mediplan Krankenhausplanungsgesellschaft mbH

Auf einen Blick

Gründung
1965
Konzern
FACT Gruppe
Standorte
Hamburg (Hauptsitz), Berlin (Bauleitungsbüro)
Mitarbeiter
21 (nach eigenen Angaben, Stand 2026)
Zertifizierungen
ISO 9001, zertifizierter UmweltPartner der UmweltPartnerschaft Hamburg
Mitgliedschaften
UmweltPartnerschaft Hamburg (seit 2023), OAI Luxemburg (seit 2026)
Zielgruppen
Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Arztpraxen und MVZ

Seit 1965 plant die mediplan Krankenhausplanungsgesellschaft mbH die medizin- und labortechnische Einrichtung von Krankenhäusern, ohne an Gerätehersteller gebunden zu sein. Nach eigenen Angaben hat das Hamburger Büro mehr als 300 Krankenhausprojekte geplant und fertiggestellt (Stand 2026). Zu den Auftraggebern zählen Krankenhäuser und Reha-Kliniken, außerdem ambulante Versorgungszentren wie ein MVZ für Nuklearmedizin.

Die Medizintechnikplanung umfasst die Leistungsphasen 1 bis 4 mit Zieldefinition, Konzepten, Standards und Raumausstattungslisten für Neubau, Erweiterung und Umbau im laufenden Betrieb. Dazu zählen Austausch und Neuinstallation von Großgeräten wie CT, MRT, PET-CT, Gamma-Kamera und Angiografie samt Einbringung und baulicher Anpassung. In den Leistungsphasen 6 und 7 bereitet mediplan die Beschaffung vor und begleitet die Vergabe, in der Objektüberwachung reicht die Bauleitung von der Vormontage bis zu den behördlichen Abnahmen. Ergänzend plant das Team die Betriebsorganisation von OP-Einheiten, Intensivstationen, Funktionsdiagnostik und Endoskopie sowie Maschinenparks für die Sterilgutaufbereitung.

Als Unternehmen der FACT Gruppe, eines Facility-Management-Anbieters im Gesundheitswesen, arbeitet mediplan am Sitz in Hamburg und in einem Bauleitungsbüro in Berlin. Nach eigenen Angaben sind 21 Beschäftigte aus Ingenieurwesen, Architektur, technischem Zeichnen und Büromanagement tätig (Stand 2026). Das Unternehmen ist nach ISO 9001 zertifiziert, erhielt 2024 und 2026 Siegel des IWW und ist zertifizierter UmweltPartner der UmweltPartnerschaft Hamburg.

2015 eröffnete mediplan das Berliner Bauleitungsbüro. 2023 folgte der Beitritt zur UmweltPartnerschaft Hamburg, 2025 das 60-jährige Bestehen und 2026 die Aufnahme in die luxemburgische Architekten- und Ingenieurkammer OAI. Zu den Projekten der vergangenen Jahre gehören die medizinische Einrichtung eines Rettungszentrums, das 2024 auf ein Versorgungsschiff der Marine aufgesetzt wurde, drei Herzkatheterlabore und der Neubau einer Psychiatrie mit Epilepsie-Monitoring-Einheit in einer Arbeitsgemeinschaft (beide 2025). 2026 gingen eine Lungenklinik mit Intensiv- und Weaningstation für 28 Betten sowie ein Interventions-CT in Betrieb, für das mediplan Planung, Ausschreibung und Bauumsetzung übernommen hatte.

