INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH

Auf einen Blick

Mitarbeiter
über 60 (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
Standorte
Schwerin (Hauptsitz), Büros in Halberstadt und Bamberg
Zertifizierungen
DKG-Zertifizierung des Moduls Entlassmanagement
Zielgruppen
Arztpraxen und MVZ, Krankenhäuser, Therapiepraxen
Schwerpunkte
Praxissoftware MEDICAL OFFICE, Enterprise-Lizenz für MVZ und Kliniken mit KIS-Anbindung, TI-Gateway, KI-Assistenten

Von der Einzelpraxis bis zum Krankenhaus reicht der Einsatzbereich von MEDICAL OFFICE, der Praxissoftware der INDAMED EDV-Entwicklung und -Vertrieb GmbH aus Schwerin. Das von Ärzten gegründete Unternehmen entwickelt das System seit 1994 und bietet es in den Lizenzstufen Light, Professional und Enterprise an, die sich je nach Praxisgröße und Fachrichtung um Module erweitern lassen. Ausgelegt ist es für Arztpraxen und MVZ, Krankenhausambulanzen sowie Physio- und Ergotherapiepraxen.

Im Praxisalltag deckt MEDICAL OFFICE KV-, Privat- und BG-Abrechnung, Laborkommunikation, Termin- und Ressourcenmanagement, Recall und ein digitales Archiv ab. Fachmodule ergänzen die Software unter anderem für Orthopädie, Radiologie, Dermatologie, Gynäkologie, HNO, Pädiatrie, Psychiatrie und Dialyse; Labor, Bildgebung und Geräte werden über LDT, DICOM und GDT angebunden. Patienten buchen Termine online und melden sich über eine Online-Rezeption oder am Self-Check-in-Terminal an, für Visiten und Hausbesuche gibt es eine mobile Version. Die Telematikinfrastruktur erreicht die Praxis über ein TI-Gateway in einem zertifizierten Rechenzentrum, KIM, eAU, eRezept und ePA laufen direkt aus der Software.

Für MVZ, Ambulanzen und Krankenhäuser ist die Enterprise-Lizenz gedacht. Diese Lizenz rechnet ambulante Operationen nach § 301 SGB V ab, liefert die Psychotherapie-Basisdokumentation an das InEK und schließt Support rund um die Uhr ein. Das Modul für das Entlassmanagement nach § 39 SGB V mit Entlassbrief, Assessment, Entlassplan und Pflegeüberleitungsbogen ist von der Deutschen Krankenhausgesellschaft zertifiziert. Über eine HL7-Schnittstelle tauscht MEDICAL OFFICE Daten mit dem KIS aus, eine BI-Schnittstelle stellt Praxis- und Klinikdaten für externe Auswertungswerkzeuge bereit.

Eigene KI-Module sind in die Software integriert: Ein Telefonassistent mit generativer KI nimmt Anrufe nach den Regeln der Praxis an, erfasst Termine und Standardanliegen und legt sie in der passenden Patientenakte ab. Der Gesprächsassistent MIA zeichnet Arzt-Patient-Gespräche auf, transkribiert sie in Echtzeit und erstellt Dokumentationsentwürfe. Im Mai 2026 veranstaltete INDAMED mit der Hochschule Harz einen 24-stündigen Hackathon zu KI-Ideen für den Praxisalltag.

