Auf einen Blick
- Mitarbeiter
- 140 Angestellte (nach eigenen Angaben, Stand 2025)
- Standorte
- Sitz in Frankfurt (Oder)
- Zielgruppen
- Öffentliche Verwaltung des Landes und der Kommunen in Brandenburg
- Schwerpunkte
- Prävention, Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (PsyGesund), Seminare, Erste-Hilfe-Ausbildung, Rehabilitation
Als Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand im Land Brandenburg hat die Unfallkasse Brandenburg, eine selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts, ihren Sitz in Frankfurt (Oder). Unter derselben Anschrift wird die Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg geführt; beide Kassen haben einen gemeinsamen Haushaltsplan und veröffentlichen einen gemeinsamen Geschäftsbericht.
Der Präventionsdienst berät Mitgliedsunternehmen telefonisch, schriftlich und vor Ort und besichtigt Betriebsstätten, um gemeinsam Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit zu entwickeln; Fachleute der Kasse arbeiten zudem in Fachgebieten der DGUV mit. Für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung steht das Online-Verfahren PsyGesund bereit, das die Kasse in Kooperation mit dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Uniklinik RWTH Aachen anbietet. Neben dem Grundmodul gibt es Zusatzmodule unter anderem für Pflege, Feuerwehr sowie Aggression und Gewalt. Die allgemeine Gesundheitsförderung im Betrieb bildet einen eigenen Schwerpunkt der Präventionsarbeit. Ersthelfende, die nach einem Einsatz psychisch belastet sind, erhalten Präventionsberatung, eine Broschüre zum Umgang mit Traumata und die Vermittlung an eine zuständige Ansprechperson.
Fortbildungen richten sich an Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und weitere Verantwortliche und werden über die Portale meineUKBB und meineFUKBB gebucht. Nach Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen sowie bei Berufskrankheiten leistet die Kasse medizinische Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gemeinschaft sowie Geldleistungen.
Für 2025 nennt der Geschäftsbericht nach eigenen Angaben 844 Mitgliedsunternehmen, 41 Hilfeleistungsunternehmen und über 4.093 Privathaushalte sowie mehr als 1,2 Millionen Versicherungsverhältnisse, davon rund 662.000 in der Schüler-Unfallversicherung. 140 Angestellte arbeiteten für die Kasse. Der Präventionsdienst verzeichnete 5.980 telefonische oder schriftliche Beratungen, 434 Beratungen vor Ort und 178 Besichtigungen; in 137 Seminaren wurden 2.462 Teilnehmende geschult, 27.796 betriebliche Ersthelfende wurden qualifiziert.
Für Kitas und Schulen laufen Projekte wie Busschule, Radfahrausbildung, das Sonnenschutzprojekt „Clever in Sonne und Schatten“ und die „Aktive Pause“, die 2006 mit einem Aktionstag begann. Im brandenburgischen Modellprojekt Schulgesundheitsfachkräfte war die Kasse von 2016/17 bis 2018 Kooperationspartnerin. 2025 schloss sie sich einem IT-Konsortium mehrerer Unfallversicherungsträger an, im Juli 2026 erschien eine deutsch-polnische Ausgabe ihrer Broschüre „Schwimmen lernen in der Schule“.
Angebote und Leistungen
| Angebot | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Präventionsdienst: Beratung und Überwachung | Unfallversicherungsträger und Berufsgenossenschaften | Telefonische, schriftliche und Vor-Ort-Beratung sowie Besichtigungen, um mit Mitgliedsunternehmen Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit zu entwickeln. |
| PsyGesund | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Online-Befragung zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung mit Grundmodul und Zusatzmodulen, etwa für Pflege, Feuerwehr oder Gewalt. |
| Seminare Arbeits- und Gesundheitsschutz | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Fortbildungen für Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und weitere Verantwortliche, gebucht über meineUKBB und meineFUKBB. |
| Erste-Hilfe-Ausbildung | Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit | Übernahme der Lehrgangsgebühren für betriebliche Ersthelfende mit eigenen Antragswegen je nach Art der Einrichtung. |
| Betriebliche Gesundheitsförderung | BGM-Beratung und -Konzepte | Allgemeine Gesundheitsförderung im Betrieb als eigener Schwerpunkt innerhalb der Präventionsarbeit für Mitgliedsunternehmen. |
| Unterstützung zur psychischen Bewältigung nach Hilfeleistung | Mitarbeiterberatung (EAP) und psychische Gesundheit | Präventionsberatung, Informationsbroschüre und Vermittlung an Ansprechpersonen für Ersthelfende mit psychischer Belastung nach einem Einsatz. |
| Rehabilitation und Teilhabe | Unfallversicherungsträger und Berufsgenossenschaften | Medizinische Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben und in der Gemeinschaft sowie Geldleistungen nach Unfällen und Berufskrankheiten. |
| Präventionsprojekte Kita und Schule | Unfallversicherungsträger und Berufsgenossenschaften | Busschule, Radfahrausbildung, Sonnenschutzprojekt, Bewegungsprojekt „Aktive Pause“ und ein Theaterstück für junge Erwachsene. |
Stand der Angaben: 1. November 2026. Grundlage sind öffentliche Angaben auf der Website des Unternehmens; die Redaktion hat sie zusammengefasst und geprüft. Alle Angaben ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Wer ist bei der Unfallkasse Brandenburg versichert?
Versichert sind Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes und der Kommunen, Schülerinnen und Schüler, Kinder in Kindertagesbetreuung und Studierende. Hinzu kommen Personen, die im Interesse der Allgemeinheit tätig werden.
Wie läuft eine Befragung mit PsyGesund ab?
Beschäftigte füllen einen Online-Fragebogen aus, der etwa 10 bis 15 Minuten dauert und sich an den Merkmalsbereichen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie orientiert. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Maßnahmen oder Workshops im Betrieb; das Verfahren steht allen Mitgliedsunternehmen offen.
Wer trägt die Kosten der Seminare?
Die Unfallkasse übernimmt die unmittelbaren Seminarkosten sowie Fahrt, Verpflegung und Unterbringung. Gegenüber dem Unternehmer haben die Teilnehmenden nach § 23 Abs. 3 SGB VII Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts für die Seminarzeit.
Übernimmt die Unfallkasse die Erste-Hilfe-Ausbildung?
Bei Ersthelfer-Lehrgängen Dritter übernimmt sie die Lehrgangsgebühren. Die Anträge sind nach Einrichtungsart getrennt: für kommunale und Landeseinrichtungen, für freie Schulen und Kitas sowie für Tagespflegepersonen.
Wie arbeitet die Kasse in der Verkehrsprävention?
Sie verbindet Bildungsprojekte, Aktionstage, Theater und Netzwerkarbeit mit Ministerium, Polizei, Rettungsdiensten und Verkehrswacht und ist damit ganzjährig an Schulen aktiv. Für junge Erwachsene gibt es etwa das Theaterstück „Antonia“.