Auf einen Blick
- Gründung
- 1986 in Paderborn
- Mitarbeiter
- über 400 (nach eigenen Angaben, Stand Oktober 2026)
- Standorte
- Paderborn (Zentrale), Berlin (Geschäftsstelle); Österreich über den Partner x-tention
- Zertifizierungen
- DIN EN ISO 9001:2015 (TÜV Rheinland)
- Mitgliedschaften
- Initiative Cloud Services Made in Germany
- Zielgruppen
- Pflegeeinrichtungen, Ambulante Dienste
- Schwerpunkte
- Pflege- und Heimsoftware, Pflegedokumentation, Personaleinsatzplanung, TI-Anbindung, Cloudbetrieb
Altenhilfe und Eingliederungshilfe bilden den Schwerpunkt der Connext Communication GmbH aus Paderborn. Ihre Softwarefamilie Vivendi wird daneben in Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Beratungsstellen und Kliniken eingesetzt, ambulant, stationär und teilstationär. Alle Module greifen auf gemeinsame Stammdaten für Verwaltung, Pflege, Dienstplan und Rechnungswesen zu; für die Buchhaltung ist die Partnersoftware Diamant/4 integriert.
Stationäre Einrichtungen verwalten Bewohner und Abrechnung mit Vivendi NG Stationär, das Beträge automatisch auf Kostenträger aufteilt und Rechnungsläufe samt Storno-Assistent bietet. Ambulante Dienste planen in Vivendi NG Ambulant Touren und Einsätze mit integriertem Routenplaner und rechnen über Leistungsketten ab. Pflegeplanung und Dokumentation nach dem Strukturmodell laufen in Vivendi PD, auch im Browser und mit Spracheingabe. Die Personaleinsatzplanung Vivendi PEP ist ebenfalls browserfähig, während die Vivendi Assist App den Austausch mit Ärzten, Therapeuten und Angehörigen über Nachrichten und Termine unterstützt und Ärzten Akteneinsicht gibt.
Softwareentwicklung und Unternehmensprozesse sind vom TÜV Rheinland nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im September 2026 bestand Vivendi die gematik-Konformitätsbewertung für den Abruf des elektronischen Medikationsplans aus der ePA. Neben der Zentrale in Paderborn unterhält Connext eine Geschäftsstelle in Berlin; den österreichischen Markt betreut seit 2004 der Vertriebs- und Implementierungspartner x-tention. Nach eigenen Angaben arbeiten über 400 Beschäftigte für das Unternehmen, und Vivendi ist in mehr als 12.000 Einrichtungen mit über 700.000 Anwendern im Einsatz (Stand Oktober 2026).
Gegründet wurde das Unternehmen im April 1986 in Paderborn als Mikrocomputer-Systemhaus mit eigener Individualsoftware. Nach der Umfirmierung 1991 konzentrierte es sich auf das Sozial- und Gesundheitswesen, 1996 kamen Vivendi-Module auf den Markt, mit denen der Wandel zum Standardsoftware-Hersteller begann. Seit 2010 sitzt die Zentrale auf dem Connext Campus mit Schulungs- und Trainingszentrum, wo 2018 ein Hotel und eine Kita eröffneten; 2024 wurde das Hotel um 102 Zimmer und Veranstaltungsräume erweitert. Die 2007 errichtete Stiftung Vivendi fördert Kinder- und Jugendhilfeprojekte im In- und Ausland.
Die Karriereseite listete im Oktober 2026 rund 24 Stellenangebote, unter anderem in Softwareentwicklung, Projekt- und Anwenderberatung sowie für Ausbildung und duales Studium.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Vivendi NG Stationär | Pflege- und Heimsoftware | Heim- und Klientenverwaltung mit automatischer Kostenträgeraufteilung, Storno-Assistent, Rechnungsläufen und Auswertungen für stationäre Einrichtungen. |
| Vivendi NG Ambulant | Pflege- und Heimsoftware | Tourenplanung mit Routenplaner, Personal- und Klientenmanagement sowie Abrechnung über Leistungsketten für ambulante Dienste. |
| Vivendi PD und Vivendi PD Web | Pflege- und Heimsoftware | Pflegeplanung und Dokumentation nach dem Strukturmodell für Altenhilfe und Eingliederungshilfe, auch im Browser mit Spracheingabe. |
| Vivendi PEP | Dienstplan- und Personaleinsatzsoftware | Personaleinsatzplanung mit Tarifregeln, parallelen Zeitkonten, regelkonformer Vertretersuche und Übergabe an die Lohnabrechnung. |
| Vivendi Assist App | Patientenportale und Terminmanagement | App für iOS und Android mit Nachrichten, Terminkalender und Akteneinsicht für Ärzte, auch offline nutzbar. |
| TI-Anbindung und elektronischer Medikationsplan | Telematikinfrastruktur und ePA-Anbindung | Abruf des elektronischen Medikationsplans direkt aus der ePA ab Version 26.10, von der gematik geprüft. |
| Vivendi NG Consil und Vivendi NG Kita | Pflege- und Heimsoftware | Module für Beratungsstellen, Fachdienste, Kindertagesstätten und heilpädagogische Tagesstätten auf der gemeinsamen Vivendi-Plattform. |
| Connext Computing Service (Cloud) | IT-Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen | Betrieb kompletter Arbeitsplätze mit Vivendi und Fremdsoftware im deutschen Connext-Rechenzentrum über verschlüsselte Verbindungen. |
| Consulting, Seminare und Anwendertreffen | Führungskräfteentwicklung und Inhouse-Schulung | Einführungsberatung, Seminare im Schulungszentrum auf dem Paderborner Campus und regelmäßige Treffen der Anwender. |
Häufige Fragen
Kann Vivendi den elektronischen Medikationsplan aus der ePA abrufen?
Ja, ab Version 26.10. Die gematik hat die Funktion im September 2026 im Rahmen der Konformitätsbewertung für den Medication Service ePA 3.1.3 auf Stufe 3 geprüft und bestätigt, sodass der Plan direkt in der Pflegesoftware abrufbar ist.
Kann die Software aus der Cloud bezogen werden?
Ja. Über den Connext Computing Service laufen komplette Arbeitsplätze samt Vivendi und Fremdsoftware im Connext-Rechenzentrum in Deutschland, angebunden über verschlüsselte Verbindungen und betreut von eigenen Spezialisten. Connext ist Mitglied der Initiative Cloud Services Made in Germany.
Wie unterstützt Vivendi PEP die Dienstplanung?
Vivendi PEP berücksichtigt Tarife, führt mehrere Zeitkonten parallel, verwaltet Abwesenheiten und sucht Vertretungen nach gesetzlichen und tariflichen Regeln. Die Ergebnisse gehen an die Lohnabrechnung, das Rechnungswesen ist über Diamant/4 angebunden.
Wie wird die Einführung begleitet?
Connext begleitet Einführungsprojekte mit Projektberatung, bietet Seminare im eigenen Schulungszentrum auf dem Connext Campus in Paderborn an und organisiert regelmäßige Anwendertreffen. Auf dem Campus stehen zudem ein Hotel und Veranstaltungsräume zur Verfügung.
Wie kommen Klientendaten in die ambulante Software?
In Vivendi NG Ambulant lassen sich Daten von der Versichertenkarte per Kartenlesegerät importieren. Für die Touren- und Einsatzplanung steht ein Online-Routenplaner auf Basis von Google Maps oder Bing Maps zur Verfügung.