Neben dem Hauptsitz in Schwerin unterhält INDAMED Büros in Halberstadt und Bamberg sowie Homeoffice-Arbeitsplätze und beschäftigt nach eigenen Angaben über 60 Mitarbeitende (Stand Oktober 2026). Vertrieb und Betreuung laufen deutschlandweit über mehr als 50 Vertriebspartner. Im Oktober 2026 waren zwei Stellen im technischen Außendienst und im IT-Support in Schwerin ausgeschrieben, dazu Ausbildungsangebote.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
MEDICAL OFFICE Praxissoftware Praxisverwaltungssysteme Modulare Software für Einzel- und Gemeinschaftspraxen mit KV-, Privat- und BG-Abrechnung, Laborkommunikation, Recall und digitalem Archiv.
MEDICAL OFFICE Enterprise Praxisverwaltungssysteme Lizenz für MVZ, Ambulanzen und Kliniken mit Abrechnung nach § 301 SGB V, InEK-Datenlieferung und Support rund um die Uhr.
Fachmodule Praxisverwaltungssysteme Erweiterungen für Fachrichtungen wie Orthopädie, Radiologie, HNO, Pädiatrie, Psychiatrie, Dialyse sowie Physio- und Ergotherapie.
MIA KI-Gesprächsassistent Praxisverwaltungssysteme Transkribiert Arzt-Patient-Gespräche in Echtzeit und erstellt Dokumentationsentwürfe, die Fachpersonal vor der Übernahme prüft.
Entlassmanagement Krankenhausinformationssysteme (KIS) DKG-zertifiziertes Modul nach § 39 SGB V mit Entlassbrief, Assessment, Entlassplan und Pflegeüberleitungsbogen.
HL7-Schnittstelle zum KIS Krankenhausinformationssysteme (KIS) Projektbezogen parametrisierte Anbindung für Stammdaten, Fälle, Diagnosen, Prozeduren, Anforderungen, Befunde, Dokumente und Leistungen.
MEDICAL OFFICE TI-Gateway Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung TI-Zugang über ein zertifiziertes Rechenzentrum statt Praxiskonnektor, mit KIM, eAU, eRezept und ePA aus der Software.
KI-Telefonassistent Patientenportale und Terminmanagement Nimmt Anrufe nach Praxisregeln an, erfasst Termine und Standardanliegen und legt sie in der Patientenakte ab.
Online-Terminplanung und Online-Rezeption Patientenportale und Terminmanagement Online-Terminbuchung, Online-Rezeption und Self-Check-in-Terminal, dazu eine mobile Version für Visiten und Hausbesuche.
BI-Schnittstelle und BI-Light Datenanalyse, BI und Medizincontrolling-Software Stellt auch historische Praxis- und Klinikdaten automatisiert für Werkzeuge wie Power BI, Qlik oder Apache Superset bereit.

Häufige Fragen

Wie wird MEDICAL OFFICE an ein Krankenhausinformationssystem angebunden?

Über HL7 mit den Nachrichtentypen ADT, BAR, ORU, ORM, DFT, SIU und MFN. Segment-Mapping und Trigger-Events werden projektbezogen auf die jeweilige Umgebung eingestellt; ausgetauscht werden Stammdaten, Fälle, Diagnosen und Prozeduren, Anforderungen, Befunde, Dokumente und Leistungen.

Braucht jede Praxis einen eigenen Konnektor für die TI?

Nein. Das TI-Gateway läuft in einem zertifizierten Rechenzentrum, ein Konnektor in der Praxis entfällt. Erforderlich ist allerdings je Betriebsstättennummer ein eigenes Gateway, über das KIM, eAU, eRezept und ePA direkt aus MEDICAL OFFICE genutzt werden.

Wer verantwortet die Dokumentation, die der KI-Assistent vorschlägt?

Die medizinische Verantwortung bleibt beim Arzt. Vorschläge des Gesprächsassistenten MIA gelangen erst in die Patientenakte, nachdem medizinisches Fachpersonal sie geprüft, bei Bedarf bearbeitet und aktiv freigegeben hat.

Mit welchen BI-Werkzeugen lassen sich Praxis- und Klinikdaten auswerten?

Die BI-Schnittstelle stellt die Daten ohne Zeitbegrenzung automatisiert für externe Werkzeuge wie Power BI, Qlik oder Apache Superset bereit, etwa für Trend- und Standortvergleiche. Die Variante BI-Light ist auf zwölf Quartale begrenzt.

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