung in einem Schritt erfolgen. Chargen und Seriennummern dokumentiert Hospital LogiServe nach § 10 MPBetreibV und berichtet monatlich mit Fallbezug.
Wie gelangen die Rechnungsdaten in die Finanzbuchhaltung?
Die Logistiksoftware erzeugt eine elektronische Monatsrechnung, die nach der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) vorkontiert ist. Sie wird zur Übergabe an die Finanzbuchhaltung der Klinik bereitgestellt; die Schnittstellen zu KIS und ERP werden individuell eingerichtet.
Für welche Standorte gilt die Großhandelserlaubnis?
Die Großhandelserlaubnis für Humanarzneimittel nach § 52a AMG umfasst die Logistikzentren, unter anderem Werder. Ergänzend nennt die Website ein GDP-Zertifikat für den Arzneimittelgroßhandel sowie jährliche TÜV-Prüfungen und laufende Kontrollen der Logistikzentren durch die Landesbehörden.