GeDIG: BKK Dachverband will Betriebsärzte an die ePA anbinden

Meldung · Quelle: BKK Dachverband e. V., 13.10.2026

Der BKK Dachverband hat sich zur öffentlichen Anhörung über den Gesetzentwurf für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) geäußert. Der Verband unterstützt das Vorhaben grundsätzlich als Schritt zu einer digitaleren und stärker an Patientinnen und Patienten ausgerichteten Versorgung, verlangt aber an mehreren Stellen Änderungen.

Im Mittelpunkt steht die Risikoerkennung. Der Entwurf sieht vor, sie auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und drohende Pflegebedürftigkeit auszuweiten. Der BKK Dachverband möchte zusätzlich Muskel- und Skeletterkrankungen einbeziehen, weil diese chronisch werden können. Die Ergebnisse solcher Analysen sollen nach seinem Vorschlag direkt in der elektronischen Patientenakte (ePA) einsehbar sein, und behandelnde Ärztinnen und Ärzte sollen erfahren, dass eine Analyse stattgefunden hat. Auf diese Weise ließen sich Behandlungen aus Sicht des Verbands früher steuern und doppelte Untersuchungen vermeiden.

Dass die ePA ab 2028 zum digitalen Zugang für Terminvermittlung und elektronische Überweisungen ausgebaut werden soll, bewertet der Verband positiv. Dafür brauche die Akte jedoch mehr Inhalte, etwa die digitale Impfübersicht, Angaben aus der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Informationen der Pflegekassen. Vorständin Anne-Kathrin Klemm sagte dazu: „Eine leistungsfähige ePA muss die Gesundheitsrealität der Versicherten vollständig abbilden.“

Für das betriebliche Gesundheitsmanagement ist eine weitere Forderung von Bedeutung: Werks- und Betriebsärztinnen und -ärzte sollen nach demselben Opt-out-Verfahren Zugriff auf die ePA erhalten, das für andere Leistungserbringende bereits gilt. Klemm beschreibt ihre Rolle bei der Früherkennung als zentral, aber bislang unterschätzt.

Originalmitteilung: BKK Dachverband e. V., 13.10.2026

Stand: 13.10.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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