Notaufnahmen: Asklepios verweist auf DGINA-Umfrage zur Überlastung

Meldung · Quelle: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, 22.09.2026

Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA hat am 22. September 2026 in Hamburg die Bundesregierung aufgefordert, die Notfallreform zügig umzusetzen. Der Klinikträger stützt sich dabei auf eine Blitzumfrage der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) unter 271 Krankenhäusern mit Notaufnahme. Das Datum des Erhebungstages nennt die Mitteilung nicht.

Am Erhebungstag meldeten nach den Umfrageergebnissen 45 Prozent der beteiligten Notaufnahmen eine Überlastung. Bei 13,6 Prozent galt die Lage nach den verwendeten Kategorien als kritisch oder als so angespannt, dass eine Gefährdung der Patientensicherheit möglich war. Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt die Mitteilung Personalengpässe und fehlende Stationsbetten, in die Notfallpatientinnen und Notfallpatienten aufgenommen werden können.

Asklepios verweist darauf, bereits 2022 auf die Lage aufmerksam gemacht und eine von der Stadt Hamburg geleitete Taskforce gefordert zu haben. Zentrale Punkte daraus habe die Stadt später umgesetzt. Aus Sicht des Trägers braucht eine sichere Notfallversorgung eindeutige Zuständigkeiten, transparent ausgewiesene Kapazitäten und funktionierende Patientenwege. Entscheidend sei eine rasche und verbindliche Umsetzung der geplanten Strukturen gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Krankenhäusern, Rettungsdiensten, Pflege und den Kassenärztlichen Vereinigungen. Die geplante Reform sieht laut Mitteilung mehr Vernetzung, Digitalisierung und Standardisierung vor, außerdem eine Steuerung über Gesundheits- und Akutleitstellen. Die DGINA spricht sich dafür aus, dass Hilfesuchende vor dem Weg in ein Krankenhaus oder ein Integriertes Notfallzentrum verbindlich eine Leitstelle kontaktieren.

PD Dr. Sara Sheikhzadeh, Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken, und Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg, beschreiben die Überlastung als anhaltendes Problem, das die Notaufnahmen nicht allein auffangen könnten. Einen konkreten Gesetzesnamen oder Zeitplan für die Reform nennt die Mitteilung nicht. Für Klinikleitungen berührt das Vorhaben die Patientensteuerung, die Bettenkapazität und die Personalplanung in der Notfallversorgung.

Originalmitteilung: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, 22.09.2026

Stand: 22.09.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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