Angebote und Leistungen

Angebot Leistung Beschreibung
Medizintechnikplanung (Leistungsphasen 1 bis 4) Medizintechnik-Management und -Service Herstellerneutrale Konzepte, Standards und Raumausstattungslisten für Neubau, Erweiterung und Umbau im laufenden Betrieb.
Großgeräteplanung (CT, MRT, PET-CT, Angiografie) Medizintechnik-Management und -Service Austausch und Neuinstallation von Großgeräten einschließlich Einbringung und baulicher Anpassung der Räume.
Labortechnikplanung Medizintechnik-Management und -Service Fachplanung labortechnischer Einrichtungen in Kliniken, abgestimmt mit IT und Haustechnik.
Beschaffung von Medizintechnik (Leistungsphasen 6 und 7) Medizintechnik-Management und -Service Losbildung, Anforderungsspezifikation und firmenneutrale Leistungsbeschreibungen bis zur Vergabe, auch als e-Vergabe.
Objektüberwachung und Dokumentation Medizintechnik-Management und -Service Bauleitung für Medizintechnik von Vormontage und Montage bis zu Abnahmen, mit Kosten- und Terminkontrolle.
Betriebsorganisationsplanung Planung und Bau von Gesundheitsbauten Bestandsaufnahme sowie Raum- und Funktionsprogramme für OP, Intensivstation, Funktionsdiagnostik, Bildgebung und Endoskopie.
Planung der Sterilgutaufbereitung (AEMP) Sterilgutversorgung Kapazitätsberechnung und Auslegung von Maschinenparks für die Aufbereitung von Sterilgut, auch im laufenden Betrieb.
Medizintechnikplanung mit BIM Planung und Bau von Gesundheitsbauten Verknüpfung von Geräten, Anschlüssen, Wärmelasten und Raumbuchdaten im Gebäudemodell, seit 2015.
Vernetzung von Medizintechnik mit IT und Haustechnik Medizintechnik-Management und -Service Konzepte für Standards und Vernetzung von Medizin- und Labortechnik, ergänzt um Unterstützung im Risikomanagement.

Häufige Fragen

Plant mediplan herstellerneutral?

Ja. Planung und Leistungsbeschreibungen entstehen hersteller- beziehungsweise firmenneutral. Weil mediplan zur FACT Gruppe gehört, die Medizintechnik in Kliniken bewirtschaftet, fließen deren Daten zu Betriebskosten in die Geräteplanung ein. Die Planung berücksichtigt damit auch die Kosten im späteren Betrieb.

Ist Planung im laufenden Klinikbetrieb möglich?

Ja. 2025 baute mediplan ein PET-CT bei laufendem Betrieb und unter Denkmalauflagen ein, 2024 wurde die Reinigungstechnik einer AEMP im laufenden Betrieb ausgetauscht, mit Projektsteuerung durch das Büro. Auch eine OP-Erweiterung um vier Säle in einem Hamburger Krankenhaus zählt zu den Projekten.

Nach welchem Vergaberecht begleitet mediplan Ausschreibungen?

Vergaben laufen nach VOB/VOL, VgV und UVgO, einschließlich e-Vergaben auf den Vergabeplattformen der Bundesländer. Vorbereitend bildet das Büro Lose, spezifiziert Mengen und Anforderungen und erstellt firmenneutrale Leistungsbeschreibungen für die Leistungsphasen 6 und 7.

Welche Rolle spielt BIM in der Medizintechnikplanung?

Seit 2015 plant mediplan Medizintechnik auch mit BIM. Geräte werden mit Anschlüssen, Wärmelasten und Raumbuchdaten im Gebäudemodell verknüpft, das Raumbuch entsteht direkt aus dem Modell oder einer verknüpften Datenbank. Betreute Abschlussarbeiten befassten sich etwa mit BIM und CAFM (2020) sowie Virtual Reality (2019).

Wie wird Medizintechnik mit IT und Haustechnik abgestimmt?

Das Büro erarbeitet Konzepte zu Standards, Prozessen und zur Vernetzung von Medizin- und Labortechnik mit IT und Haustechnik und unterstützt beim Risikomanagement. Bezugspunkt ist die DIN EN 80001-1:2011 zum Risikomanagement für IT-Netzwerke mit Medizinprodukten.

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