Berufsbegleitendes Studium
Gesundheitsmanagement

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Das berufsbegleitende Studium - was ist das genau?

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Berufsbegleitend zu studieren bedeutet in erster Linie, neben einem hauptsächlichen Beruf gleichzeitig zu studieren. Allerdings ist eine Voraussetzung dafür, dass der oder die Studierende bereits einen Beruf ausübt. Vor allem konzentriert man sich also auf die Arbeit, allerdings absolviert man „nebenbei“ eine fundierte Weiterbildung in Form eines Studiums an einer Hochschule. Hat man beispielsweise nach einer schulischen oder betrieblichen Berufsausbildung einen Abschluss erlangt, kann man damit berufsbegleitend
ein Bachelorstudium beginnen, das eine wertvolle akademische Weiterbildung darstellt.
Das ist auch dann möglich, wenn man berufstätig ist und kein Abitur hat: Seit 2009 ist es auch möglich, ohne Abitur zu studieren, wenn man über entsprechend beruflich vorqualifiziert ist.

Hat man einen Beruf, aber ist noch nicht angestellt, dann bietet sich die Möglichkeit, einen weiterführenden dualen Studiengang zu absolvieren. In diesem Fall kombiniert man das Studium mit einer betrieblichen Ausbildung – man wechselt also zwischen der Uni und einem Unternehmen, in dem man dann später auch tätig sein wird. Gerade Abiturienten wählen immer häufiger ein duales Studium als erste berufliche bzw. akademische Qualifikation.

 

 

Welche Vorteile bietet ein berufsbegleitendes Studium?

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In der Regel ist ein berufsbegleitendes Studium in seinem Inhalt auf berufstätige Personen ausgerichtet und so aufgebaut, dass man es hervorragend mit einem Teilzeit- oder einem Vollzeitjob kombinieren kann, ohne dabei einen Teil vernachlässigen zu müssen.

Dies kann ein Fernstudiengang sein, aber andererseits natürlich ebenso ein klassisches Studium an einer Universität, bei dem man regelmäßig Vorlesungen besucht – oder eine Kombination aus beidem.

Hier kommt es in erster Linie auf den individuellen Fall an, denn nicht jede Variante eignet sich automatisch für jeden Studierenden.

 

Für wen eignet sich ein berufsbegleitendes Studium?

Berufsbegleitende Studiengänge richten sich in erster Linie an Berufstätige, welche sich wünschen, in der Zukunft eine Führungsposition einzunehmen, sich für einen höheren Bereich im Berufsleben zu qualifizieren oder sich auf einen bestimmten Bereich fokussieren möchten, um neue Kompetenzen und Kenntnisse zu erlangen.

Auch ist ein berufsbegleitendes Studium sinnvoll, um Fähigkeiten zu erlernen, welche in einer reinen Berufsausbildung nicht an den Auszubildenden übermittelt werden.

Der Ablauf eines berufsbegleitenden Studiums im Überblick

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Der deutlichste Unterschied eines berufsbegleitenden Studiums zu einem klassischen Vollzeitstudium an einer Universität besteht darin, dass sowohl die Studienzeiten als auch die Lern- und Lehrarten sich teilweise stark voneinander unterscheiden.

Bei einem Präsenzstudiengang werden die Lehrveranstaltungen in der Regel nicht während der regulären Arbeitszeiten abgehalten – so haben Studierende dennoch die Möglichkeit, einem Beruf nachzugehen. Ein gutes Beispiel ist hierfür das klassische Abendstudium, bei dem man unter der Woche abends nach der Arbeit noch eine oder mehrere Vorlesungen an der Universität besucht. Dabei kann es – je nach Studiengang – auch vorkommen, dass am Wochenende halb- oder ganztägige Lehrveranstaltungen stattfinden.

Ein anderes Modell kann sein, die Zeiten für die Vorlesungen im Tagesablauf zu blocken. In diesem Fall wird das Studium für einige Wochen pro Jahr in Vollzeit absolviert, während man bei der Arbeit aussetzt.

Ein Fernstudium bringt natürlich am wenigsten Präsenzzeiten an der Universität mit sich – allerdings muss deshalb nicht automatisch auch weniger Zeit dafür eingeplant werden. Stattdessen ist die Anforderung an die eigene Disziplin hier oft etwas höher als bei einem normalen Studium an einer lokalen Universität.

 

Dauer und Zeitaufwand eines berufsbegleitenden Studiums

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Wenn man ein Vollzeitstudium absolviert, dann beträgt die reguläre Studiendauer mindestens drei Jahre. Bei einem Bachelorstudiengang, den man in Teilzeit ausführt, müssen bis zu fünf Jahre eingeplant werden – dies ist allerdings nicht zwingend der Fall. Bei einem Masterstudiengang nimmt ein Vollzeitstudium in der Regel zwischen einem und zwei Jahre in Anspruch. Vollzeit bedeutet dabei, dem Studium – wie einem normalen Job – 40 Stunden pro Woche zu widmen, Teilzeit dagegen nur etwa die Hälfte.

Diese Angaben sind allerdings nur Werte zur groben Orientierung – wie der Zeitplan im eigenen Fall aussieht, ist immer individuell. Wer beispielsweise die Möglichkeit hat, seine bisherige Berufserfahrung oder Vorbildung auf das Studium anrechnen zu können, kann dadurch die Studiendauer verkürzen. Hierfür ist allerdings dann ein Eignungstest erforderlich, den man vor dem Einschreiben an die Universität erfolgreich ablegen muss.

Nicht unwichtig ist darüber hinaus, ob Vorkenntnisse für Forschungsarbeiten oder andere wichtige Inhalte des Studiums notwendig sind. Fängt man bei Null an und muss von Grund auf lernen, wie ein Studium überhaupt funktioniert, dann muss natürlich deutlich mehr Zeit eingeplant werden als bei jemandem, der sich sofort zurechtfindet oder das Fachgebiet schon durch seinen Beruf kennt.

Es ist zudem nicht zwingend notwendig, dass ein berufsbegleitendes Studium genau denselben Themenbereich betrifft wie der bisherige Beruf. Allerdings wählen die meisten Menschen natürlich Studiengänge, die sie anknüpfend an ihre berufliche Vorkenntnisse absolvieren können, um danach in der entsprechenden Branche eine höhere Qualifikation und bessere Berufschancen zu erhalten. Auf der anderen Seite ist es allerdings auch möglich, als Quereinsteiger aus einem anderen Berufsfeld in ein berufsbegleitendes Studium zu wechseln. Möchte man das Studium als eine Art Umschulung absolvieren, dann sollte man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass hier nicht jeder Arbeitgeber dafür zeitliche Einbußen im Beruf zulassen wird.

 

Wie kann das Studium in die Berufstätigkeit integriert werden?

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Natürlich ist es die beste Lösung, wenn realisiert werden kann, das Studium in eine bestehende Berufstätigkeit problemlos zu integrieren. Allerdings ist dies nicht immer möglich, denn hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Der Inhalt und das Konzept des Studiengangs sollten daher zumindest grob mit der aktuellen beruflichen Tätigkeit übereinstimmen.

In erster Linie ist es allerdings am wichtigsten, dass man vom Arbeitgeber bei seinem Vorhaben unterstützt wird. Daher ist es zu empfehlen, sich als Interessierter zuerst an den Chef zu wenden und den Wunsch mit ihm zu besprechen.

Den meisten Arbeitgebern liegt viel daran, wenn ein Mitarbeiter sich fortbilden möchte – schließlich erlangt er dadurch wertvolle Zusatzqualifikationen, die dem ganzen Unternehmen zugute kommen können.

 

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