Benchmarkstudie erfasst Abfallaufkommen in Krankenhäusern

Meldung · Quelle: Hochschule Pforzheim, 29.09.2026

Das Institut für Industrial Ecology (INEC) der Hochschule Pforzheim sammelt bundesweit Daten dazu, welche Abfälle in Krankenhäusern anfallen und in welcher Menge. Die Benchmarkstudie soll das Aufkommen nach Abfallschlüsselnummern aufschlüsseln und kreislaufwirtschaftliche Kennzahlen verschiedener Klinikstandorte vergleichbar machen. Dazu setzt das Institut die Mengen mit Strukturdaten wie Planbetten, Behandlungsfällen und Beschäftigtenzahlen in Beziehung. Für die Krankenpflege gibt die Hochschule ein Aufkommen von mehr als 1,5 Tonnen Abfall je Bett und Jahr an.

An der ersten Erhebung mit Daten aus dem Jahr 2023 beteiligten sich 122 Krankenhausstandorte. Die zweite Runde mit Daten aus 2024 umfasst 79 Standorte aus 15 Bundesländern, die zusammen 111.354 Tonnen Abfall meldeten. Gut die Hälfte davon (51,6 Prozent) entfiel auf den Abfallschlüssel 18 01 04, der Abfälle aus der medizinischen Versorgung ohne besondere Anforderungen aus Sicht der Infektionsprävention umfasst. Auf Papier und Pappe kamen 11,1 Prozent, auf biologisch abbaubare Abfälle 10,5 Prozent.

Die Studie ist Teil des Verbundprojekts MEiK (Medizinische Einmalgebrauchsprodukte in der Kreislaufwirtschaft), das die Hochschule Pforzheim leitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit knapp 1,7 Millionen Euro. Die Laufzeit reicht von 2024 bis Mitte 2027. Seit September 2026 ist die dritte Erhebung mit Daten aus dem Jahr 2025 geöffnet. Der Fragebogen enthält zusätzlich Fragen zu wertstoffhaltigen Produkten, zu Einweg-Elektrogeräten und zur getrennten Sammlung.

Die Kennwerte sollen Krankenhäusern eine Vergleichsgrundlage für Kliniklogistik und Nachhaltigkeitsmanagement bieten.

Originalmitteilung: Hochschule Pforzheim, 29.09.2026

Stand: 29.09.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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